Deutsch | English | Español | Català | Media

Audi in der DTM 2008

Ein Meisterauto noch besser machen – vor dieser delikaten Aufgabe standen die Ingenieure und Techniker von Audi Sport, als es darum ging, die DTM-Rennversion des neuen Audi A4 zu entwickeln. Optisch ist dies definitiv gelungen: Der neue Audi A4 DTM wirkt spontan noch dynamischer als das erfolgreiche Vorgängermodell, mit dem Mattias Ekström im vergangenen Jahr den DTM-Titel gewann. Dafür sorgen auch die aus weißen Leuchtdioden bestehenden Tagfahrlichter, die dem Gesicht des A4 DTM den gleichen unverwechselbaren Ausdruck verleihen wie dem Serienmodell.

Der Audi A4 DTM der vierten Generation, der bei Audi Sport intern den Projektnamen „R14“ trägt, ist aber auch technisch progressiv. Mit Hilfe modernster CDF-Berechnungen (Computational Fluid Dynamics) wurde besonders intensiv an der Optimierung der Fahrzeug-Umströmung und -Durchströmung gearbeitet. „Wir haben dabei das abgeschlossen, was wir im Vorjahr bereits beim R13 begonnen hatten“, erklärt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Wir sind überzeugt, im Rahmen des Reglements eine sehr konsequente Optimierung der Aerodynamik erzielt zu haben.“

Während der rund einjährigen Entwicklungszeit, die im März 2007 begann, entstand in Ingolstadt und Neckarsulm ein weitgehend neues DTM-Fahrzeug, das sich in vielen Details von seinem Vorgängermodell unterscheidet. Dabei gelang es, den Schwerpunkt des Fahrzeugs abzusenken und das Leergewicht weiter zu reduzieren. Auch beim rund 460 PS starken V8-Motor fanden die Techniker noch Entwicklungspotenzial: Die innere Reibung wurde verringert, was der Leistungsentfaltung und dem Drehmomentverlauf zugutekam.

In den Genuss des Audi A4 DTM der vierten Generation kommen in der Saison 2008 vier Piloten, die sich in der DTM längst etabliert haben: Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden), Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) sowie die beiden Deutschen Martin Tomczyk und Timo Scheider. Den Einsatz der Fahrzeuge übernimmt das Audi Sport Team Abt Sportsline.

Auch die anderen fünf Audi-Werkscockpits sind hochkarätig besetzt: Oliver Jarvis (Großbritannien), Alexandre Prémat (Frankreich), Mike Rockenfeller und Markus Winkelhock (beide Deutschland) starten mit dem Meisterauto des Vorjahres für die Audi Sport Teams Phoenix und Rosberg, die Britin Katherine Legge im Audi Kundenteam Futurecom-TME mit einem A4 des Jahrgangs 2006. Das zweite Cockpit besetzt das Team selbst mit dem niederländischen, ehemaligen Formel-1-Piloten Christijan Albers.

„Unser Fahrerkader ist der stärkste, den wir in der DTM je hatten“, ist Dr. Ullrich überzeugt. „Unsere Fahrer waren 2007 mental und von der Fitness her schon auf einem sehr hohen Niveau. Sie haben sich aber noch einmal gesteigert, und die Mannschaft ist noch enger zusammengewachsen. Wir fühlen uns stark und als kompakte Einheit.“

Seit der Saison 2004 engagiert sich Audi werksseitig in der DTM und hat den prestigeträchtigen Titel bereits zweimal gewonnen. Parallel zur DTM bestreitet Audi mit dem Diesel-Sportwagen R10 TDI die 24 Stunden von Le Mans, die American-Le-Mans-Serie und die Le-Mans-Serie in Europa. Insgesamt fast 30 Renneinsätze bedeuten das umfangreichste und ehrgeizigste Motorsport-Programm in der Geschichte der AUDI AG. „Das ist eine große Herausforderung für Audi Sport – vom Umfang her genauso wie vom Inhalt“, sagt Dr. Ullrich. „Aufgrund unserer großen Erfolge der vergangenen Jahre ist die Konkurrenz besonders motiviert, zurückzuschlagen. Unser Ziel ist dennoch, die Titel erfolgreich zu verteidigen.“