Auf nach Japan: Die DTM kommt nach Fuji! | DTM
2019-04-02 11:45:00

Auf nach Japan: Die DTM kommt nach Fuji!

Super GT Fuji Speedway

DTM und SUPER GT schreiben Motorsport-Geschichte. Die Nachricht, dass die beiden Rennserien im November auf dem Fuji Speedway in Japan gemeinsam ein Rennwochenende veranstalten werden, stellt für beide Serien ein bedeutendes neues Kapitel dar. Das Event bietet die Bühne für eine einzigartige Demonstration des neuen Technischen Reglements, das die beiden Serien aneinander bindet. Beste Voraussetzungen für eine weitergehende Zusammenarbeit in der Zukunft.

Im ersten Schritt gleicht das Rennwochenende im November in Fuji einem Probelauf unter Wettbewerbsbedingungen: Es ist schwierig genug, im Feld einer Serie für eine ausgewogene Leistungsbalance zu sorgen, und bei zwei Serien ist diese Aufgabe noch weitaus schwieriger. Doch die beiden Rennserien arbeiten eng zusammen.

In vielerlei Hinsicht sind DTM und SUPER GT Spiegelbilder voneinander. Beide Serien werden von Top-Teams mit lauten und schnellen Rennwagen betrieben – und beide sind extrem populär. Dennoch ist die SUPER GT hierzulande vielen Motorsport-Fans noch kein Begriff. Werfen wir also ein näheren Blick darauf, was die japanische Serie antreibt und was wir im November erwarten dürfen.

Geschichte

Die SUPER GT wurde 1993 gegründet, damals als „All-Japan Grand Touring Car Championship“, änderte den Namen aber 2005 in SUPER GT. Wie die DTM bekennt sich auch die japanische Serie zu engem, spannenden Motorsport und gleichzeitig wurden durch Standardteile die Kosten gesenkt sowie Leistungsdiskrepanzen weitestgehend verhindert.

Anders als in der DTM sorgt die SUPER GT mit Balance-of-Performance-Maßnahmen für noch engeren Rennsport: in erster Linie durch Erfolgs-Ballast und Air-Restriktor-Limits. Diese werden von Rennen zu Rennen überwacht, um sicherzustellen, dass niemand einen deutlichen und vor allem lang anhaltenden Vorteil erlangt.

Regeln

Durch die weitgehende Angleichung der Technischen Reglements in beiden Rennserien, können die DTM- und SUPER-GT-Autos nun auf der Strecke gegeneinander antreten. Die Rennformate unterscheiden sich allerdings deutlich. Die DTM-Rennen sind Vollgas-Sprints. Die Fahrer können und müssen die Reifen wechseln doch bestreiten die Rennen ohne Nachtanken oder Fahrerwechsel.

Die SUPER GT veranstaltet eine Art Mini-Langstreckenrennen, üblicherweise über eine Distanz von 250 Kilometer und mit zwei Fahrern pro Auto. Um das Sportwagenfeeling noch zu verstärken, gehen zwei Klassen an den Start. Die GT500 ist die Top-Kategoerie, in der Honda, Nissan und Lexus etwa 15 Autos einsetzen.

Die zweite Klasse ist die GT300, mit großen Feldern bis zu 30 GT3-Autos, in der so verschiedene Hersteller wie Toyota, Nissan, Subaru, Audi, Lamborghini und Porsche um Punkte und Siege kämpfen. Eine der großen Herausforderungen des japanischen GT-Rennsports besteht darin, sich durch den endlosen, dichten Verkehr zur kämpfen.

Strecke

Da Japan Motorsport-verrückt ist, gibt es hier jede Menge großartiger Rennstrecken. 2019 wird die SUPER GT in Suzuka, Fuji und Okayama (alles aktuelle bzw. ehemalige GP-Strecken) sowie Sugo, Autopolis und Motegi Halt machen. Darüber hinaus umfasst der Kalender auch ein Auslands-Rennwochenende auf Thailands Buriram International Circuit.

Die Strecken in Japan sind meist schneller als ihre europäischen Gegenstücke. Zudem ist dort weniger Raum für Fehler, weil sie in einer Zeit gebaut wurden, in der weitläufige Auslaufzonen noch nicht in Mode waren.

Die Magie von Fuji

Kaum eine Rennstrecke hat einen Kultstatus wie Fuji, Schauplatz des allerersten gemeinsamen Rennens von DTM und SUPER GT. Der Speedway, von allen japanischen Rennstrecken am nächsten zu Tokio gelegen, liegt im Schatten des mächtigen, dräuenden Vulkans Mount Fuji.

Der 1963 gebaute Fuji Speedway machte zum ersten Mal 1976 internationale Schlagzeilen, als er der Schauplatz des Formel-1-WM-Showdowns zwischen James Hunt und Niki Lauda um den WM-Titel wurde. Bei starkem Regen gab Lauda, der in jener Saison auf dem Nürburgring seinen Feuerunfall hatte, das Rennen auf, weil er die Bedingungen für zu gefährlich hielt. Hunt wiederum kämpfte sich nach einem Reifenschaden zurück nach vorn und sicherte sich letztlich die Punkte, die er brauchte, um an Lauda vorbeizuziehen und den Titel zu gewinnen.

In den 1980ern veranstaltete Fuji diverse Sportwagenrennen, verschwand aber langsam aus dem Fokus der internationalen Öffentlichkeit. 2003 wurde die Strecke für umfassende Renovierungsarbeiten geschlossen. Der deutsche Streckendesigner Hermann Tilke überarbeitete die meisten Kurven und modernisierte die Anlagen, erhielt aber glücklicherweise viel von der Größe, die die Rennstrecke so anspruchsvoll und einzigartig macht.

2007 kehrte die Formel 1 zurück und Lewis Hamilton gewann einen weiteren komplett verregneten Japan-Grand-Prix, der zu weiten Teilen hinter dem Safety-Car gefahren wurde. 2008 feierte Fernando Alonso in einem oft unterlegenen Renault einen sensationellen Sieg.

Beim Auftritt in diesem November verlässt die DTM zum ersten Mal seit dem Rennwochenende in Shanghai im Jahr 2010 den europäischen Kontinent und wird damit ein neues, aufregendes Kapitel in der Geschichte dieser einzigartigen, sagenumwogenen Rennstrecke schreiben…

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