DTM 2020

BMW bestätigt Fahrerkader für 2020

Lucas Auer

Lucas Auer

BMW Motorsport hat fünf seiner sechs Cockpits für die DTM-Saison 2020 besetzt. Die Münchner bestätigten am Dienstag, dass der Champion von 2012, Bruno Spengler, für 2020 in das IMSA-Programm des Herstellers wechselt. Damit endet äußerst eine beeindruckende, 15-jährige DTM-Karriere, in der Spengler 2012 die erfolgreiche Rückkehr von BMW in die DTM anführte und mit dem Gewinn der Gesamtwertung krönte.

An seiner Stelle wird der Österreicher Lucas Auer in den Sechser-Kader aufgenommen. Weiterhin dabei: der zweimalige Champion Marco Wittmann, Philipp Eng, Timo Glock und Sheldon van der Linde – der junge Südafrikaner, der in diesem Jahr eine beeindruckende Rookie-Saison hingelegt hat.

Auer fuhr zwischen 2015 und 2018 vier Saisons lang erfolgreich in der DTM, gewann vier Rennen und entwickelte sich in der ersten Hälfte der Saison 2017 zu einem Spitzenfahrer in der DTM. Mit der Ankunft des Österreichers scheidet auch der Schwede Joel Eriksson aus, der zwei Jahre lang für BMW in der DTM gefahren ist und 2018 in Misano (Italien) seinen ersten DTM-Sieg einfuhr. Eriksson wird künftig im GT-Programm von BMW eingesetzt.

Bruno Spengler

„Bruno Spengler hat die DTM in den vergangenen 15 Jahren geprägt wie nur wenige Fahrer in dieser Serie vor ihm“, sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. „Mit dem Titelgewinn in seiner ersten Saison für BMW 2012 hat er etwas geschafft, das damals kaum jemand für möglich gehalten hatte. Damit hat er sich in der Geschichte von BMW Motorsport verewigt.“

Spengler ergänzt: „Ich hatte 15 Jahre lang eine fantastische Zeit, in der die DTM zu einem Teil meiner Familie geworden ist. Fast die Hälfte meines Lebens war ich in der DTM unterwegs. Mein Titelgewinn ist für mich auf immer sehr eng mit Charly Lamm verbunden. Ich fühle mich in der BMW-Familie sehr wohl, stehe nun vor einer neuen Herausforderung und bin bereit, ein neues Kapitel in meiner Karriere zu schreiben. Für mich als Kanadier wird es sicher ein Highlight werden, das erste Mal seit langer Zeit wieder ein echtes Heimrennen zu absolvieren, beim Rennen in Mosport im Sommer.“

„Meine Vorfreude auf die DTM-Rückkehr mit BMW ist riesig“, meint Auer. „Ich zähle schon die Tage, bis ich das erste Mal im Auto sitze. In Japan habe ich im vergangenen Jahr persönlich noch mal einen guten Schritt nach vorn gemacht. Es wird nun darum gehen, sich schnell wieder auf die DTM einzustellen. Aber da mache ich mir keine Sorgen.“

Achim Kostron, Managing Director des DTM-Vermarkters ITR sagt: „Bruno Spengler ist einer der erfolgreichsten und beliebtesten DTM-Fahrer aller Zeiten. 15 Jahre lang zu den absoluten Spitzenfahrern in dieser heiß umkämpften Rennserie zu gehören, ist eine mehr als beeindruckende Leistung, vor der ich den Hut ziehe. Davon abgesehen habe ich Bruno als extrem sympathischen Menschen kennengelernt: respektvoll in der Niederlage, bescheiden im Moment des Sieges – und insbesondere davon gab es einige. Unvergessen sein Titelgewinn beim dramatischen Saisonfinale 2012 oder auch sein Sieg am Norisring in diesem Jahr. Im Namen der DTM-Familie wünsche ich Bruno alles Gute in der IMSA-Serie und würde mich freuen, wenn er sich künftig ab und zu bei einem DTM-Rennen blicken lässt.“

Ein Platz ist derzeit noch frei im BMW-Fahrerkader für 2020. Dies hat in den Medien bereits zu Spekulationen geführt, dass der polnische Superstar Robert Kubica ein Kandidat für ein DTM-Cockpit bei den Münchnern sein könnte, nachdem er zuletzt in Jerez eine Testfahrt im BMW M4 DTM absolviert hatte.

BMW wird voraussichtlich im neuen Jahr bekanntgeben, wer der sechste Fahrer im DTM-Kader sein wird.

Philipp Eng & Lucas Auer

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