Abt: "Nur einer kann Meister werden" | DTM
2002-09-17 18:50:11

Abt: "Nur einer kann Meister werden"

Auch wenn Laurent Aiello am A1-Ring den ersten Matchball in Sachen Titelgewinn nicht verwandeln konnte – in Zandvoort trennen den Abt-Audi-Piloten nur noch ganze sieben Meisterschaftspunkte von einem grandiosen Erfolg. Im Klartext: Wenn der Franzose im Qualifikationslauf Dritter und im Rennen Zweiter wird, dann hat er’s endgültig gepackt.

Sollte es der Truppe aus dem Allgäu gelingen, auf dem heiklen Dünenkurs in Holland den amtierenden Champion Bernd Schneider zu schlagen, dann ist in der höchsten deutschen Tourenwagenklasse eine kleine Sensation passiert. Christian Abt, ebenfalls erfolgreicher DTM-Pilot und technischer Leiter des Teams Abt-Sportsline: "Das ginge in unsere (mehr als 100-jährige) Firmengeschichte ein und ich glaube, damit würden wir auch ein Stück deutsche Motorsportgeschichte schreiben. Wenn wir es schaffen, die Teams von Opel und Mercedes zu schlagen, dann wird man noch in 20 oder 30 Jahren von uns sprechen..."

In Zandvoort hat gerade Christian Abt im vergangenen Jahr gezeigt, dass der Abt Audi TT-R dort wie am Schnürchen läuft. Erst in den allerletzten Kurven musste sich der ambitionierte Bayer im Duell mit Uwe Alzen (Mercedes-Benz CLK-DTM) in einem Herzschlagfinale geschlagen geben. Die Meisterschaft war damals schon entschieden: Bernd Schneider hatte sich den Titel bereits im Rennen zuvor gesichert – für Christian war insofern "freies Blasen" angesagt. Doch 2002 geht’s um die Wurst, da müssen persönliche Interessen zurücktreten. Laurent Aiello nach vorne zu katapultieren und nach hinten abzuschotten, das ist das Ziel der "Äbte", das ebenso konsequent wie fair verfolgt werden wird. "Nur einer kann Meister werden", sagt Christian Abt und braucht überhaupt keine offizielle Stallregie, um notfalls Aiello auf dem Siegertreppchen den Vortritt zu lassen. Auch wenn’s ihm unter den Nägeln brennt, das zu vollenden, was er vor einem Jahr quasi auf der Ziellinie verloren hat.

Meistermacher braucht ein Laurent Aiello allerdings nicht wirklich. "Auf dem A1-Ring hat er seinen Speed erneut bewiesen, auch wenn er am Ende ein bisschen Pech hatte. In Zandvoort könnten wir es schaffen, er muss ja noch nicht mal gewinnen. Vielleicht "machen wir es dort!" Wie bei einem Fußballspiel, wo alle Mann stürmen, Manndeckung leisten und so der Nummer Eins das Siegtor ermöglichen. Mit momentan 19 Punkten Vorsprung wäre sogar ein Totalausfall Aiellos noch zu verkraften, lediglich das beachtliche Punktepolster würde schrumpfen. "Nur wenn wir es beim Saisonfinale in Hockenheim nicht schaffen, dann können wir enttäuscht sein." Wie Christian Abt freut sich auch Teamchef Hans-Jürgen Abt auf Zandvoort. "Ich glaube schon, dass wir dort den Sack zumachen. Wenn nicht, bleibt die Meisterschaft wenigstens bis zum Finale super spannend."

Tickets 2020

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2020 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Dabei sein

Ein Besuch bei der DTM ist Pflicht

Du warst noch nie bei der DTM? Wir zeigen Dir, warum ein Besuch bei der DTM Pflicht ist.

Erfahre mehr

Erfahre mehr über die DTM

DTM YouTube

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen