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Technisches Reglement 2008

Im Jahr 2008 geht mit dem neunten Jahr der „neuen“ DTM auch das bewährte Reglement mit V8-Motoren und zahlreichen einheitlichen Bauteilen in die neunte Runde.

Acht höchst spannende Jahre und sportliche Leckerbissen mit knappen Entscheidungen hat die „neue“ DTM seit ihrem Comeback im Jahr 2000 ihren Fans geboten. Einen großen Anteil am ausgeglichenen Wettbewerb hat das technische Konzept der DTM. In der Saison 2008 – im neunten Jahr – ist das Regelwerk nahezu unverändert und immer noch „up to date“. Kennzeichen DTM: Hightech-Sport zu überschaubaren Kosten bildet unverändert das Erfolgsrezept.

Faszinierende, hochentwickelte Tourenwagen und preisgünstiger Einsatz für die Teams schließen sich nicht gegenseitig aus: Neben vielen Freiheiten – beispielsweise in Sachen Fahrwerk – ist die Kreativität der Ingenieure bei sequenziellem Getriebe, Kohlefaser-Bremsen, Motorelektronik von Bosch, Kardanwelle und Reifen beschränkt. Diese Komponenten sind für die Hersteller einheitlich vorgeschrieben.

Als Antriebskonzept ist Heckantrieb ebenso Pflicht wie die individuell entwickelten Vierliter-V8-Triebwerke, die mehr als 480 PS leisten. Die Außenhaut der mit aerodynamischen Anbauteilen bullig anmutenden DTM-Boliden besteht aus hochfester, aber extrem leichter Kohlefaser – dem Allzweck-Werkstoff im professionellen Motorsport.

Auch bei Sicherheitsfragen kommt der Verbundwerkstoff zu Einsatz. Sicherheitsstrukturen wie ein Formel-1-ähnliches Monocoque und Crash-Boxen aus Carbon sowie etwa 28 Meter hochfester Flugzeugstahl als Gitter-Rohrrahmen sorgen für einen sicheren Arbeitsplatz der Piloten.

2008 kommt es erneut zum Aufeinandertreffengleich dreier Fahrzeuggenerationen. Neben Autos 2008er- stehen auch jene 2007er- und 2006er- Jahrgangs in der Startaufstellung. Eine ausgeklügelte Einstufung der Basisgewichte und ein Handikap-System mit Zusatzgewichten sorgen für nivellierte Kräfteverhältnisse. d

Motoren: In der DTM sind nur V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad, maximal vier Liter Hubraum und maximal vier Ventilen pro Zylinder zugelassen. Das Ansaugsystem muss mit zwei Luftbegrenzern mit maximal je 28 mm Durchmesser ausgestattet sein. Zwei Wochen vor Saisonbeginn werden drei Motoren für jeweils zwei eingeschriebene Teilnehmer verplombt, die sich die Motoren über die gesamte Saison teilen müssen. Die Leistung eines DTM-Triebwerks liegt bei rund 470 PS.

Audi A4 DTM und AMG Mercedes C-Klasse
Audi A4 DTM und AMG Mercedes C-Klasse

Getriebe: In der DTM sind nur zwei verschiedene Getriebe-Differenzial-Einheiten zugelassen, die von den Herstellern Hewland und X-trac stammen.

Reifen: Die Reifen werden exklusiv von Dunlop gestellt. An der Vorderachse kommen Dunlop SP Sport Maxx der Größe 265/660 R18 zum Einsatz, an der Hinterachse 280/660 R18.

Bremsen: Die Kohlefaser-Bremsen kommen ebenso wie Bremsklötze und Bremssättel für alle Teams von einem einheitlichen Hersteller (AP). Während einer Saison teilen sich zwei Fahrer jeweils sechs Satz Bremsscheiben für die Vorder- und sechs für die Hinterachse.

Kraftstoff: Es darf nur der für die jeweilige Veranstaltung vorgeschriebene Kraftstoff (ARAL Ultimate 100) verwendet werden.

Dunlop rüstet alle Fahrzeuge exklusiv aus
Dunlop rüstet alle Fahrzeuge exklusiv aus

Elektronik: Alle DTM-Fahrzeuge arbeiten mit einem einheitlichen Steuergerät der Firma Bosch. Datenübertragung während der Fahrt ist verboten.

Gewicht: Das Mindestgewicht eines DTM-Fahrzeugs inklusive Fahrer, Anzug und Helm beträgt bei 2008er-Autos 1.050 Kilogramm. 2007er-Fahrzeuge dürfen 1.040 Kilogramm, 2006er 1.030 Kilogramm wiegen. So wurden die Gewichte vor Saisonbeginn vorläufig festgelegt, die Regelmacher behalten sich eine Anpassung nach den ersten Rennen vor.

Sicherheit: Den Fahrer umgibt im Cockpit eine Sicherheitszelle aus Kohlefaser. Jedes Fahrzeug ist zudem mit Crashstrukturen vorn und hinten ausgestattet. Bereits seit 2002 ist zudem das System „HANS“ (Head and Neck Support) Pflicht.