Belgische High-Speed Achterbahn | DTM
2005-05-13 11:04:20

Belgische High-Speed Achterbahn

Belgische High-Speed Achterbahn

Premiere für die DTM: Am kommenden Wochenende startet die populärste Tourenwagenserie Europas zum ersten Mal im belgischen Spa-Francorchamps. Der Traditionskurs in den Ardennen, rund 50 Kilometer von Aachenentfernt, ist der längste im elf Rennen umfassenden Kalender. Eine Runde in Spa ist 6,973 Kilometer lang. Zudem ist Spa eine der letzten Rennstrecken, die auch öffentliche Straßen umfasst. Der Kurs in den Ardennen wurde 1924 mit einer Länge von 14.863 Kilometern eröffnet. Die heutige Strecke ist seit 1985 in Betrieb.

Die Kurven in Spa sind weltberühmt: Die Kurve Eau Rouge, eine steil bergauf führende schnelle Links-Rechts-Kombination, gilt als die anspruchsvollste aller Rennstrecken weltweit. Die DTM-Autos werden sie voraussichtlich mit etwa 230 km/h durchfahren. In Verbindung mit der an die „Eau Rouge“ anschließende Raidillon-Kurve hat Spa einen legendären Streckenabschnitt, der vom Fahrer alles verlangt: „Mit Vollgas in die Senke, die Kompression der Federn im Auto spüren und nach unten in den Sitz gedrückt zu werden – das ist ganz schön eindrucksvoll“, beschreibt Opel-Werksfahrer Laurent Aiello die Fahrt durch die legendäre Kurve,

So ist die „Eau Rouge“ Teil des längsten Top-Speed-Stücks in Spa, das in einer langen Gerade durch den Ardennenwald endet. „Am Ende bremst man extrem spät, um die Rechts-Links-Schikane im dritten Gang zu nehmen“, beschreibt Laurent Aiello die Einfahrt zum kurvigen Bergab-Labyrinth, dass der Strecke den Ruf der Berg-und-Tal-Bahn eingebracht hat. „Nach der folgenden Rechtskurve geht es bergab zur langgezogenen 180-Grad-Kehre `Bruxelles`. Die direkt folgende Linkskurve ist sehr schön, denn dort muss man das Tempo besonders gut dosieren, um optimal die folgende Doppellinkskurve „Pouhon“ anfahren zu können“, so der DTM-Champion von 2002. Der Streckenabschnitt ist die schwierigste Kombination des gesamten Kurses. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 255 km/h werden die Tourenwagen vor dem Anbremsen der Rechtskurve „Les Combes“ am Ende der langen Geraden nach Eau Rouge sowie vor der „Busstop“-Schikane vor Start und Ziel erreichen. Die DTM startet – wie die Formel 1 – vor der Spitzkehre La Source.

Da der belgische Kurs der längste im Kalender ist, ist auch die Distanz bis zum ersten Boxenstopp länger als auf allen anderen Strecken. Mindestens sechs Runden (entspricht 41,838 km) müssen die Fahrzeuge zurücklegen, bevor der ersten Tank- und Reifenstopp absolviert werden darf. Damit haben die 20 Fahrer bis zum ersten Boxenbesuch rund ein Viertel der Renndistanz hinter sich, auf anderen Rennstrecken sind es bis zum ersten Pflichtstopp gerade einmal zehn Prozent. Für taktische Spielereien dürfte den Teams also wenig Raum bleiben.

Auch wenn zum ersten Mal in der DTM-Geschichte in Spa gefahren wird ist Belgien kein Neuland. Die DTM ist bereits 15 Mal in Belgien gestartet, jedoch immer in Zolder; zuletzt 2002.

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