FIA F3 European Championship
Ab diesem Jahr ist die FIA Formel-3-Europameisterschaft die führende Nachwuchsserie im internationalen Formel-Rennsport.
Das Ziel der FIA ist es, die Europameisterschaft wieder als eigenständige Serie zu etablieren und damit die Formel 3 zu einem wichtigen Element im Lernprozess der Nachwuchsfahrer zu machen. Mit Veranstaltungen im Rahmen von internationalen Top-Rennserien können sich die Talente der Formel 3 auf großer Bühne präsentieren.
Der Kalender für die Saison 2013 besteht aus zehn Veranstaltungen in sechs europäischen Ländern. Durch Auftritte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Österreich wird die FIA Formel-3-Europameisterschaft ihrem internationalen Anspruch gerecht. Acht aktuelle oder ehemalige Formel-1-Renn- und Teststrecken – Monza (I), Silverstone (GB), Hockenheim (D), Brands Hatch (GB), der Red Bull Ring (A), der Nürburgring (D), Zandvoort (NL) und Paul Ricard (F) – sind im Kalender vertreten. Darüber hinaus steht mit dem Nürnberger Norisring ein traditionsreicher Stadtkurs auf dem Programm, dem die Formel 3 bereits seit mehr als 40 Jahren als regelmäßiger Gast treu ist. An sieben Wochenenden tritt die FIA Formel-3-Europameisterschaft zusammen mit der DTM an. Darüber hinaus gibt es jeweils eine Veranstaltung gemeinsam mit der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) sowie der französischen Serie GT Tour.
Seit Jahrzehnten gilt die Formel 3 als ideales Sprungbrett in die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1. Hier sammeln aufstrebende Talente nicht nur wertvolle Erfahrung im Rennsport, sondern lernen auch den Umgang mit der Technik. Da in der Formel 3, im Gegensatz zu vielen anderen Klassen, nicht mit Einheits-Chassis oder -Motoren gefahren wird, können die Fahrer ihre Autos zusammen mit Ingenieuren und Technikern im Rahmen des Technischen Reglements weiterentwickeln. Die späteren Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, Jenson Button, Lewis Hamilton, Michael Schumacher, Mika Häkkinen, Jacques Villeneuve, Damon Hill, Alain Prost, Nigel Mansell, Nelson Piquet und Ayrton Senna, um nur einige Beispiele aus den letzten drei Jahrzehnten zu nennen, stiegen über die Formel 3 in die Königsklasse des Motorsports auf. Der Weg von der Formel 3 führt jedoch nicht ausschließlich in die Formel 1. So setzten zum Beispiel Jamie Green, Roberto Merhi und Daniel Juncadella jeweils nach ihrem Titelgewinn in der Formel 3 Euro Serie ihre Karriere in der DTM fort. Auch Paul Di Resta stieg als Formel-3-Champion zunächst in die Tourenwagenserie auf, in der er vier Jahre später ebenfalls den Titel gewann, bevor der Schritt in die Formel 1 folgte.
Andere Fahrer, die bereits in der Formel 3 glänzen konnten, machen sich derzeit einen Namen auf der Langstrecke: Benoît Tréluyer, Marcel Fässler und André Lotterer, die zweimaligen Sieger der 10 Vorschau 24 Stunden von Le Mans (2011, 2012) und Gewinner der Fahrerwertung der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft im Jahr 2012.
Jedes Veranstaltungswochenende der FIA Formel-3-EM beginnt am Freitag mit einem Freien Training von fast zwei Stunden, unterbrochen durch eine Pause von fünf Minuten. Ebenfalls am Freitag stehen zwei 20-minütige Zeittrainings auf dem Programm. Auch hier gibt es eine Pause von fünf Minuten zwischen den beiden Durchgängen. Die schnellste Rundenzeit eines jeden Fahrers im ersten Zeittraining entscheidet über die Startplätze in Rennen eins, die zweitschnellste Rundenzeit im ersten Zeittraining bestimmt die Position in der Startaufstellung für Rennen zwei. Die schnellsten Rundenzeiten im zweiten Zeittraining sind die Basis für die Startaufstellung im dritten Rennen. In der Regel finden die ersten beiden Rennen am Samstag statt, der dritte Wertungslauf wird am Sonntag ausgefahren. Die Rennen gehen jeweils über eine Distanz von etwa 100 Kilometern oder eine maximale Zeitdauer von 35 Minuten. An jedem Rennwochenende gibt es eine Autogrammstunde mit allen Fahrern.
http://www.fiaf3europe.com
Porsche Carrera Cup Deutschland
Es ist bereits die 23. Saison des Porsche Carrera Cup Deutschland – und sie verspricht, besonders spannend zu werden. Dafür sorgen neben einem stark besetzten Starterfeld zahlreiche Neuerungen wie zwei Rennen pro Wochenende, ein höheres Preisgeld und eine Amateurwertung. Zwei Porsche-Junioren starten in ihre Ausbildung zum Profi rennfahrer. Ausgebaut wurde zudem die umfassende Berichterstattung in TV und Internet. Auch der Terminkalender enthält durchweg publikumsträchtige Veranstaltungen. Zu den Höhepunkten zählt das Gastspiel beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Damit hat Porsche die Attraktivität des schnellsten deutschen Markenpokals, der auch 2012 mit dem 450 PS starken Porsche 911 GT3 Cup ausgetragen wird, weiter erhöht. Der Start in die neue Saison erfolgt vom 27. bis 29. April auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.
Andrea Hagenbach, Leiterin des Porsche Carrera Cup Deutschland: „Mit den Neuerungen ist es uns gelungen, die Attraktivität unseres Traditionsmarkenpokals für alle Beteiligten weiter zu erhöhen. Ob Fahrer, Teams oder Zuschauer: Alle dürfen sich auf eine spannende Saison 2012 freuen – mit doppelt so vielen Sprintrennen an durchweg attraktiven Veranstaltungsorten.“
Zwei Sprintrennen statt eines am Wochenende – diese Neuerung erhöht die Fahrzeit und ist damit für Fahrer, Teams und Zuschauer gleichermaßen reizvoll. Während der erste Lauf am Samstag über 60 Rennkilometer führt, geht der zweite am Sonntag wie bisher über die 80-Kilometer-Distanz. Einen besonderen Anreiz bietet auch die Einführung einer B-Wertung für Amateure, zu deren Höhepunkten die eigene Siegerehrung zählt. Dank dieser Neuerung gehört auch wieder eine Rennfahrerin zum Starterfeld: die Dänin Christina Nielsen fährt für Farnbacher Racing. Für das fränkische Porsche-Team startete bereits ihr Vater einst in Le Mans. Das Ziel der 20-Jährigen: „Ich möchte die neue Amateurwertung gewinnen.“
Mit der ebenfalls neu eingeführten Rookie-Wertung winkt Neueinsteigern neben dem Imagegewinn ein extra Preisgeld. Porsche erhöht das Gesamtpreisgeld für 2012 um rund 100.000 Euro und schüttet damit mehr als eine halbe Million Euro an erfolgreiche Fahrer und Teams aus.
Zum Einsatz kommt auch in dieser Saison der Porsche 911 GT3 Cup. Mit mehr als 2.200 gebauten Exemplaren, die seit 1998 über mehrere Modellgenerationen an Motorsportkunden rund um den Globus ausgeliefert wurden, ist er der meistgebaute Rennwagen aller Zeiten und die unangefochtene Nummer Eins bei den Motorsport-Teams in aller Welt. Der Porsche 911 GT3 Cup des Modelljahres 2012 basiert auf dem Leichtbau-Straßensportwagen 911 GT3 RS (Typ 997). Der Motor des Rennwagens entspricht dabei weitgehend dem Serientriebwerk. Mit dem 911 GT3 RS teilt er sich auch die Spitzenleistung von 450 PS und die Maximaldrehzahl von 8.500/min. Eine Rennabgasanlage mit geregeltem Katalysator sorgt für einen möglichst geringen Schadstoffausstoß.
Unter den vorderen Verbreiterungen kommen Leichtmetallfelgen in der Größe 9,5Jx18 mit Michelin-Rennreifen der Dimension 25/64-18 zum Einsatz. Die Leichtmetallfelgen an der Hinterachse messen 12Jx18 mit Reifen in der Dimension 30/68-18. Die Schwertstabilisatoren an der Vorder- und Hinterachse sind beidseitig siebenfach verstellbar und erlauben damit eine äußerst präzise Abstimmung des Fahrzeugs auf die jeweiligen Rennstrecken. Das Cockpit des neuen 911 GT3 Cup orientiert sich an den Bedürfnissen des Fahrers. Die Bedienelemente für das Infodisplay finden sich am Lenkrad, das über insgesamt sechs Schalter verfügt. Zusätzlich zur Verstellung in Längsrichtung kann das Lenkrad wie beim Serienfahrzeug in der Höhe justiert werden.
Seit dem ersten Lauf in Zolder 1990 garantiert der Porsche Carrera Cup Deutschland spannende Rennen. Das Reglement stellt die Chancengleichheit für alle Fahrer sicher. Porsche verplombt den Motor aller 911 GT3 Cup. Die Teams dürfen lediglich am Fahrwerk Sturz, Spur, Standhöhe und Stabilisatoren sowie die Einstellung des Heckflügels in klar definierten Grenzen verändern.
www.porsche.de/carreracup/
Volkswagen Scirocco R-Cup
Wenn die Teilnehmer des Volkswagen Scirocco R-Cup in die Startaufstellung rollen, suchen sich auch gestandene DTM-Stars schnell den besten Platz an der Boxenmauer oder vor dem Bildschirm. Und es wird klar: Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich der umweltschonendste Markenpokal zu einem der großen Publikumslieblinge während des Rennwochenendes entwickelt. Grund dafür ist der packende Rennsport, den der Mix aus Talenten, Motorsport-Legenden und prominenten Gaststartern auf der Strecke zeigt. Dass der Volkswagen Scirocco R-Cup darüber hinaus mit seinem innovativen Bio-Erdgas-Antrieb 80 Prozent weniger CO2-Emissionen hinterlässt, macht das erfolgreiche Paket des Championats endgültig perfekt.
Absolute Chancengleichheit als oberste Maxime – das gilt für den Scirocco R-Cup ebenso wie schon für seine Vorgänger in der langen Volkswagen Markenpokal-Tradition. Lediglich Lenkrad- und Sitzposition sind variabel, ansonsten darf nur die Einstellung des Frontstabilisators und der Luftdruck der Reifen verstellt werden. Die Fahrzeuge können darüber hinaus von einer Veranstaltung zur nächsten getauscht werden. Das Konzept kommt an: Zum Einstieg in die Tourenwagen-Karriere können sich Talente zwischen 17 und 24 mit gleichem Material messen. Es zählt allein die Leistung und die Lernkurve und nicht das Budget.
Der Reiz des Kräftemessens lockt auch große Namen zurück ins Cockpit: regelmäßig ergänzen Motorsport-Legenden und Prominente das Starterfeld und sorgen so für das i-Tüpfelchen eines starken Events. Schon traditionell starten die Volkswagen-Markenpokale im Rahmenprogramm der populärsten internationalen Tourenwagenserie DTM, die 2012 mit dem Einstieg von BMW erneut eine Aufwertung erfährt. Mit durchschnittlich 63.000 Zuschauern, die 2011 das Geschehen von den Tribünen verfolgten, eine eindrucksvolle Kulisse – nicht nur für die Talente. Zehn Rennen bei acht Veranstaltungen stehen 2012 auf dem Programm. Nach dem Auftakt in Hockenheim reisen die Piloten unter anderem nach Brands Hatch, Spielberg oder an den Nürburgring. Zum Saisonhöhepunkt geht es auf den Norisring. Das Rennen in Oschersleben gilt aufgrund seiner Nähe zum Volkswagen-Stammsitz in Wolfsburg als Heimspiel für die ganze Mannschaft.
Das Wochenende des Scirocco R-Cup beginnt mit einem Freien Training am Freitagnachmittag und wird dann mit einem halbstündigen Qualifying am Samstagnachmittag nach dem Zeittraining der DTM fortgesetzt. Das Rennen startet dann als Abschluss des Samstags – gut so, denn direkt nach der Siegerehrung auf dem Podium treffen sich Gewinner und Verlierer zur gemeinsamen Legends-Party in der Volkswagen-Hospitality. Live-Musik und weitere Highlights: Der abendliche Ausklang steht der Renn-Action auf der Strecke in nichts nach. In Spielberg und Oschersleben wird am Sonntag noch ein zweites Rennen ausgetragen.
Der eingesetzte Zweiliter-Turbomotor leistet in der Cup-Version bis zu 202 kW (275 PS), sorgt dabei jedoch dank umweltschonender Technologie und dem Einsatz von Bio-Kraftstoff für 80 Prozent weniger CO2-Emission. Bio-Erdgas ist bei der Herstellung klimaneutral.
Innerhalb eines Rennens des Volkswagen Scirocco R-Cup erfolgen drei Wertungen: Junior-, Pro- und Legend-Cup. Dabei profitieren die Nachwuchs-Rennfahrer ganz direkt vom Kräftemessen mit den Routiniers: Fahrer aus den Volkswagen-Markenpokalen schafften in der Vergangenheit schon oft den Sprung in die DTM, die Tourenwagen-Weltmeisterschaft, den GT-Sport oder höherrangige Markenpokale. Das Starterfeld ist für alle drei Wertungen zusammen auf bis zu 30 Teilnehmer kalkuliert. 2012 treten 21 fest eingeschriebene Piloten im R-Cup an. In jedem Rennen kommen Legenden und Gaststarter dazu. Auch 2012 werden Volkswagen-Händler direkt in den Scirocco R-Cup eingebunden: mit der Händler-Wertung.
Dass ein Gaststart im Volkswagen Scirocco R-Cup nicht nur sportlich höchst anspruchsvoll, sondern auch ein großer Spaß ist, hat sich unter Prominenten aus Sport und Show schnell herumgesprochen. Highlights des Jahres 2012 waren beispielsweise das Skisprung-Duell Sven Hannawald gegen Andreas Morgenstern oder das Fußball-Spitzenspiel Karl-Heinz Riedle gegen Andreas Brehme. Fortsetzung folgt.