Aston Martin: die Geschichte einer britischen Ikone | DTM.com | Die offizielle Webseite
2019-02-26 14:30:00

Aston Martin: die Geschichte einer britischen Ikone

Aston Martin Le Mans 1959

Eine erfolgreiche Automarke verkörpert letztlich die kulturelle Identität einer ganzen Nation.

Denken wir zum Beispiel an Ferrari: eine italienischere Marke ist kaum vorstellbar. Oder eine amerikanischere als Dodge oder Chevrolet. Oder denken wir an Audi, BMW und Mercedes, die von jeher – und sehr erfolgreich – für die deutschen Werte stehen.

Die britische Automobilindustrie, zersplittert wie sie seit langer Zeit ist, kann weder in Art noch in Umfang mit den Top-Playern auf dem internationalen Automarkt mithalten. Aber es ist ihr dennoch gelungen, einige Marken zu etablieren, die definitiv und unverwechselbar britisch sind.

Eine Marke ist jedoch in kultureller Hinsicht allgegenwärtig: Aston Martin. Ein Hersteller, der genau wie beispielsweise Land Rover, Bentley oder Rolls Royce den mühelosen Stil, die Werte und die Qualitäten von Großbritannien verkörpert.

Nun, da Aston Martin seine erste Attacke auf die DTM vorbereitet – mit exklusiver Lizenz durch das Schweizer Team R-Motorsport – ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, die zahlreichen Facetten unter die Lupe zu nehmen, die gemeinsam die Geschichte von Aston Martin bilden.

My name is Bond, James Bond…

Wo sonst sollten wir anfangen? Schließlich ist der vom britischen Geheimdienst-Agenten 007 gefahrene, schnittige silberfarbene Aston Martin DB5 das bekannteste britische Auto der vergangenen hundert Jahre. Nur einer kann da mithalten: Der Mini.

 

Wie wichtig war der DB5 wirklich?

Er war nicht nur das erste Auto, dass in einem Blockbuster wirklich eine Hauptrolle spielen durfte – und damit den Weg für vierrädrige Kollegen wie Steve McQueens Ford Mustang in „Bullit“ oder die Minis in „Italian Job“ ebnete. Er war auch das erste Auto, das als Spielzeug berühmt wurde. Der vom britischen Hersteller Corgi’s mit viel Liebe zum Detail hergestellte Spielzeug-DB5 sicherte sich einen Platz in Millionen von Kinderzimmern und kann noch heute neu gekauft werden.

Die Beziehung zwischen Aston und Bond begann 1964 mit „Goldfinger“, in dem Sean Connery und ein DB5 mit unvergesslicher Ausstattung die Hauptrollen spielten: unter anderem Maschinengewehre, Reifenaufschlitzer, Heck-Schutzschild und der berühmte Beifahrer-Schleudersitz. Der DB5 sollte auch in „Feuerball“, „GoldenEye“, „Der Morgen stirbt nie“, „Die Welt ist nicht genug“, „Casino Royale“, „Skyfall“ und „Spectre“ eine Rolle spielen und bewies damit, dass man von einer guten Sache nie genug bekommen kann.

Le Mans

Bond verschaffte Aston Martin in den 1960ern maximale kulturelle Relevanz, doch die Basis des außergewöhnlichen Aston-Martin-Rufs wurde bereits in den 1930ern gelegt. In jenen Jahren begannen die Briten, sich im Rennsport zu engagieren und feierten 1931 ihre Premiere bei den 24h Stunden von Le Mans.

Weitere Versuche im Langstreckenrennsport stärkten die motorsportliche Kompetenz der Marke und Mitte der 1950er hatte man ein Werksteam auf die Beine gestellt, dass in der Lage war, die europäische Konkurrenz in die Schranken zu weisen.

Gestärkt durch drei zweite Plätze in den Jahren 1955, ’56 und ’58 brachte Aston 1959 zwei Autos an den Start. Es war das Debut des speziell für den Rennsport entworfenen DBR1 der möglich wurde, weil das Le-Mans-Reglement nicht mehr verlangte, dass die eingesetzten Fahrzeuge der Starter auf dem Chassis eines Serienautos basierte.

Vertreten durch Maurice Trintignant und Paul Frere sowie die siegreiche Paarung Carroll Shelby und  Roy Salvadori feierte die britische Marke ihren einzigen Gesamtsieg in Le Mans und setzte sich dabei gegen Ferrari und Porsche durch.

Im selben Jahr gewann der DBR1 – mit Stirling Moss im Cockpit – auch das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring und die Tourist Trophy in Goodwood und sicherte sich damit die Sportwagen-WM 1959.

Sportwagen-Rennsport der Neuzeit

Nach einer Reihe vorsichtiger Testeinsätze tat sich Aston Martin in der Mitte der 2000er für ein ernsthaftes Comeback mit den britischen Motorsport-Experten Prodrive zusammen.

2005 gab der faszinierende Aston Martin DBR9 sein Le-Mans-Debut und sorgte dafür, dass das berühmte British Racing Green erneut an der Sarthe vertreten war. Seit jenem Jahr war Aston in Le Mans immer am Start, 2009 sogar mit einem gemeinsam mit dem britischen Hersteller Lola entwickelten Prototypen.

In der jüngeren Vergangenheit hat Aston Martin den Vantage in der FIA Langstrecken-WM eingesetzt, gewann sowohl die GT1 als auch die GTE-Kategorie in Le Mans und hat sich als zuverlässiges, wichtiges Mitglied der internationalen Sportwagen-Szene etabliert.

Globale Luxus-Marke

Wenn man bedenkt, wie allgegenwärtig Aston Martin weltweit ist, ist es kaum zu glauben, dass es der Marke vor einigen Jahrzehnten extrem schlecht ging.

Ja, das Bond-Auto fing den Zeitgeist ein, doch in den 1970ern und ’80ern verschwand die Marke langsam aus der öffentlichen Wahrnehmung. Die großen und kantigen Astons jener Jahre konnten die Öffentlichkeit einfach nicht begeistern.

Ende der 1980er kaufte sich Ford bei Aston Martin ein, doch erst mit dem 1993er DB7 gelang es, die Eleganz und den Stil der Marke wiederzubeleben und so dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit sich erneut in Aston Martin verliebte.

Dem DB7 folgten DB9, Vantage und Vanquish – und all diese Modelle halfen Aston Martin, sich erneut als Hersteller von Automobilen von unnachahmlicher Eleganz und Anmut zu etablieren.  Dank erneuter Auftritte als James-Bond-Auto (kombiniert mit der Wiederherstellung von Bonds Image als moderne britische Ikone) und der Verwandlung eines Verlust machendes Unternehmens in ein Gewinn bringendes brauchte Aston Martin kaum 50 Jahre um ein Blitzerfolg zu werden…

Die Zukunft

Dank Aston Martins aktueller Erfolge blickt man bei den Briten auch zuversichtlich in die Zukunft. Nach einer ehrgeizigen Markenpartnerschaft mit dem F1-Team von Red Bull Racing stellt die Design-Partnerschaft der Marke mit Aerodynamik-Genie Adrian Newey den nächsten Schritt dar. Newey, dessen Autos in der F1 schon zahlreiche WM-Titel holten, war am neuesten Projekt des Herstellers, dem Valkyrie, maßgeblich beteiligt.

Mit Neweys Spezialität – einer ausgefeilten Aerodynamik – und einem mächtigen, 1100 PS starken 6,5-Liter V12 wird der Valkyrie als schnellstes Auto mit Straßenzulassung bezeichnet, das in der limitierten Rennstreckenversion eine Top-Speed von ca. 400 km/h erreichen soll.

Der Auftritt in der DTM mag kein voller Werkseinsatz sein, doch indem sich Aston der der Kokurrenz von Audi und BMW stellt, sendet die Marke ein klares Signal aus: Dass man bereit ist, gegen zwei der besten deutschen Hersteller auf der Strecke anzutreten.

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