Die Beliebtheit der DTM bei Fans und Fahrern liegt nicht zuletzt an der Faszination, die von den DTM-Autos ausgeht. Der satte Sound der V8-Motoren, jede Menge Leistung, aber auch ein Höchstmaß an Sicherheit gehören zum Konzept der Fahrzeuge. Von Anfang an war es das Ziel, in der DTM faszinierenden Motorsport bei einem gleichzeitig kostengünstigen Reglement zu gewährleisten. Ein kluges Konzept mit Einheitsbauteilen wie Getriebe, Bremsen, Heckflügelprofil und Kardanwelle und ein Verbot von kostspieligen Materialien und elektronischen Fahrhilfen sind Garanten dafür.
Das Reglement in der DTM schreibt für alle Fahrzeuge Vierliter-V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad vor. Während der gesamten Saison dürfen jeweils zwei DTM-Teilnehmer insgesamt nur drei Motoren einsetzen, die vor Saisonbeginn verplombt werden. Turboaufladung ist verboten, zwei Luftmengenbegrenzer mit einem Durchmesser von je 28 Millimeter sorgen dafür, dass der Motor nicht zu stark belastet wird.
Dennoch ist die Leistung der DTM-Triebwerke von Audi und Mercedes-Benz mit jeweils rund 480 PS beachtlich.
Die Basisgewichte wurden zu Saisonbeginn vorläufig wie folgt festgelegt: für aktuelle Fahrzeuge auf 1.050 Kilogramm, Autos aus der Saison 2007 gehen mit 1.040 Kilogramm an den Start, Fahrzeuge der Generation 2006 wiegen 1.030 Kilogramm.
Die Fahrzeuggewichte gelten jeweils inklusive Fahrer in kompletter Rennbekleidung. Mit einem ausgeklügelten Handikap-System für Zusatzgewichte wird zwischen den DTM-Herstellern und den Fahrzeugen der jeweiligen Jahrgänge Chancengleichheit ermöglicht.
Für bestmögliche Sicherheit ist im Cockpit eine Sicherheitszelle aus Kohlefaser integriert, außerdem hat jedes Auto Crashstrukturen im Front- und Heckbereich. Seit 2002 ist bereits das Head-And-Neck-Support-System (HANS-System) für alle Fahrer in der DTM vorgeschrieben.

Pflicht-Boxenstopps: Die DTM-Rennen werden ab 2008 durch die Einführung eines deutlicher als bislang definierten Fensters für Boxenstopps übersichtlicher. Die einzelnen Läufe über je etwa 160 Kilometer werden dazu in drei Renndrittel eingeteilt. Die beiden Pflichtboxenstopps mit Reifenwechsel und Möglichkeit zum Nachtanken müssen im mittleren Renndrittel absolviert werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die bis 2006 geltenden Bestimmungen zum Safety-Car-Einsatz wieder eingeführt, damit die Pflichtboxenstopps auch während einer Safety-Car-Phase durchgeführt werden können. So wird gewährleistet, dass auch ein Einsatz des Safety-Cars zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht alle Fahrzeuge die obligatorischen Boxenstopps durchgeführt haben, nicht zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führt.
Punktesystem: Die Punkte für die Plätze eins bis acht eines DTM-Rennens werden genau wie in der Formel 1 und vielen anderen Rennserien gemäß FIA-Schlüssel 10-8-6-5-4-3-2-1 vergeben. Es gibt keine Streichresultate.
Reifen: Jeder Fahrer hat für ein gesamtes Rennwochenende inklusive aller Trainings zwölf Satz Trockenreifen Dunlop SP Sport Maxx zur Verfügung. Mit Beginn dieser Saison wurde die Anzahl der Satz Trockenreifen für Qualifying und Rennen um einen Satz auf sechs reduziert. Die Anzahl der Regenreifen ist für das Zeittraining und das Rennen auf drei Sätze limitiert. Für die Tests am Freitag gibt es keine Vorschrift, wie viele genutzt werden dürfen. Regenreifen dürfen jedoch nur verwendet werden, wenn die Rennleitung im Qualifying oder Rennen die Benutzung von Regenreifen erlaubt.
Rennunterbrechung: Seit 2005 wird ein DTM-Rennen bei schweren Zwischenfällen nicht mehr abgebrochen. Es erfolgt lediglich eine Unterbrechung, bei der die Fahrzeuge hinter dem Führenden in einer Reihe vor der Ziellinie anhalten. Zur Wiederaufnahme des Rennens wird das Safety-Car eingesetzt. Dieses führt die Teilnehmer eine Runde um die Rennstrecke, am Ende dieser Runde wird das Rennen an der Startlinie wieder freigegeben.
Safety-Car: Das Safety-Car wird abwechselnd von den in der DTM engagierten Herstellern gestellt. Es wird eingesetzt, um Rennabbrüche zu vermeiden. Wenn die Anweisung zum Einsatz des Safety-Car gegeben wird, zeigen alle Streckenposten bis zum Ende des Einsatzes geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild „SC“. Das Safety-Car fährt mit eingeschalteten gelb-orangen Leuchten auf die Strecke und setzt sich vor das führende Auto. Während einer Safety-Car-Phase darf nicht überholt werden.
Start: Der Start erfolgt in der DTM stehend. Die Startaufstellung erfolgt in Startreihen, die 1 x 1 versetzt sind. Der Abstand zwischen den Startreihen beträgt jeweils acht Meter. Vor dem Start wird eine Einführungsrunde absolviert, bei der die Rennwagen in der Reihenfolge der Startaufstellung eine Runde vor dem offiziellen Rennstart um den Kurs fahren. Die Fahrer bringen dabei ihre Reifen und Bremsen auf Betriebstemperatur. Überholen ist verboten. Wer dagegen verstößt, erhält eine Zeitstrafe.
Teamorder: Um auch weiterhin ein hohes Maß an sportlicher Fairness bei den Rennen der DTM zu garantieren, wird ab 2008 jede Form von „Stallregie“ verboten, um eine Verzerrung des Wettbewerbs zu verhindern. Das Reglement 2008 führt explizit aus: „Stallregie (Teamorder), die das Rennergebnis verfälscht, ist verboten.“
Tempolimit: Während der gesamten Veranstaltung beträgt die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse 80 km/h. Ausnahmen gibt es für die besonders engen Boxengassen wie die am Norisring in Nürnberg und in Zandvoort (jeweils nur 60 km/h).

Testfahrten: Die Anzahl der Testtage ist in der DTM streng limitiert.
Warm-up: 2008 findet das Warm-up nicht mehr am Sonntagmorgen statt, sondern kurz vor Rennbeginn. Ab 13:05 Uhr haben die Piloten und Teams zehn Minuten Zeit, die letzten Einstellungen am Fahrzeug zu kontrollieren und noch einmal die Boxenstopps zu trainieren.
Wertungen: In der DTM gibt es zwei Jahreswertungen. Der Titel „DTM Champion“ wird am Ende der Saison an den Fahrer vergeben, der die höchste Punktzahl erreicht hat. Der Titel „DTM Team-Meister“ wird an das Team vergeben, dessen zwei Fahrer in der Addition die meisten Punkte haben.
Zusatzgewichte: Mit einem ausgeklügelten Handikap-System für Zusatzgewichte wird zwischen den DTM-Herstellern und den Fahrzeugen der jeweiligen Jahrgänge Chancengleichheit ermöglicht.