Von 1990 bis 1992 und seit 2004 engagiert sich Audi werksseitig in der DTM. Aktuell erlebt die Marke damit ihre elfte Saison in der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Sechs Mal hat Audi in dieser Zeit als Werksteam den Titel gewonnen, hinzu kommt ein siebter Titel aus der Saison 2002, den das damalige Kundenteam Abt Sportsline mit einem Audi TT errungen hat. Das Ziel in dieser Saison ist ganz klar definiert: Nachdem man – im Anschluss an den Hattrick in den Jahren 2007 bis 2009 – in der letzten Saison auf den Titel verzichten musste, soll der Pokal 2011 wieder nach Ingolstadt und Neckarsulm zurückgeholt werden.
Dafür hat Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich den jüngsten und internationalsten DTM-Fahrerkader des Unternehmens zusammengestellt: Sechs der neun Fahrer – darunter die Champions Mattias Ekström und Timo Scheider – bildeten bereits zuvor das Aufgebot. Neu hinzugekommen sind der amtierende Meister der Formel 3 Euro Serie Edoardo Mortara, der Sieger des „Race of Champions“ 2010 Filipe Albuquerque und die charmante Schweizerin Rahel Frey, die als einzige Frau in der Geschichte des Motorsports einen Sieg in einem Formel-3-Rennen erringen konnte. Damit sinkt das Durchschnittsalter der aus sieben verschiedenen europäischen Nationen stammenden Fahrermannschaft vor Saisonbeginn auf 27 Jahre.
Der Einsatz der neun Audi A4 DTM durch die bewährten Mannschaften Audi Sport Team Abt Sportsline, Audi Sport Team Phoenix und Audi Sport Team Rosberg steht im Zeichen besonderer Effi zienz: Ein seit August 2009 geltender Entwicklungsstopp in der DTM garantiert weiterhin spannenden Sport auf höchstem Niveau, besitzt aber das Potenzial, die Einsatzkosten beträchtlich zu reduzieren. So setzen das Audi Sport Team Phoenix für Martin Tomczyk und Rahel Frey sowie das Audi Sport Team Rosberg für Edoardo Mortara und Filipe Albuquerque weiterhin die Modellgeneration 2008 des intern R14 genannten Audi A4 DTM ein. Auch das Audi Sport Team Abt Sportsline bereitet ein Exemplar dieser Generation für den „Rookie of the Year 2010“, Miguel Molina, vor. Die vier weiteren A4 DTM des Kemptener Teams für Timo Scheider, Oliver Jarvis, Mattias Ekström und Mike Rockenfeller repräsentieren die Modellgeneration R14 plus von 2009. „Mit dem Schritt, an dieser Stelle sinnvoll Kosten zu sparen, hat die DTM etwas Besonderes bewiesen“, betont Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Das Technische Reglement blieb grundsätzlich unverändert und die Rahmenbedingungen damit stabil. Dabei ein so erhebliches Einsparpotenzial zu eröffnen, gleichzeitig aber weiterhin erstklassigen Sport zu bieten, ist im Spitzen-Motorsport ein eher seltenes Phänomen.“
Am 1. Mai beginnt für Audi in Hockenheim das Unternehmen Titelkampf: Nach den Meisterschaftssiegen mit Mattias Ekström (2007) sowie Timo Scheider (2008 und 2009) will Audi den DTM-Pokal 2011 nach Ingolstadt und Neckarsulm zurückholen.