24h Daytona

DTM-Stars bei 24-Stunden Thriller von Daytona

Das 24-Stunden-Rennen von Daytona ist traditionell der Auftakt der internationalen Rennsportsaison. Bei angenehmen Temperaturen in Florida, einem hochkarätigen Starterfeld und tollem, spektakulärem Rennsport könnte man sich kaum einen besseren Start wünschen.

Beim Langstreckenklassiker hatten auch zahlreiche ehemalige und aktuelle DTM-Fahrer die Gelegenheit, endlich mal wieder ein Rennen zu bestreiten. Für viele war die Winterpause ja doch schon wieder recht lang...

Hier unsere Zusammenfassung der 58. Auflage des Rennens, bei der wir uns natürlich auf die DTM konzentrieren:

Oliver Jarvis startete fulminant ins Rennwochenende. Der Brite, der von 2008 bis Ende 2011 für Audi in der DTM fuhr, sicherte sich im zweiten Jahr in Folge im Mazda-DPi die Pole-Position. Im Rennen belegten Jarvis und seine Teamkollegen Rang zwei hinter dem siegreichen WTR-Cadillac, der mit Renger van der Zande, Scott Dixon, Ryan Briscoe und Kamui Kobayashi 833 Runden absolvierte – eine Rekorddistanz.

Van der Zande, der auch im Vorjahr bereits Teil des Siegerteams war, fuhr 2011 für Mercedes in der DTM. Ex-F1-Fahrer Kobayashi, jetzt ebenfalls ein zweimaliger Daytona-Sieger, erhielt im November des vergangenen Jahres einen ersten Eindruck von der DTM, als er beim jetzt schon legendären ‚Dream Race’ in Fuji für BMW an den Start ging.

Audi-Stammfahrer Loïc Duval erreichte von den aktuellen DTM-Fahrern die beste Platzierung. Der Franzose und seine Teamkollegen Sébastien Bourdais und João Barbosa kämpften regelmäßig um die Spitze und belegten im JDC-Miller-MotorSports-Cadillac schließlich Platz drei.

Auch der aktuelle IMSA-Titelverteidiger in der Klasse der Prototypen, Juan Pablo Montoya, der im Penske-Acura Platz vier belegte, verfügt über DTM-Erfahrung: 1996 startete er beim ITC-Rennwochenende in Silverstone als Ersatz für den verletzten Jan Magnussen.

Der ehemalige Audi-DTM-Fahrer Filipe Albuquerque aus Portugal wurde im Whelen-Engineering-Cadillac auf Rang sieben gewertet.

Die makellose Leistung von Augusto Farfus & Team wurde mit dem GTLM Sieg belohnt

BMW gewann in Daytona zum zweiten Mal in Folge die GTLM-Klasse mit Ex-DTM-Fahrer Augusto Farfus, Jesse Krohn, John Edwards und Chaz Mostert. Auch für Farfus war es eine Wiederholung seines Erfolgs an gleicher Stelle im Jahr 2019. Der Brasilianer war erstaunt über seinen Sieg: „Ich bin sprachlos“, sagte er. „Das war das beste 24-Stunden-Rennen, das ich in meinem Leben gefahren bin. Es war extrem schnell, extrem eng, es gab keinen Raum für Fehler. Wir haben ein perfektes Rennen abgeliefert: Team, Strategie, Fahrer, Mechaniker.“

Der andere BMW, gefahren vom DTM-Champion des Jahres 2012 Bruno Spengler, dem aktuellen DTM-Fahrer Philipp Eng sowie Connor de Phillippi und Colton Herta verlor bereits im ersten Rennviertel Zeit, nachdem Trümmerteile eines anderen Fahrzeugs eine Ölleitung beschädigt hatten. Das Quartett belegte Rang fünf in der Klasse, zwei Plätze vor der Corvette mit der Startnummer 4, mit der unter anderem der Schweizer Marcel Fässler an den Start ging. Dieser fuhr einst für Mercedes und Opel in der DTM. Eng sah die Situation pragmatisch: „Schade, was unserem Fahrzeug passiert ist. Aber so etwas passiert. Nächstes Mal greifen wir wieder an!“

DTM-Champion Bruno Spengler und Philipp Eng hatten großes Pech. In der Anfangsphase des Rennens beschädigten Trümmerteile eines anderen Fahrzeugs eine Ölleitung

Mehrere Fahrer mit DTM-Erfahrung gingen in der GTD-Klasse an den Start. Mit Klassenrang fünf im Porsche 911 des Teams Black Swan Racing erreichte Jeroen Bleekemolen, ein ehemaliger Opel-DTM-Fahrer, von ihnen das beste Ergebnis.

Der GEAR-Racing-Lamborghini mit einem reinen Damenteam, das auch die beiden Ex-DTM-Fahrerinnen Rahel Frey aus der Schweiz und Katherine Legge aus Großbritannien umfasste, zog jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Mit dem auffälligen, von Comics inspirierten Fahrzeugdesign war das Auto bei den Fans sehr beliebt. Das Team verlor bereits in der Anfangsphase Zeit durch ein Problem mit der Ölversorgung und fiel schließlich nach einem Fahrzeugbrand aus.

Rahel Frey (links) und Katherine Legge traten als reines Frauenteam an

Pedro Lamy und Mathias Lauda, die beide für Mercedes in der DTM fuhren, gehörten zur Fahrerbesetzung eines Aston Martin in der GTD-Klasse. Das Auto fiel jedoch wegen Schaden nach einer Kollision aus.

Und dann war da noch das belgische Team WRT, das zwei Audi in der DTM einsetzt. In Daytona brachte die Mannschaft unter der Bewerbung ‚WRT Speedstar Audi Sport’ einen Audi R8 an den Start. Das Auto mischte munter um den Klassensieg mit und fuhr schließlich auf Rang drei ins Ziel.

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