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Eventguide
2017 Budapest Rennstrecke

History

Der Hungaroring ist eine geschichtsträchtige Strecke. Als sie im Jahr 1986 nordöstlich von Budapest fertiggestellt wurde, fand dort der erste Große Preis von Ungarn statt – die Formel 1 war der erste Gast. Zugleich war es der erste Grand-Prix, der während des kalten Krieges in einem kommunistischen Land ausgetragen wurde. Nelson Piquet setzte sich im Williams Honda beim Debüt die Krone auf und konnte seinen Erfolg im Jahr darauf wiederholen. Zwei Jahre nach dem ersten Grand-Prix nahe der ungarischen Hauptstadt gab auch die DTM ihr erstes Gastspiel auf dem Hungaroring.

Einer, der sich auf Anhieb in Ungarn wohlfühlte, war Jonny Cecotto. In seinem Mercedes 190E dominierte er 1988 beide Rennen – damals absolvierten die DTM-Piloten noch zwei Läufe an einem Tag. Den ersten Lauf entschied er vor seinem Markenkollegen Kurt Thiim und Klaus Niedzwiedz im Ford Sierra Cosworth für sich. Beide erwiesen sich auch im zweiten Rennen als die härtesten Konkurrenten des Venezolaners, Niedzwiedz wurde Zweiter, Thiim Dritter. 

Es dauerte 26 Jahre, ehe die DTM nach Ungarn zurückkehrte. Von der Mercedes-Überlegenheit aus dem Jahr 1988 war nicht mehr viel geblieben. Die Stuttgarter fuhren im Jahr 2014 chancenlos hinterher, während BMW-Pilot Marco Wittmann wichtige Punkte auf seinem Weg zum Titel sammelte. Wittmann gewann vor Miguel Molina (Audi) und Markenkollege Bruno Spengler setzte sich am dritten Rennwochenende der Saison 2014 auf den ersten Rang der Fahrerwertung und gab diesen bis zum Finale in Hockenheim nicht mehr her. 

Nach einjähriger Pause kehrte die DTM 2016 in das „Paris des Ostens“ zurück. Dieses Mal gab Audi klar den Ton an. Mattias Ekström stellte in 1:36, 538 Minuten einen neuen Rundenrekord auf und gewann ein Rennen. Markenkollege Edoardo Mortara hatte zwei Mal die Pole-Position inne und gewann ebenfalls ein Rennen.

Streckenvorstellung

Inmitten einer schönen, aber staubigen Hügellandschaft eingebettet liegt der Hungaroring. Der 4,381 Kilometer lange Kurs ist in der Motorsportwelt bestens bekannt. Er befindet sich am Rande der Gemeinde Mogyoród, nordöstlich von Budapest und in der Nähe von Gödöllő. Seit der Saison 1986 gastiert regelmäßig die Formel 1 im Rahmen des Großen Preises von Ungarn dort. Das Rennen von 1986 war der erste GP während des Kalten Krieges, der in einem kommunistischen Land ausgetragen wurde. Im Zuge des Neubaus der Strecke 1985 durch den ungarischen Staat für 7,67 Millionen Euro wurde auch ein Erlebnispark errichtet (Hungaroring Adventure Park). Die Strecke liegt zirka 19 km entfernt vom Budapester Zentrum. In einem Tal gelegen sind 80 Prozent der Strecke von den rund 50 Hektar Tribünen zu sehen. Durch diese ideale Lage wird der Hungaroring auch oft als flacher Teller bezeichnet. 2016 wurde die gesamte Strecke neu asphaltiert, die zuvor charakteristischen Bodenwellen sind nun nahezu verschwunden. Der Hungaroring zählt zu den Strecken, auf denen das Überholen besonders schwierig ist. Abgesehen von der Start-Ziel-Geraden und dem folgenden Geradeaus-Stück lässt die Strecke wenig Platz für verschiedene Linienwahlen. Besonders der Mittelsektor verlangt präzises Fahren und ein sehr gut liegendes Auto. „Der kleinste Fehler in diesem Abschnitt hat erhebliche Auswirkungen. Da gibt es viele Kurven. Erwischst du eine nicht richtig, wirkt sich das auch auf die folgenden drei, vier Kurven aus“, sagt Mercedes-AMG-Pilot Robert Wickens.

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