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António Félix da Costa

2016-11-21 13:15:00

Da Costa und Rosenqvist jubeln – Mortara und Müller im Pech

  • António Félix da Costa
  • Felix Rosenqvist
  • Edoardo Mortara

Für die fünf nach China gereisten DTM-Piloten, verlief der Macau Grand Prix 2016 extrem unterschiedlich. Während Edoardo Mortara und Nico Müller im Feld der GT-Boliden wiederholt heftige Bekanntschaft mit den Streckenbegrenzungen des engen Stadtkurses machten und enttäuscht, aber glücklicherweise unverletzt die Heimreise an traten, mischten António Félix da Costa, Felix Rosenqvist und Daniel Juncadella hingegen das Feld der Formel-3-Piloten gehörig auf. Félix da Costa holte vor Felix Rosenqvist den prestigeträchtigen Sieg auf dem Guia Circuit. Juncadella kam auf dem achten Rang ins Ziel.

Formel 3 World Cup
Für Félix da Costa war es der zweite Sieg in Macau. Der Portugiese durfte bereits 2012 einen Erfolg im Formel-3-Auto bejubeln. Dass er diesen nun wiederholen konnte, kam recht überraschend. Schließlich wurde ihm die Möglichkeit eines Starts erst wenige Tage zuvor angeboten. Félix da Costa sagte zu und war von Beginn an unter den Schnellsten Piloten. Nach dem Sieg im Qualirennen am Samstag duellierte er sich im Hauptrennen zunächst mit den jungen Talenten Callum Ilott und Sergio Sete Camara, letztere übernahm kurz nach dem Start sogar die zwischenzeitliche Führung.

Nach einem Safetycar-Einsatz schlug der Portugiese dann aber zurück. Beim Re-Start nutze der den Windschatten, eroberte sich die Führung von Sette Camara, vergrößerte den Abstand und siegte. „Ich hatte eine schwierige Saison. In den letzten Monaten lief es in meinen letzten DTM-Rennen jedoch besser. Super, das ich hier zum Schluss gewinnen konnte.“

Rosenqvist war vom sechsten Platz ins Rennen gestartet und setzt in der Folge alles auf eine Karte. Der Schwede attackierte bei jeder Gelegenheit und kassierte wenige Runden vor dem Ende Sette Camara für Platz zwei. „Ein Mega-Ergebnis, wenn man bedenkt, wo wir angefangen haben“, sagte Rosenqvist. „Ich habe am Ende Gas gegeben wie Hölle, aber es hat nicht ganz gereicht.“ Hinter Rosenqvist hatte Daniel Juncadella das Rennen von Rang sieben aufgenommen und überquerte die Ziellinie letztlich auf Platz acht.

GT World Cup
„Schon hart, dass ich mir bei meiner Premiere in Macau das Finale als Zuschauer ansehen muss“, postete Nico Müller auf seiner Facebook-Seite. Müller touchierte im Quali-Rennen am Samstag kurz nach dem Start die Streckenbegrenzung, beschädigte sein Fahrzeug und verlor aus diesem Grunde in der darauffolgenden Runde die Kontrolle über seinen Audi. Ein heftiger Einschlag war die Folge, der das Fahrzeug so schwer in Mitleidenschaft zog, dass an einen Start am Sonntag nicht mehr zu denken war.

Auch für Mortara begann das Quali-Rennen denkbar schlecht. Er drehte sich an Position zwei liegenden in der ersten Kurve des Renens und hatte dabei Glück, dass alle Mitkonkurrenten ausweichen konnten. Das Rennen war natürlich gelaufen, Mortara ging als 13. in das Hauptrennen am Sonntag. Da dieses nur vier Runden dauerte, war eine Aufholjagd nicht möglich. Nach heftigen Unfall von Laurens Vanthoor sahen sich die Verantwortlichen zum Abbruch gezwungen. Der verunfallte aber unverletzte Vanthoor wurde vor Kevin Estre und Maro Engel zum Sieger erklärt.

2016-11-18 08:45:00

Fünf DTM-Piloten kämpfen in Macau um den Sieg

  • Edoardo Mortara und Nico Müller gehen in Macau im Audi R8 an den Start.
  • António Félix da Costa möchte im Formel-3-Auto seinen Sieg aus dem Jahr 2012 wiederholen.
  • Auch Felix Rosenqvist und Daniel Juncadella haben dort bereits gewonnen. Rosenqvist geht als Titelverteidiger an den Start, ...
  • ... Juncadella gewann das Rennen im Jahr 2011.

Der Macau Grand Prix 2016 ist das zweitletzte große Motorsport-Highlight des Jahres. Seit Donnerstag (17. November) kämpfen die Piloten in GT3-, der Formel-3- und der Motorradklasse auf dem spektakulären Guia Circuit in den Training- und Qualifyingsessions um die besten Rundenzeiten, bevor am Sonntag die Rennen um den Formel 3 World Cup und den GT World Cup gestartet werden. Die Duelle in den engen Häuserschluchten der chinesischen Metropole lassen sich auch fünf  DTM-Piloten der Saison 2016 nicht entgehen. Das gilt vor allem für den ausgewiesenen Macau-Spezialisten Edoardo Mortara, der 2009 und 2010 im Formel-3-Auto siegte und in den darauffolgenden drei Jahren die GT-Klasse gewann.

Auch im Jahr 2016 ist der Italo-Schweizer nach den ersten beiden Tagen ganz vorne mit dabei. Bei seiner Abschiedsvorstellung für Audi – nach dem Rennen wechselt Mortara zum Konkurrenten Mercedes-Benz – setzte er am Donnerstag im Audi R8 hinter Porsche Pilot Earl Bamber die zweitschnellste Marke, bestätigte diesen Rang im zweiten Training am Freitag hinter Mercedes-AMG-Pilot, Vorjahressieger und Ex-DTM-Fahrer Maro Engel und legte im anschließenden Qualifying die Bestzeit nach. Noch-Markenkollege Nico Müller tut sich bei seinem Macau-Debüt noch ein wenig schwerer, tastet sich aber langsam an die Besten heran. Im ersten Training fuhr er die achtschnellste Zeit, wurde im zweiten Training als sechstschnellster gestoppt und fuhr im Qualifying auf Rang fünf.

Im Formel-3-Starterfeld finden sich drei DTM-Piloten der abgelaufenen Saison. Alle  drei haben das Rennen bereits gewonnen. Daniel Juncadella gewann 2011, Felix Rosenqvist in den Jahren 2014 und 2015 und António Félix da Costa im Jahr 2012. Nachdem Rosenqvist im ersten Training den besten Start erwischte und den Kurs am schnellsten umrundete (Juncadella, Platz 4; Félix da Costa, Platz 7), zeichnete Félix da Costa in der anschließenden ersten Qualifying-Session für die beste Runde verantwortlich (Rosenqvist, Platz 3; Juncadella, Platz 5). Am Freitag waren alle drei ebenfalls vorne mit dabei. Rosenqvist fuhr im zweiten Training auf Platz vier und im anschließenden zweiten Qualifying auf den achten Rang. Félix da Costa belegte die Plätze sieben und drei und Juncadella wurde als 16. und Elfter gezeitet.

Am Wochenende wird sich in Qualifikations- und Hauptrennen zeigen, was die Eindrücke der ersten beiden Tage in China Wert sind. Wenn ihr Interesse habt und frühes Aufstehen nicht scheut, könnt ihr die Läufe in China auf diesem Live-Stream verfolgen.

Die Quali-Rennen am Samstag (19. November):
GT World Cup ab 5:10 Uhr 
Formel 3 World Cup ab 6:50 Uhr

Die Hauptrennen am Sonntag (20. November):
GT World Cup ab 5:55 Uhr
Formel 3 World Cup ab 8:30

 

 

2016-10-24 14:00:00

Fahrstunden für fünf DTM-Piloten – Einsatz auf der Nordschleife

  • Lucas Auer, Felix Rosenqvist und Daniel Juncadella gingen auf der Nordschleife in einem Toyota GT86 an den Start.
  • Bruno Spengler und António Félix da Costa teilten sich einen BMW M235i Racing.

„Ich habe lange gebettelt, jetzt habe ich endlich die Freigabe bekommen.“ Lucas Auer durfte sich im Anschluss an die DTM-Saison 2016 einen Traum erfüllen: ein Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife absolvieren. „Ich bin zuvor einmal mit dem Privatwagen dort gefahren und es war atemberaubend. Es gab schon einige Passagen, die mir gehörig Respekt eingeflößt haben.“ Beim Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gab Auer am 22. Oktober seine Premiere im Rennmodus und war dabei nicht der einzige DTM-Fahrer, der sein Debüt auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs-Kurzanbindung und Nordschleife gab. Markenkollege Felix Rosenqvist erlebte gemeinsam mit Auer in einem Toyota GT86 - genauer gesagt in zweien - sein erstes Mal. Denn Rosenqvist und Auer bildeten  gemeinsam mit Daniel Juncadella ein Fahrertrio, das auf zwei Fahrzeugen gemeldet wurde. Hauptsächlicher Sinn und Zweck dieses Einsatzes: Erfahrungen und ausreichend Runden für den „Nordschleifen-Führerschein“ zu sammeln, die sogenannte DMSB Permit Nordschleife A.

Die drei Mercedes-AMG-Piloten trafen dabei auch auf die Konkurrenz der vergangenen DTM-Saison. Mit Bruno Spengler und António Félix da Costa waren zwei weitere DTM-Piloten am 22. Oktober in der Eifel vertreten. Die beiden BMW-Fahrer teilten sich mit Kuno Wittmer das Cockpit eines BMW 235i Racing. Für beide kein neues Gefühl. Spengler bestritt gemeinsam mit Wittmer im selben Auto bereits zwei Wochen zuvor einen VLN-Lauf. Félix da Costa erlebte seine Nordschleifen-Premiere Anfang September, als er mit dem Briten Ricky Collard ebenfalls in einem BMW M235i Racing an den Start ging. Nach der erneuten Teilnahme beim VLN-Finale haben die beiden BMW-Piloten die Mindestanforderungen – 18 Runden in mindestens zwei Rennen – für die DMSB Nordschleifen Permit A erfüllt und dürfen in Zukunft in den GT3-Boliden auf der Nordschleife an den Start gehen.

Gleiches gilt für Daniel Juncadella, der sein erstes VLN-Rennen wie Félix da Costa Anfang September absolvierte. Der Spanier startete damals in einem Porsche Cayman, ehe er am Samstag mit seinen DTM-Kollegen auf Zeitenjagd ging. Während Juncadella nach dem erneuten Einsatz ebenfalls den Nordschleifen-Führerschein sicher hat, müssen Auer und Rosenqvist noch einen weiteren Lauf in einem kleinen Auto absolvieren. „Das ist auch ganz gut so“, sagte Auer. „Man sollte die Strecke erstmal sehr gut kennen, bevor man sich an das Limit begibt.“ Trotz ‚Fahrstunden’ war das Mercedes-AMG-Trio schnell unterwegs. Auer, Juncadella und Rosenqvist fuhren in der Cup4-Klasse mit einem Auto auf Platz eins und pilotierten den anderen GT86 auf den vierten Rang – ein durchaus bemerkenswerter Einstand

 

2016-10-21 07:45:00

DTM-Saison 2016: Statistische Nachlese

  • Die meisten Plätze machte in den 18 Rennen Martin Tomczyk gut
  • Die meisten Führungsrunden drehte Edoardo Mortara
  • Der beste Rookie der Saison ist René Rast
  • Am häufigsten musste Christian Vietoris in der Saison 2016 die Box ansteuern

Das neunte Rennwochenende ist Geschichte und damit die DTM-Saison 2016. Auf dem Hockenheimring fielen alle Entscheidungen erst im dramatischen Finale am Sonntag: Marco Wittmann sicherte sich mit vier Punkten Vorsprung den Titel, Audi gewann die Hersteller- und die Teamwertung (Audi Abt Sportsline). DTM.com wirft einen Blick auf die Ereignisse der DTM-Saison 2016 zurück. In unserer statistischen Nachlese spielen unter anderem Führungsrunden und –kilometer, Pole-Positions aufgeholte Plätze und natürlich Siege eine Rolle.

Die meisten Pole-Positions der Saison holte Marco Wittmann (BMW): Ein kleiner Fingerzeig, warum Wittmann sich nach 18 Rennen zum Champion krönte. Dreimal durfte er von ganz vorne beginnen (Spielberg, Samstag/Moskau, Sonntag/Nürburgring, Samstag), dreimal nutze er seine Startposition zum Sieg. Auf den weiteren Plätzen dieser Statistik folgen Lucas Auer, Edoardo Mortara, António Félix da Costa und Jamie Green mit jeweils zwei Pole-Positions. Félix da Costa holte seine jeweiligen Bestzeiten beim Finale in Hockenheim – eine Doppel-Pole war noch keinem Piloten zuvor gelungen. Theoretisch wäre Auer dieses Kunststück bereits am Nürburgring geglückt, wo er in beiden Qualifyings die Bestzeit setzte. Doch eine Strafe verhinderte in der Eifel den Start von ganz vorne. Aufgrund dreier Verwarnungen musste Auer am Samstag vom fünften Platz das Rennen aufnehmen.

Die meisten Plätze machte in den 18 Rennen Martin Tomczyk (BMW) gut: Wenn man den jeweiligen Startplatz mit der Position im Ziel vergleicht, macht dem Rosenheimer keiner etwas vor. Satte 71 Plätze machte er in dieser Saison gut. Umso enttäuschender ist seine Ausbeute. Fünfmal fuhr er in die Punkte, sammelte 16 Zähler und belegt damit den 21. Platz in der Fahrerwertung. Auf Platz zwei dieser Statistik steht Paul Di Resta. Er machte insgesamt 36 Plätze in diesem Jahr gut und konnte wesentlich mehr Kapital aus seinen Aufholjagden schlagen. Der Schotte sammelte 116 Punkte (Platz sechs in der Fahrerwertung). Mit 34 gutgemachten Plätzen steht Maxime Martin auf Rang drei dieser Statistik. Der Belgier hat am Ende des Jahres 90 Punkte auf der Habenseite (Platz acht in der Fahrerwertung).

Am häufigsten musste Christian Vietoris (Mercedes-AMG) in der Saison 2016 die Box ansteuern: 15-mal bog der Gönnersdorfer von der Strecke ab und führt diese Negativstatistik an. Denn erfasst sind in dieser Wertung nicht nur die obligatorischen Stopps der Sonntagsrennen, sondern auch Drive-Through-Strafen, unplanmäßige Stopps und vorzeitiges Ausscheiden in der Box. Auf den weiteren Plätzen dieser Statistik stehen Jamie Green, Robert Wickens und Adrien Tambay mit jeweils 13 Boxenstopps.

Die meisten Führungsrunden drehte Edoardo Mortara (Audi): Mit deutlichem Abstand führt Wittmanns ärgster Titel-Rivale diese Wertung an. 136-mal überquerte er an der Spitze des Feldes die Start-Ziel-Linie und sammelte so natürlich auch die meisten Führungskilometer (529). Der Champion hat in beiden Statistiken deutlich das Nachsehen. Wittmann drehte 86 Runden (341 Kilometer) an der Spitze des Feldes. Mattias Ekström kam – trotz seiner Abwesenheit beim Finale - insgesamt auf 67 Führungsrunden (280 Kilometer) und belegt in dieser Statistik den dritten Rang.

Der beste Rookie der Saison ist René Rast (Audi): Mit Rast, Esteban Ocon und Felix Rosenqvist gaben drei Fahrer im Jahr 2016 ihr DTM-Debüt. Dass ausgerechnet Rast diesen Dreikampf für sich entscheidet, ist bemerkenswert. Schließlich absolvierte er lediglich drei Rennen. In Zandvoort fungierte er am Sonntag – völlig unvorbereitet reiste er in der Nacht an - als Ersatzmann für den verletzten Adrien Tambay, beim Finale vertrat er Mattias Ekström. Dort fuhr er am Samstag auf Platz sechs, sammelte acht Punkte und somit mehr Felix Rosenqvist (fünf Punkte) in acht und Esteban Ocon (zwei Punkte) in zehn Rennen.

Die meisten Top-Drei-Platzierungen erkämpfte sich Edoardo Mortara (Audi): Achtmal durfte der Italo-Schweizer 2016 auf dem Podium feiern, stand dabei fünfmal auf der obersten Stufe, was ebenfalls von keinem anderen Piloten zu toppen war. Marco Wittmann (drei Siege) und Jamie Green (ein Sieg) durften jeweils sechsmal Champagner versprühen, Robert Wickens durfte an fünf Siegerehrungen teilnehmen (zwei Siege).

Die Werte aller Fahrer findet ihr in unserer Saisonstatistik 2016.

Einen tieferen Einblick geben unsere statistischen Nachlesen zu den neun Rennwochenenden des Jahres 2016:

Auftakt: Statistische Nachlese – Teil 1
Auftakt: Statistische Nachlese – Teil 2

Spielberg: Statistische Nachlese – Teil 1
Spielberg: Statistische Nachlese – Teil 2

Lausitzring: Statistische Nachlese – Teil 1
Lausitzring: Statistische Nachlese – Teil 2

Norisring: Statistische Nachlese – Teil 1
Norisring: Statistische Nachlese – Teil 2

Zandvoort: Statistische Nachlese – Teil 1
Zandvoort: Statistische Nachlese – Teil 2

Moscow Raceway: Statistische Nachlese – Teil 1
Moscow Raceway: Statistische Nachlese – Teil 2

Nürburgring: Statistische Nachlese – Teil 1
Nürburgring: Statistische Nachlese – Teil 2

Hungaroring: Statistische Nachlese – Teil 1
Hungaroring: Statistische Nachlese – Teil 2

Finale in Hockenheim: Statistische Nachlese

2016-10-20 11:15:00

Finale in Hockenheim: Statistische Nachlese

  • Für die schnellsten Rundenzeiten des letzten DTM-Wochenendes der Saison 2016 zeichnete António Félix da Costa verantwortlich.
  • Paul Di Resta machte in beinen Rennen die meisten Plätze gut.
  • Maximilian Götz war gemeinsam mit...
  • ...René Rast der fleißigste Fahrer auf dem Hockenheimring.
  • Den schnellsten Boxenstopp absolvierte das BMW Team MTEK am Wagen von Bruno Spengler.

Das neunte Rennwochenende ist Geschichte und damit die DTM-Saison 2016. Auf dem Hockenheimring fielen alle Entscheidungen erst im dramatischen Finale am Sonntag: Marco Wittmann sicherte sich mit vier Punkten Vorsprung den Titel, Audi gewann die Hersteller- und die Teamwertung (Audi Abt Sportsline). Die beiden letzten Rennen des Jahres 2016 waren intensiv, spannend und boten Motorsport der aller ersten Güte. Miguel Molina gewann am Samstag vor Wittmann und Mortara. Am Sonntag holte Mortara seinen fünften Saisonsieg vor Christian Vietoris und Paul Di Resta. DTM.com wirft einen Blick auf die Ereignisse in Hockenheim zurück. In unserer statistischen Nachlese zum neunten DTM-Wochenende des Jahres gibt vor allem der Doppel-Pole-Mann António Félix da Costa den Ton an, der wie Martin Tomczyk und Timo Scheider die letzten DTM-Rennen seiner Karriere bestritt.

Den schnellsten Boxenstopp am Sonntag absolvierte das Team von Bruno Spengler (BMW): Es half ihm wenig, doch Spenglers Team leistete auf dem Hockenheimring die beste Arbeit in der Boxengasse. So durfte sich der Kanadier in Baden-Württemberg über den schnellsten Service an der Box freuen. Dank des guten Stopps benötigte Spengler im Sonntagsrennen von Boxenein- bis -ausfahrt 23,697 Sekunden – Bestwert für sein BMW Team MTEK. Den zweitschnellsten Stopp absolvierte das BMW Team RBM von Tom Blomqvist  (23,829 Sekunden). Dritter in dieser Statistik war das Audi Sport Team Phoenix – Timo Schieder verließ die Boxengasse nach 23,945 Sekunden. Auf Platz vier dieser Statistik kam Paul Di Resta mit seinem Mercedes-AMG DTM Team HWA (24,122 Sekunden).

Die schnellste Runde im Rennen gelang António Félix da Costa (BMW): Beim letzten DTM-Wochenende seiner Karriere drehte der Portugiese nicht nur in den Qualifyings richtig auf. Auf dem Hockenheimring setzte er im Samstagsrennen in seiner fünften Runde eine 1:34.500 Minuten-Runde – Bestwert. Der im Jahr 2014 von Martin Tomczyk aufgestellte Rekord (1:32.532 Minuten) blieb jedoch unerreicht. Auf den weiteren Plätzen dieser Statistik folgen Audi-Pilot Miguel Molina und Timo Glock. Molina gelang im Samstagsrennen, ebenfalls in der fünften Runde, eine Zeit von 1:34.544 Minuten, Glock gelang im Sonntagsrennen in seiner 30. Runde die schnellste Zeit 1:34.659 Minuten. Schnellster Mercedes-AMG-Fahrer wurde Gary Paffett, der ebenfalls am Sonntag, eine 1:34.757 Minuten-Runde (Runde 22) absolvierte.

Die meisten Runden des Wochenendes drehten Maximilian Götz (Mercedes-AMG) und René Rast (Audi): Beide umrundeten den 4,574 Kilometer langen Hockenheimring insgesamt 133-mal und legte am Wochenende auf diese Weise jeweils rund 608 Kilometer zurück. Den dritten Platz dieser Statistik belegt BMW-Pilot Bruno Spengler der 131 Runden (rund 599 Kilometer) absolvierte.

Die schnellste Runde des Wochenendes gelang António Félix da Costa (BMW): Der Portugiese fuhr nicht nur im ersten Qualifying allen anderen davon, setzt in diesem aber seine beste Runde auf dem Hockenheimring. Félix da Costa umrundete den Kurs in 1:32.344 Minuten und war damit so schnell wie kein anderer Pilot. Die zweitschnellste Zeit auf dem Hockenheimring gelang Audi-Fahrer Miguel Molina. Er fuhr im Samstagsqualifying hinter Félix da Costa in die erste Startreihe und benötigte für die 4,574 Kilometer lange Strecke 1:32.444 Minuten. Der dritte Platz dieser Wertung geht an Tom Blomqvist, der sich am Samstag mit einer Zeit von 1:32.508 Minuten den dritten Startplatz sicherte. Bester Mercedes-AMG-Pilot war Gary Paffett, der im Sonntagsqualifying 1:32.539 Minuten benötigte und damit vom zweiten Platz ins Rennen starten durfte.

Die meisten Plätze in beiden Rennen machte Paul Di Resta (Mercedes-AMG) gut: An beiden Tagen musste Di Resta außerhalb der Top-Ten in die Rennen starten und schaffte es trotzdem jeweils in die Punkte. Besonders beeindruckend seine Aufholjagd beim Finale. Der Schotte nahm vom 18. Platz das Rennen auf und feierte im Ziel auf dem Podium. Am Sonntag verbesserte er sich vom zwölften auf den zehnten Rang. Insgesamt holte er 17 Plätze auf – Bestwert. In den Qualifyings lief es für Audi-Pilot René Rast nicht viel besser. Am Samstag startete er beim ersten richtigen DTM-Wochenende seiner Karriere vom elften Platz und überquerte die Ziellinie als Sechster. Am Sonntag nahm er das Rennen von Platz 23 auf und kam als 17. ins Ziel. Elf Positionen machte er so gut und belegt in dieser Statistik Platz zwei. Der dritte Rang geht an den furios fahrenden Edoardo Mortara. Der Audi-Pilot gab alles, um Wittmann den Titel noch abzuluchsen. Am Samstag fuhr er von Platz acht auf drei, am Sonntag von Rang sechs zum Sieg und machte so zehn Plätze gut – der Titel ging dennoch an den Rivalen.

Die beste theoretische Runde in Hockenheim gelang António Félix da Costa (BMW): Addiert man die besten Sektorzeiten des Portugiesen während einer Session, hätte Félix da Costa ebenfalls die schnellste Runde des Wochenendes gezeitet. Er hätte im Samstagsqualifying theoretisch eine Zeit von 1:32.344 Minuten erreicht – Bestwert. Platz zwei dieser Wertung geht an Marco Wittmann (1:32.366 Minuten/Samstagsqualifying), Platz drei an Gary Paffett (1:32.392 Minuten/Sonntagsqualifying). Der beste Audi-Pilot, Miguel Molina, hätte den Kurs im Samstagsqualifying theoretisch nach 1:32.433 Minuten absolviert.

 

2016-10-16 16:30:00

Trauriger Sieger gratuliert Wittmann zum Titel

  • Edoardo Mortara überholte unter anderem seinen Konkurrenten Marco Wittmann und...
  • ...gewann das Finale.
  • Marco Wittmann aber feierte den Titel...
  • ...und ließ sich von seinem Team feiern.
  • Freude sieht anders aus: Moratra bei der Siegerehrung mit Christian Vietoris und Paul Di Resta.

Ein glücklicher Vierter und ein betrübter Sieger umarmten sich nach dem DTM-Finale auf dem Hockenheimring und zollten sich gegenseitig ihren Respekt. Das letzte Rennwochenende der DTM-Saison 2016 ließ keine Wünsche offen. Insgesamt 142.000 Fans strömten an die Strecke und wurden Zeuge zweier dramatischer, turbulenter Rennen und einem Titelkampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. Am Sonntagabend, nach 18 Läufen, nahm ein strahlender Marco Wittmann die Trophäe des Champions entgegen. „Mein zweiter DTM-Titel – einfach unglaublich. Im Jahr 2014 waren wir sehr dominant, in diesem Jahr musste ich verdammt hart kämpfen. Ein absolutes Wahnsinns-Jahr“, sagte der sichtlich erschöpfte Wittmann.

Der BMW-Pilot rettete vier Punkte auf seinen Rivalen Edoardo Mortara ins Ziel, mit dem er sich im letzten Lauf des Jahres einen direkten Schlagabtausch lieferte. Mortara absolvierte den Höllenritt, den er am Tag zuvor versprach. In seinem Audi RS 5 DTM zeigte er einmal mehr ein spektakuläres Rennen, eroberte im Duell gegen Wittmann nach sechs Runden die Führung und gab diese bis zur feuerwerksumsäumten Zieldurchfahrt nicht mehr ab. Dass sein fünfter Saisonsieg jedoch nicht zum Titel reichte, lag unter anderem auch daran, dass kein anderer Audi-Fahrer vorne mithalten konnte, um Wittmann im heutigen Rennen Punkte abzunehmen. „Ich bin einfach nur enttäuscht und traurig“, so Mortara. „Es gab einige unglückliche Situationen in diesem Jahr, die mich den Titel gekostet haben. Jetzt muss ich damit Leben.“

Wie schon am Samstag lieferten sich die beiden Titelaspiranten auf dem Hockenheimring einen dramatischen Schlagabtausch. Mortara erwischte einen schlechten Start, fiel auf den ersten Metern hinter Robert Wickens auf Platz sieben zurück, setzte dann aber sofort alles auf eine Karte und zog an Wickens und Maxime Martin für Platz fünf vorbei. Wittmanns Start verlief wesentlich besser. Als Dritter, vor Markenkollege Tom Blomqvist, erreichte er erstmals die Start-Ziel-Gerade. Doch der Puffer zwischen ihm und seinem Rivalen war bereits in der zweiten Runde Geschichte. Mortara ging in der Spitzkehre am Briten vorbei und nahm den Gesamtführenden ins Visier.

An der Spitze tat Gary Paffett das gleiche mit António Félix da Costa. Der Portugiese hatte seine Pole-Position gegen den Briten verteidigt, geriet aber immer mehr unter Druck. In der vierten Runde wollte Paffett zu viel und touchierte den BMW am Heck. Félix da Costa drehte sich von der Strecke, Paffett kassierte für sein Manöver eine Drive-Through-Strafe – plötzlich führten die beiden Titelrivalen das Rennen an. Nach sechs Runden setzte Mortara die entscheidende Attacke, zog an Wittmann nach der Spitzkehre vorbei und baute seinen Vorsprung sukzessive aus. „Es war wie im Krieg da draußen. Bei meinem Überholmanöver mit Tom kam es zu einigen, aus meiner Sicht unnötigen, Berührungen“, schildert Mortara den Verlauf seiner ersten Runden.

Im Schatten der beiden Titelaspiranten erwischten auch Christian Vietoris und Paul Di Resta einen hervorragenden Start ins Rennen. Nach Startplatz 18 fand sich der Schotte in der fünften Runde auf dem achten Platz wider, Vietoris hatte sich derweil vom neunten auf den vierten Platz verbessert. Beide Mercedes-AMG-Piloten wurden früh zum Boxenstopp gerufen – die Strategie zahlte sich aus. Als alle Piloten ihre Stopps absolvierten hatten, drehten Vietoris und Di Rasta vor Witmann auf den Plätzen zwei und drei ihre Runden und erreichten auf diesen Positionen auch das Ziel. „Nach unserem guten Start in die Saison, dem leider einige Enttäuschungen folgten, ist das ein sehr schöner Ausklang“, freute sich Vietoris, der bei der Siegerehrung am enthusiastischsten feierte. „Nach Startplatz 18 habe ich nie und nimmer mit so einem Ergebnis gerechnet. Schön, dass es so gut gelaufen ist. Das gibt Selbstvertrauen für das kommende Jahr“, sagte Di Resta.

Nach 28 Runden hatte sich Blomqvist hinter Wittmann zurückfallen lassen, um ihn zum vierten Platz zu verhelfen. Genau diese Schützenhilfe hätte durch Mortaras Markenkollegen erschwert werden können – schließlich hätte ein sechster Platz Wittmanns den Verlust der Gesamtführung bedeutet. Audi-Piloten waren jedoch weit und breit nicht zu sehen. Nach völlig verkorstem Qualifying startete der beste Audi hinter Mortara, Jamie Green, von Rang zehn, während BMW mit fünf Fahrzeugen aus den ersten vier Startreihen das Rennen aufnahm. Eine Situation, die sich auch während des Rennens nicht änderte: Green erreichte das Ziel als Achter. Da war es für Mortara und Audi nur ein schwacher Trost, dass sowohl der Hersteller- als auch der Teamtitel mit dem Audi Sport Team Abt Sportsline nach Ingolstadt gehen. Wittmann hingegen, will es bei seiner Titelparty auf dem Hockenheimring mächtig krachen lassen. „Heute Abend wird ordentlich gefeiert. Dass unsere Hospi den Abend überlebt, kann ich nicht versprechen!“

2016-10-16 11:45:00

Pole für Félix da Costa – Wittmann und Mortara in Reihe drei

António Félix da Costa

Zum zweite Mal an diesem Wochenende steht BMW-Pilot António Félix da Costa auf der Pole-Position. Der Portugiese, der heute sein letztes DTM-Rennen fährt, sicherte sich mit 1:32,525 Minuten den besten Startplatz. Neben ihm in der ersten Startreihe steht Gary Paffett im Mercedes-AMG C 63 DTM. Der Brite verpasste die Bestzeit von Félix da Costa um 00,014 Sekunden.

Nervenaufreibend war aber nicht der Kampf um die Pole-Position: Unfreiwillig war Edoardo Mortara – Zweitplatzierter in der DTM-Fahrerwertung und Verfolger von Marco Wittmann – Hauptdarsteller. Der Audi-Pilot beklagte im Qualifying Probleme mit der Lenkung und die Mechaniker arbeiteten in der 20-minütigen Session fieberhaft an seinem Audi RS 5 DTM. In seiner ersten gezeiteten Runde, nur wenige Minuten vor Ende des Qualifyings, fuhr er auf Anhieb vor Wittmann auf Platz fünf. Der konterte, verbesserte sich minimal und schob sich Mortara vorbei. In der Startaufstellung stehen die beiden Kandidaten nebeneinander in der dritten Startreihe auf den Positionen fünf und sechs – mit leichtem Vorteil für den um eine Position besser platzierten Wittmann.

Während Wittmann auf Schützenhilfe seiner Markenkollegen Tom Blomqvist und Maxime Martin auf den Startplätzen drei und vier hoffen kann, ist Mortara auf sich allein gestellt. Der nächstbeste Audi-Pilot ist Jamie Green auf Platz zehn. Dazwischen stehen Robert Wickens, Timo Glock und Christian Vietoris .

Die Entscheidung um den Titel des DTM-Champions fällt im 18. Saisonrennen. Start ist um 15:15 Uhr. Die ARD berichtet ab 15 Uhr live aus Hockenheim.

Stimmen nach dem Qualifying

António Félix da Costa, Platz 1, BMW: „Ein absolut fantastisches letztes Wochenenede meiner DTM-Karriere. Ich darf auch im zweiten Rennen von der Pole-Position starten – einfach perfekt. Es läuft einfach alles wie am Schnürchen. Das Auto fühlt sich großartig an und ist offensichtlich extrem schnell. Deshalb bin ich auch total entspannt und so kommt eines zum anderen. Jetzt will ich unbedingt das letzte DTM-Rennen meiner Karriere gewinnen und werde mächtig Gas geben. Ich hoffe, es läuft ein wenig besser, als gestern. Da haben die Reifen doch sehr stark abgebaut, was mich den Podiumsplatz gekostet hat.“

Gary Paffett, Platz 2, Mercedes-AMG: „Ich bin verdammt glücklich. Das Auto hat sich im Training heute Morgen schon gut angefühlt, im Qualifying war es einfach unglaublich. Wir haben nur winzige Kleinigkeiten geändert, die einen großen Effekt hatten. Ich war von Anfang an bei den schnellsten dabei und habe glücklicherweise auch eine sehr starke Runde in der zweiten Hälfte des Trainings erwischt. Ich habe zwar die Pole-Position um eine Hundertstelsekunde verpasst, bin aber natürlich trotzdem hochzufrieden. Der Sonntag gibt bisher sehr viel Selbstvertrauen und ich werde meine gute Ausgangsposition hoffentlich nutzen können, um einen tollen Saisonabschluss zu feiern.“

Tom Blomqvist, Platz 3, BMW: „Wieder der dritte Startrang – das macht mich natürlich glücklich. Jetzt hoffe ich, dass es im Rennen deutlich besser läuft. Am Samstag hatten wir doch einige Probleme, weshalb ich einige Plätze hergeben musste. Wir haben hart gearbeitet, dass es diesmal besser funktioniert. Auch im Sinne des Titelkampfs. Edo und Marco schenken sich ja nichts, jetzt starten sie auch noch in der gleichen Startreihe. Ich denke, wir haben aus den gestrigen Fehlern gelernt und werden vielleicht etwas überlegter mit dem DRS umgehen. Marco hat drei Markenkollegen vor sich, was ihm doch helfen sollte. Ich werde mein bestes geben, um ihm zu helfen und für mich persönlich ein gutes Resultat zu erzielen.“

Marco Wittmann, Platz 5, BMW: „Für die Zuschauer ist diese Ausgangslage natürlich perfekt, es wird mit Sicherheit spannend. Edo und ich wissen beide, was wir zu tun haben. Ich selber bin total entspannt. Alles läuft hier eigentlich nach Plan. Wir haben zwei starke Qualifyings abgeliefert, obwohl in beiden vielleicht sogar ein Tacken mehr drin gewesen wäre. Aber, ich stehe auf Platz fünf und bin vorne mit dabei – im Titelkampf natürlich extrem wichtig.“

Edoardo Mortara, Platz 6, Audi: „Unglaublich, wir haben an diesem Wochenende so viele Probleme, wie an keinem anderen in dieser Saison. Jetzt diese technischen Probleme im Qualifying. Dennoch habe ich es am Ende geschafft, ein gutes Resultat zu erzielen. Natürlich ist Marco jetzt im Vorteil und ich glaube ihm gerne, dass er ganz entspannt ist. Aber, noch ist hier nichts vorbei. Es gibt immer noch ein Rennen zu fahren, wir dürfen noch einmal fünf Kilogramm ausladen, während BMW fünf Kilo zuladen muss. Und so lange ich noch Chancen auf den Titel habe, werde ich alles versuchen und voll attackieren.

2016-10-16 10:15:00

Mortara deutlich schneller als Wittmann

  • Nico Müller eroberte erneut die Trainingsbestzeit.
  • António Félix Da Costa hält die starke Form beim letzten DTM-Wochenende seiner Karriere, fuhr als bester BMW-Pilot auf Platz fünf.
  • Paul Di Resta hält weiter die Mercedes-AMG-Fahne hoch, war erneut der beste Pilot seines Herstellers.

Nico Müller holt sich die zweite Trainingsbestzeit auf dem Hockenheimring. Nach der schnellsten Runde am Samstagmorgen, führte der Schweizer auch das Klassement am Sonntagmorgen nach dem dritten Freien Trainings des letzten DTM-Wochenendes des Jahres 2016 an. „Die Basis stimmt. Wir müssen jetzt einfach so weitermachen“, sagte Müller, dem eine 1:32.850 Minuten gelang. „Aber, man weiß ja nie inwieweit die Konkurrenz zum Qualifying noch zulegen kann.“ Die Basis stimmte auch erstmals an diesem Wochenende bei Edoardo Mortara. Der letzte verbleibende Herausforderer vom Gesamtführenden Marco Wittmann hatte bisher nur verkorste Trainings beim DTM-Finale erlebt, mischt am Sonntagmorgen aber von Beginn an ganz vorne mit. Letztlich reichte seine Zeit von 1:32.982 Minuten für den zweiten Platz. Während Mortara und seine Audi-Kollegen einen starken Eindruck hinterließen, zeigte Wittmann erstmals in Hockenheim scheinbare Schwäche, war knappe sieben Zehntelsekunden langsamer als Mortara und reihte sich auf dem 17. Platz ein.

Für Audi komplettierten Mike Rockenfeller (1:33.129 Minuten/Platz 3), René Rast (1:33.138 Minuten/Platz 4) – das nächste beeindruckende Resultat des Audi-Piloten, der in Hockenheim das erste DTM-Wochenende seiner Karriere bestreitet -, Jamie Green (1:33.204 Minuten/Platz 6) und Timo Scheider (1:33.289 Minuten/Platz 9) ein beachtliches Ergebnis. Als rund die Hälfte der Session absolviert war, präsentierten sich auch die Mercedes-AMG-Piloten widererstarkt – sieben Sternenfahrer platzierten sich zwischenzeitlich unter den ersten Elf. Letztlich aber schafften es nur Paul Di Resta (1:33.225 Minuten/Platz 7) und Gray Paffett (1:33.289 Minuten/Platz 10) unter die Top-Ten. António Félix da Costa (1:33.202 Minuten/Platz 5) und Tom Blomqvist (1:33.268 Minuten/Platz 8) waren die einzigen BMW-Piloten, denen das gelang.

Die Ergebnisse des dritten Freien Trainings sprechen somit klar für einen DTM-Champion Edoardo Mortara, der vor dem Finale 17 Punkte Rückstand auf den Gesamtführenden Marco Wittmann hat. Was der Eindruck des Sonntagsmorgens wert ist, wird sich im Qualifying (ab 12:55 Uhr) zeigen, wenn die 24 DTM-Piloten die Startplatzierungen für das Finale (ab 15:15 Uhr) untereinander ausfechten.  

2016-10-15 16:15:00

Mortara hält den Titelkampf offen - Molina siegt

  • Der Grundstein zu seinem Sieg: Miguel Molina gewann das Startduell gegen António Félix da Costa.
  • Marco Wittmann kam auf dem zweiten Rang ins Ziel, hat den Titel jedoch nicht sicher.
  • Weil Edoardo Mortara eine fulminante Aufholjagd lieferte.
  • So hatten alle drei Piloten auf dem Podium großen Grund zur Freude.

Hochspannend, spektakulär und in jeder Beziehung fair – das Samstagsrennen auf dem Hockenheimring bot den Fans Motorsport in Reinkultur. Der vorletzte Lauf der DTM-Saison 2016 war der vielleicht fesselndste des gesamten Jahres. Nach gut der Hälfte des Rennen sprach vieles für einen DTM-Champion Marco Wittmann – doch ein furios fahrender Edoardo Mortara verhagelte dem BMW-Piloten die vorgezogene Meisterfeier. Das mitreißende Duell der beiden Titelrivalen rückte beinahe die souveräne Fahrt von Miguel Molina in den Hintergrund. Der Spanier war vom zweiten Startplatz gestartet, gewann das Beschleunigungsduell gegen Pole-Setter António Félix da Costa und feierte nach 27 Runden einen ungefährdeten Sieg. „Mein sehr guter Start war der Schlüssel. Als ich vor António war, habe ich das Maximum aus dem Auto herausgeholt, um möglichst schnell eine Lücke zu reißen“, sagte Molina, dem das nach sechs Runden gelang. „Als mein Verfolger aus dem DRS-Fensters gefallen ist, war das für mich die halbe Miete. Für mich ist die DTM die beste Serie in der ganzen Welt. Hier jetzt den dritten Sieg meiner Karriere feiern zu dürfen, ist fantastisch und macht mich sehr stolz.“

Im gleichen Atemzug hatte er großen Anteil daran, dass die Entscheidung in der Fahrerwertung auf das große Finale am Sonntag vertagt wurde. Denn hinter ihm überquerte der Gesamtführende die Ziellinie. Marco Wittmann kam gut aus seiner Startbox, eroberte sich auf den ersten Metern den dritten Platz von Tom Blomqvist und durfte in der siebten Runde seinen Markenkollegen Félix da Costa für Rang zwei überholen. „Für mich lief es eigentlich optimal. Ich konnte mich um zwei Plätze verbessern und bin vor meinen Konkurrenten Edoardo und Jamie (Green, Anm. d. Red.) geblieben, was mein Hauptziel am heutigen Tag war“, sagte Wittmann. „Ich kann den Samstag also als Erfolg verbuchen, der mich sehr glücklich macht.“

Das Lächeln in seinem Gesicht hätte durchaus viel breiter ausfallen können. Bis zur 15. Runde fuhr Wittmann als virtueller DTM-Champion über den Hockenheimring. Denn Mortara war bereits nach dem Start in packende Positionskämpfe verwickelt. Unter anderem mit Timo Glock, hinter dem er sich nach mehreren kleineren Berührungen in den ersten beiden Runden zunächst als Achtplatzierter einreihte – zu wenig um noch Chancen auf den Titel zu haben. So hielt BMW zunächst alle Trümpfe in der Hand, lagen zwischen Wittmann und Mortara mit Félix da Costa, Blomqvist, Augusto Farfus und Glock gleich vier Münchener Piloten. Lediglich Mike Rockenfeller hätte Mortara als Fünfter noch Hilfe leisten können.

Beide Audi-Piloten setzten die jeweils vor ihnen fahrenden Konkurrenten unter Druck, verzichteten dabei jedoch weitestgehend auf den DRS-Einsatz. Ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Als Blomqvist, Farfus und Glock ihr DRS-Kontingent verbraucht hatten, schlug die Stunde vom Italo-Schweizer. Die Spitzkehre nach der Parabolika mutierte zu seinem bevorzugten Jagdrevier. In dieser überholte er in der 15. Runde Glock. In der 16. hatte Farfus das Nachsehen. In der 17. ließ Rockenfeller ihn passieren, ehe er in der 18. Runde Blomqvist für Platz vier überholte. Und Mortara fuhr weiter wie entfesselt, machte binnen sieben Runden knapp drei Sekunden auf Félix da Costa gut, obwohl dieser über massig DRS verfügte, und ergatterte sich in Runde 25 nach einem späten Bremsmanöver den dritten Rang – natürlich in der Spitzkehre. „Ich bin ruhig geblieben und habe auf meine Chance gewartet. Von Position acht auf drei zu fahren – einfach großartig. Toll, dass sich alle Beteiligten auf der Strecke extrem fair verhalten haben“, sagte ein völlig erschöpfter Mortara im Ziel. Fast hätte er auf den letzten drei Runden des Rennens sogar noch Wittmann für Platz zwei attackiert. Am Ende überquerte er rund eine Sekunde hinter seinem Konkurrenten die Ziellinie.

Während René Rast im zweiten DTM-Rennen seiner Karriere ein beachtliches Resultat feierte, vom elften auf den sechsten Platz nach vorne fuhr, hatte Mercedes-AMG am Samstag das Nachsehen. Paul Di Resta schaffte es auf Platz zehn, seine Markenkollegen landeten am Ende des Feldes. Dass Robert Wickens und Felix Rosenqvist das Rennen als einzige Teilnehmer vorzeitig aufgeben mussten, passte ins Bild. „Ein absolut frustrierendes Ergebnis für uns. Mir selbst hat der Speed gefehlt und als sich gegen Ende auch noch meine Tür plötzlich löste, musste ich aufgeben“, bilanzierte Wickens.

So nimmt Wittmann einen 17-Punkte-Vorsprung auf Mortara mit ins Finale am Sonntag (Qualifying, ab 12:55 Uhr/Rennen, ab 15:15 Uhr), während sich Jamie Green nach seinem achten Platz aus dem Titelrennen verabschiedet hat. „Ich werde wie ein Wahnsinniger kämpfen, schließlich habe ich doch nichts mehr zu verlieren – ich werde Marco die Hölle heiß machen“, verspricht Mortara. „Ich habe keinen Grund an irgendetwas zu zweifeln. Die drei Punkte, die ich heute gut gemacht habe, können morgen noch ganz wichtig werden“, sagt ein gelassener Wittmann.

 

 

2016-10-15 11:15:00

Starkes Qualifying von BMW – Félix da Costa auf der Pole

António Félix da Costa

Im vorletzten Qualifying seiner DTM-Karriere hat sich António Félix da Costa seine zweite Pole-Position gesichert. Im Samstagsqualifying für das 17. DTM-Saisonrennen fuhr der Portugiese im BMW M4 DTM mit 1:32,344 Minuten die schnellste Rundenzeit und startet im Rennen am Samstag vom besten Startplatz. Neben ihm in der ersten Startreihe steht Miguel Molina im Audi RS 5 DTM, der die Bestzeit von Félix da Costa um 0,100 Sekunden verpasste. Insgesamt schafften es sechs der acht BMW-Fahrer in die Top 10.

Die beiden Konkurrenten im DTM-Titelkampf, Marco Wittmann und Edoardo Mortara, starten im Rennen um 14:58 Uhr von den Positionen vier und acht. Jamie Green, der dritte Pilot mit rechnerischen Chancen auf den Titelgewinn, qualifizierte sich für Platz 14. Bestplatzierter Mercedes AMG-Pilot im 20-minütigen Qualifying war Paul Di Resta. Der DTM-Champion von 2010 steht in der sechsten Startreihe auf Platz zwölf vor Gary Paffett.

Das 17. DTM-Saisonrennen 2016 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg startet um 14:58 Uhr. Die ARD berichtet ab 14:30 Uhr live aus Hockenheim.

STIMMEN DER DREI BESTPLATZIERTEN FAHRER

António Félix da Costa, Platz 1, BMW: „Ein absolut fantastisches Ergebnis. Auf diese Weise in das letzte DTM-Wochenende meiner Karriere zu starten, macht mich überglücklich. Es ist ein verdammt wichtiger Tag für BMW und ich bin froh, dass ich schon einen kleinen Teil für den Kampf in den Gesamtwertungen beitragen konnte. Mein Auto und auch die meiner Teamkollegen scheinen hier wirklich sehr gut zu funktionieren, immerhin haben wir sechs Fahrer unter den besten Zehn. Es könnte ein richtig toller Tag werden. Jetzt heißt es im Rennen voll zu attackieren – es wäre ein Traum, am Ende meiner DTM-Karriere noch einen Sieg feiern zu können.“

Miguel Molina, Platz 2, Audi: „In jedem Rennen ist es wichtig, aus der ersten Startreihe zu starten. Heute, mit Blick auf die Gesamtwertungen, aber natürlich besonders. Am Morgen war ich mit dem Setup noch so gar nicht zufrieden, umso besser, dass wir die richtigen Änderung für das Qualifying vornehmen konnten. Ich habe wirklich eine mega gute Runde hingelegt, mehr war meiner Meinung nach nicht drin. Das freut mich auf der einen Seite. Auf der anderen muss man schon sagen, dass BMW so nur noch stärker wirkt. Ich hoffe sehr, dass ich und meine Markenkollegen mich gegen die behaupten können. Über die Renndistanz hat unser Auto in dieser Saison eigentlich immer sehr gut funktioniert, was mich zuversichtlich stimmt.“

Tom Blomqvist, Platz 3, BMW: „Ich hatte bisher eigentlich kein gutes Wochenende. Gestern lief es nicht wirklich, heute Morgen auch nicht und auch meine ersten Runden im Qualifying waren nicht toll. Wir haben daraufhin das Setup relativ radikal geändert, was glücklicherweise funktioniert hat. Ich hatte eigentlich kaum noch damit gerechnet, dass ich von soweit vorne starten könnte. Jetzt haben wir aus BMW-Sicht eine erstklassige Ausgangslage, die wir im Rennen hoffentlich nutzen werden.“

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