Als Paffett doch nicht Champion wurde… | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-08-09 11:15:00

Als Paffett doch nicht Champion wurde…

Als Paffett doch nicht Champion wurde…

Für Gary Paffett hätte das erste Halbjahr in der DTM 2018 kaum besser laufen können. Der Brite hat in der Fahrerwertung vor dem Start der zweiten Saisonhälfte an diesem Wochenende in Brands Hatch 27 Punkte Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger Paul Di Resta. Hinter seinem schottischen Mercedes-AMG-Kollegen folgt Timo Glock als Dritter. Der BMW-Pilot liegt bereits stolze 47 Punkte zurück hinter dem Spitzenreiter. Das ist eine sehr gute Ausgangslage im Wettstreit um den Fahrertitel.

Wie sind die Erfolgsaussichten für den „Halbzeit-Meister“? DTM.com hat einen Blick in die Statistik geworfen. Die Sterne stehen gut für den Champion von 2005. Seitdem es das aktuelle Punkteschema (25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2, 1) gibt, gewannen fünf der sechs zur Halbzeit führenden Piloten auch den Titel. 2012 gab es die berühmte Ausnahme. Und das ist die Krux an der Sache. Der Leidtragende war nämlich ausgerechnet Gary Paffett. Bruno Spengler fing ihn damals mit einer rasanten Aufholjagd in der zweiten Saisonhälfte noch ab.

Bruno Spengler sorgte im Jahr 2012 für den großen Coup

In den Jahren 2012 bis 2014 fanden jeweils nur zehn Rennen statt, also nur ein Wertungslauf pro Rennwochenende. Vor sechs Jahren führte Paffett zur Halbzeit mit 95 Punkten vor Jamie Green (69) und Spengler (58). Am Ende hatte der Kanadier im ersten Jahr der Rückkehr von BMW in die Tourenwagenserie die Nase vorn. Spengler gewann mit 149 Punkten vor Paffett (145) und Green (121). Drei Siege in den letzten Rennen, dazu weitere Platzierungen in den Punkterängen – und der große Coup war perfekt. Paffett hatte seinen Vorsprung von 37 Punkten verspielt.

Ein Jahr später lag Mike Rockenfeller zur Saisonmitte mit 69 Zählern nur zwei Punkte vor Spengler in Führung. Dritter war Christian Vietoris (55). Am Ende fiel der derzeitige Mercedes-AMG-Ersatzfahrer mit 77 Punkten auf Rang vier zurück. Spengler hatte noch weniger Fortune, holte nur 15 Punkte im zweiten Saisonabschnitt und wurde mit 82 Punkten letztlich Dritter. Deutlich verbessern konnte sich Augusto Farfus, der in der zweiten Hälfte von Gesamtrang sechs auf Platz zwei kletterte. Der Brasilianer fügte seinen 33 Punkten 83 hinzu und landete bei insgesamt 116.

Von 18 auf Platz sechs: Martin Tomczyk schaffte die größte Aufholjagd

2014 gab es keine Verschiebung mehr auf den ersten beiden Plätzen. Marco Wittmann baute seinen Vorsprung auf Mattias Ekström in den letzten fünf Rennen von 20 auf 50 Punkte aus. Der BMW-Pilot sicherte sich seinen ersten DTM-Titel mit 156 Punkten vor dem Schweden (106) und Mike Rockenfeller (72). Bruno Spengler, zur Halbzeit mit 41 Punkten Dritter, schaffte nur noch einen zehnten Platz am Red Bull Ring und rutschte bis auf Position elf ab. In die entgegengesetzte Richtung bewegte sich Martin Tomczyk. Der Audi-Pilot verbesserte sich mit fünf Top-Ten-Platzierungen in Folge von Platz 18 auf sechs mit insgesamt 49 Punkten.

Ab 2015 gab es dann pro Rennwochenende zwei Wertungsläufe. Die zusätzlichen Rennen sorgten dafür, dass das Feld noch enger zusammenrückte. Nur wenige Punkte entschieden zwischen Wohl und Wehe. Pascal Wehrlein lag zur Halbzeit mit 94 Punkten vor Mattias Ekström (86) und Edoardo Mortara (83) und auch in der Endabrechnung war der Mercedes-AMG-Pilot vorne. Mit 169 Zählern sicherte er sich vor Jamie Green (150) und Ekström (147) den Titel.

Drei Siege in den letzten fünf Rennen reichten 2016 für Mortara nicht

Eine furiose Aufholjagd legte 2016 Edoardo Mortara hin – zum Titelgewinn reichte es am Ende aber nicht. Zur Halbzeit lag der Mercedes-AMG-Pilot als Dritter noch 20 Punkte hinter Marco Wittmann (93) und zehn hinter Wickens. „Edo“ holte drei seiner insgesamt fünf Siege in den letzten fünf Rennen. Am Ende fehlten nur vier Punkte, um den zweiten Titel von Wittmann (206) zu verhindern. Dritter wurde Jamie Green (145).

Im vergangenen Jahr erlebten die DTM-Fans dann das Motorsport-Märchen eines Rookies. René Rast sicherte sich in seinem Premierenjahr in einem Herzschlagfinale in Hockenheim den Titel. Schon zur Halbzeit trennten die ersten Drei Rast (99), Lucas Auer (95) und Ekström (93) nur wenige Punkte. Auer fiel in der zweiten Hälfte zurück auf Platz sechs (136). Audi-Pilot Rast (179) rettete seinen hauchdünnen Vorsprung vor Ekström (176) und Green (173) ins Ziel.

Die Chancen für Paffett stehen also nicht schlecht. Mit einem guten Start in die zweite Saisonhälfte an diesem Wochenende in Brands Hatch kann der Mercedes-AMG-Pilot wichtige Punkte auf dem Weg zum Titel sammeln – oder verlieren. Es bleibt spannend.

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