Aiello und Schneider zeigen Weltklasse-Sport | DTM
2002-06-30 19:41:19

Aiello und Schneider zeigen Weltklasse-Sport

Atemberaubend und hoch dramatisch – so war das Duell zwischen Tabellenführer Laurent Aiello (Abt-Audi TT-R) und dem amtierenden Meister Bernd Schneider (Mercedes-Benz CLK-DTM) beim fünften Saisonlauf der DTM auf dem Nürnberger Norisring. Die zwei Weltklasse-Piloten fuhren ab Halbzeit des 101,2 Kilometer langen Wertungslaufes im Millimeterabstand hintereinander: Schneider führte, Aiello konnte einige Male aufschließen und hatte sogar kurz die Nase vorn, doch Schneider ließ sich die Führung nicht nehmen. In der letzten Kurve der letzten Runde des 2,3 Kilometer langen Kurses ließ Schneider eine Lücke, Aiello zog vorbei und fuhr mit 0,1 Sekunden Vorsprung als Sieger über die Ziellinie. „Normalerweise lasse ich mir in der letzten Kurve nicht den Sieg nehmen“, sagte Schneider, „aber ich habe eine gelbe Flagge gesehen und bin vom Gas gegangen.“ Pech für den dreimaligen DTM-Champion: Zwar war wegen einer Kollision zuvor tatsächlich gelb gezeigt worden, doch hatte der Streckenposten die gelbe Flagge gerade wieder eingezogen, als Schneider und Aiello ihn in der Dutzendteich-Kehre passierten. So konnte Aiello seinen vierten Sieg im fünften Rennen feiern.

Dritter vor ausverkauften Tribünen mit insgesamt 126.000 Zuschauern am Wochenende, wurde auf dem legendären Stadtkurs der Schwede Mattias Ekström (Abt-Audi TT-R), der zuvor das Qualifikationsrennen gewonnen hatte. Als Halbzeitmeister mit beachtlichem Vorsprung von 25 Punkten reist der Franzose Aiello nun zum nächsten DTM-Rennen auf den EuroSpeedway Lausitz in zwei Wochen (12. bis 14. Juli), Tabellenzweiter ist Ekström mit 23 Punkten, den dritten Rang hat nun Schneider (21 Punkte) inne.

„Ich war die ganze Zeit hoch konzentriert und unter Strom“, sagte Aiello. „Ich habe darauf gewartet, dass Bernd einen Fehler macht und durfte nie auch nur einen Zentimeter auf ihn verlieren. Das war ganz schön anstrengend, denn Bernd ist sensationell gefahren – bis auf die Situation in der letzten Kurve. Ich möchte ihm für seine Fairness danken, das war wirklich beeindruckend.“ Auch der amtierende Champion war begeistert. „Das war mit das schönste Rennen in meiner Karriere“, sagte er. „Es war mir fast egal, wie es ausgeht, denn es war unglaublich fair und hat riesigen Spaß gemacht.“ Norbert Haug, Sportchef von Mercedes-Benz, lobte: „Bernd und Laurent haben großartigen Sport geboten, eine absolute Glanzleistung. Ich erinnere mich an kein Rennen am Norisring, bei dem es an der Spitze so spannend war. Wir haben nicht nur zwei Fahrer als Sieger, sondern die gesamte DTM.“

Der dreimalige Norisring-Gewinner Joachim Winkelhock wurde an fünfter Stelle liegend schuldlos aus dem Rennen geworfen, als Thomas Jäger (Mercedes-Benz) versuchte, ihn auszubremsen, sich dabei aber verbremste und dem schwäbischen Opel-Fahrer ins Auto fuhr. Schon zuvor war Markenkollege Timo Scheider beim Start zum Qualifikationsrennen unglücklich in eine Kollision verwickelt worden, und hatte deshalb beim Wertungslauf gar nicht antreten können. „Davon abgesehen“, sagte Opel-Sportchef Volker Strycek selbstkritisch, „waren unsere Astra V8 Coupés heute einfach nicht schnell genug. Das Rennen war toll und beste Werbung für die DTM; leider haben wir nicht die Rolle gespielt, die wir gerne gespielt hätten.“

Im Qualifikationsrennen war wegen eines Startunfalls fünf Runden lang das Sicherheitsfahrzeug ausgerückt. Beteiligte des Crashs waren Marcel Fässler (Mercedes-Benz), Scheider (Opel) und Abt-Audi-Pilot Karl Wendlinger.

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