Bernd Schneider im Interview | DTM
2006-08-03 14:28:54

Bernd Schneider im Interview

Bernd Schneider im Interview

Nach einem rekordverdächtigen Gastspiel auf dem Norisring kommt die DTM vom 18. bis 20. August 2006 an den Nürburgring. Bei seinem Heimspiel in der Eifel will DTM Rekordchampion Bernd Schneider die Führung in der Fahrerwertung weiter ausbauen – und eine Serie fortsetzen: Er ist der einzige DTM Fahrer, der in diesem Jahr bei allen Rennen in die Punkte gefahren ist. In einem Interview gibt der gebürtige Saarländer einen kleinen Ausblick auf den sechsten Saisonlauf.

Die Saison 2006 ist mit wechselnder Tabellenführung und vier verschiedenen Siegern in fünf Rennen spannend wie selten zuvor. Woher kommt die Ausgeglichenheit?
Ich denke, dass das modifizierte Reglement dafür verantwortlich ist. Deswegen kommen auch die Vorjahresautos so weit und sind siegfähig. Entscheidend ist auch das Gewichtshandicap, das den Siegerautos einer Marke auferlegt wird, so ist der Vorteil des einen Herstellers schnell wieder weg.

LNach sehr erfolgreichen Jahren lief es 2004 und 2005 durchwachsen für Sie. 2006 kämpfen Sie wieder mit um den Titel – ist der alte Bernd Schneider zurück?
Ich hoffe sehr, dass er es wieder ist. Wir müssen aber erst den Rest der Saison abwarten. Ich bin zuversichtlich, an die Erfolge anknüpfen zu können.

Wenn Sie 2006 den Titel holen, hätten Sie es zum sechsten Mal geschafft – so oft wie kein anderer Pilot zuvor. Ist es schwierig, sich auch beim sechsten Mal wieder zu motivieren oder spornt die Aussicht auf den Rekordtitel zusätzlich an?
Ich brauche keine zusätzliche Motivation, ich bin immer motiviert. Ich habe ein gutes Auto und fabelhafte Aussichten, das reicht mir. Die Aussicht auf einen Sieg ist Ansporn genug, und wenn der Titel dabei noch drin ist, umso mehr.

Sie gehören mit der nun zwölften Saison in der DTM zu den dienstältesten Fahrern im Feld. Wenn Sie Ihr erstes Jahr 1992 und die DTM 2006 vergleichen: Was sind für Sie als Rennfahrer die markanten Unterschiede in der DTM von damals und heute?
Es gibt natürlich große Unterschiede bei den Fahrzeugen. Vor allem aber die Ausgeglichenheit der Autos untereinander ist bemerkenswert. Früher gab es nur ein paar Fahrer, die siegfähig waren. Heute kämpfen zwölf bis 14 Fahrer in der DTM, um zu gewinnen, so etwas hab ich in noch keiner anderen Rennserie erlebt.

Motorsport ist Teamsport, und Sie waren von Anfang an im Team von AMG-Mercedes. Ist diese immense Kontinuität einer der Erfolgsfaktoren?
Die Kontinuität muss nicht unbedingt ein Erfolgsfaktor sein. Aber AMG-Mercedes ist einer. Es ist einfach eines der besten Teams, und daher muss ich nur noch das Gegebene umsetzen.

Der Nürburgring stand auch schon 1992 im Kalender der DTM, die Strecke war von Beginn an eine feste Größe in der DTM. Was verbinden Sie mit dem Nürburgring?
Der Nürburgring ist für mich fast wie ein Heimrennen, da er genauso weit weg vom Saarland ist wie Hockenheim. Ich hatte hier viele schöne Rennen und konnte oft gewinnen. Er ist schon ein Highlight mitten in der Saison für mich.

Was macht den besonderen Charakter des Nürburgrings aus – welches sind die Schlüsselstellen?
Für mich ist es schon etwas Besonderes an der Mercedes-Arena vorbei zu fahren und zu wissen, dass so viele Menschen einem die Daumen drücken. Ich hoffe natürlich, deren Erwartungen erfüllen zu können. Der ganze Kurs ist sehr anspruchsvoll und erfordert eine Menge Konzentration.

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