45 Minuten Poker voll Dramatik | DTM
2002-08-03 16:17:38

45 Minuten Poker voll Dramatik

Nervenstärke, die richtige Strategie – und eine Portion Glück: Das benötigten die DTM-Fahrer beim Zeittraining zum siebten DTM-Lauf auf dem Nürburgring. Am Ende von 45 spannenden Minuten auf abtrocknender Strecke und mit der Rekordanzahl von 15 Führungswechseln, konnte erstmals in dieser Saison Uwe Alzen die Bestzeit markieren. Der Vizemeister des vergangenen Jahres wird im Mercedes-Benz CLK-DTM das Qualifikationsrennen am Sonntag (live ab 13.45 Uhr, ARD) von der Spitze aus in Angriff nehmen, gefolgt von Laurent Aiello (Abt-Audi TT-R), Bernd Schneider und Marcel Fässler (beide Mercedes-Benz). Alain Menu komplettiert die Führenden mit Rang fünf im Opel Astra V8 Coupé. Die DTM startet in diesem Jahr erneut auf der 3,625 Kilometer langen Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses. Die Tribünenplätze sind wie im vergangenen Jahr nahezu ausverkauft.

Mit perfekter Strategie beim Heimrennen – Westerwälder Alzen
„Gleich doppelt“ freut sich Uwe Alzen, der in den ersten sechs Rennen dieser Saison nur vier Punkte holte. „Der Nürburgring ist meine Heimstrecke, wo mich viele Freunde besuchen und außerdem hatte mein Team in diesem Jahr ja noch nicht so viel Glück mit mir.“ Alzen lobte: „Unsere Strategie, bis zum Schluss sechs Runden aufzusparen, hat sich als perfekt erwiesen. So konnte ich mit neuen Reifen raus fahren und die Runden bei immer weiter abtrocknender Strecke am Stück fahren.“ Wie in der Formel 1 sind die Anzahl der Qualifying-Runden auf zwölf beschränkt. Mercedes-Sportchef Norbert Haug sprach von „einem der spannendsten Qualifyings in der DTM-Geschichte. Der sportliche Wert braucht sich hinter der Formel 1 nicht zu verstecken.“

Duell der Giganten geht weiter – Aiello und Schneider Zweite und Dritte
Hinter dem Führenden findet sich ein schon vertrautes Bild. Die beiden DTM-Spitzenstars und Rivalen um den Meistertitel, Tabellenführer Laurent Aiello und der amtierende Meister Bernd Schneider eroberten Startplatz zwei und drei. Beide waren unisono „sehr zufrieden“ mit ihren Positionen: „Wenn es plötzlich wieder angefangen hätte zu regnen, hätte ich ähnlich wie in Donington auch ganz leicht auf Platz 19 stehen können“, so Schneider. Aiello parierte: „Es war ein nervenaufreibendes Pokerspiel, ich hatte die gleiche Vision wie Bernd, denn wir standen ja beide hinten in England.“ Mit den ungeliebten Plätzen am Ende des Feldes müssen tatsächlich drei Fahrer vorlieb nehmen, die schon Rennen gewannen oder von der Pole Position starteten: Jean Alesi (Mercedes-Benz), Mattias Ekström und Martin Tomczyk (beide Abt-Audi).


Opel-Star Reuter – gepokert und auf Ölspur Chancen eingebüßt
„Mit meinem fünften Platz bin ich persönlich ganz zufrieden“, sagte der Schweizer Alain Menu (Opel Astra V8 Coupé). „Aber als Mannschaft sind wir enttäuscht, denn unsere Astra Coupés waren viel besser als es das Ergebnis jetzt widerspiegelt.“ Opel-Sportchef Volker Strycek stimmte zu: „Wenn man ein Auto hat, das gut genug ist, Trainingsbestzeit zu fahren und erntet dann nur die Plätze fünf und sieben, dann kann man natürlich nicht zufrieden sein.“ Manuel Reuter hatte im Verlauf des Trainings Bestzeit gefahren und nahm kurz vor Schluss erneut Kurs darauf, als er sich auf einer Ölspur drehte und damit alle Chancen auf eine Verbesserung seiner Zeit einbüßte. „Morgen greifen wir an“, versprach Opel-Sportchef Strycek. Sein Motto: „Jetzt erst recht.“

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