BMW hatte keiner auf dem Schirm | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-06-03 15:30:00

BMW hatte keiner auf dem Schirm

BMW hatte keiner auf dem Schirm

14,8,15 – 1, 2, 3. Dabei handelt es sich nicht um eine kryptische Zahlenfolge. Sondern um die Startplätze der BMW-Piloten Marco Wittmann, Timo Glock und Philipp Eng sowie deren Endergebnis beim zweiten DTM-Lauf am Sonntag auf dem Hungaroring. Unverhofft, kam überraschend. In Runde vier des Rennens in Budapest setzte starker Regen ein. Auf der nassen Betonfläche vor den Boxen gerieten Fahrer mit ihren Boliden ins Rutschen. Das Rennen musste in der achten Runde mit der roten Flagge unterbrochen werden. Nach einer Safety-Car-Phase ging es mit einer Restfahrzeit von 28 Minuten plus einer Runde weiter. Die BMW-Fahrer wurden durch die Unterbrechung nach vorne gespült. 

„Es war schwierig zu sehen, wo liegen wir jetzt eigentlich? Mein Ingenieur hat mich dann vor dem Re-Start darüber informiert, dass die Autos vor mir außer Philipp Eng noch keinen Boxenstopp gemacht hatten. Und da wusste, ich bin in einer guten Ausgangslage. Deshalb war meine Devise, komm sauber durch, mach keine Fehler“, sagte Marco Wittmann. Der Fürther fuhr überraschend zu seinem insgesamt zehnten DTM-Sieg. „Nachdem der Regen kam, war Chaos vorprogrammiert. Keiner hat den Regen so früh kommen sehen. Wir hatten drauf gehofft und am Ende hat es uns in die Karten gespielt. Heute hatten wir den richtigen Riecher“, so der zweimalige Champion, den die Konkurrenz ebenso wie seine Markenkollegen an diesem Tage eigentlich nicht auf dem Schirm gehabt hatte. „Für uns war das ganze Wochenende superschwierig. Auch im Qualifying war nicht viel möglich. Das Glück war heute auf unserer Seite. Die 25 Punkte nehme ich gerne mit. Gerade an Wochenenden, in denen es nicht läuft, musst du maximal punkten. Es fehlt aber noch ein Tick. Wir haben uns hier schon schwergetan. Dieses Jahr ist es unmöglich Prognosen abzugeben. Es gibt nicht mehr die typischen Herstellerstrecken“, sagte Wittmann weiter, der nun mit 51 Punkten Fünfter in der Fahrerwertung hinter Lucas Auer (57), Paul Di Resta (67), Gary Paffett (79) und Timo Glock (90) ist. 

„Als der Regen kam, dachte ich, das kann nicht wahr sein“

Ein völlig kurioses Rennen erlebte Timo Glock. Nico Müller im Audi drehte den BMW-Piloten kurz nach dem Start von der Strecke. Der Schweizer erhielt dafür später eine 30-Sekunden-Ersatzstrafe anstelle einer Durchfahrtsstrafe. Glock fuhr auf Platz 18 liegend in Runde eins in die Box und wechselte die Reifen. Dann setzte urplötzlich der Regen ein. „Das war dumm gelaufen. Auf unserem Radar wurde kein Regen angezeigt. Nach dem Dreher durch Nico Müller in Turn zwei hatte ich nichts mehr zu verlieren und ich bin dann rein. Ich war relativ entspannt, als Nico Müller mich umgedreht hat. Da habe ich mich auch schon anders erlebt. Man lernt aus der Vergangenheit. Ich bin wieder rausgefahren und dann regnete es plötzlich. Da dachte ich, das kann alles nicht mehr wahr sein.“

Der BMW-Pilot hätte in diesem Moment wohl selber keinen Pfifferling mehr auf sich gesetzt. Doch das Schicksal hatte für Glock eine weitere Wendung parat. „Ich dachte, wenn jetzt ein Safety-Car kommt, dann haben wir wieder eine Chance. Dass es unter solchen Umständen passiert, das wünscht man sich nicht. Am Ende haben wir das Beste aus der Situation gemacht. Am Ende sind wir mit drei BMW auf dem Podium. Das ist sehr gut. Nach dem schwierigen Samstag haben wir heute uns wieder nach vorne gearbeitet. Wir wissen, dass Gary Paffett mit Mercedes sehr stark war hier und wahrscheinlich seine Führung ausgebaut hätte. So ist eben Motorsport. Als ich gesehen habe, dass er beim Re-Start auf Regenreifen war und noch nicht gestoppt hatte, dachte ich oh, da hat er völlig verwachst. Mercedes hätte heute dick punkten können.“

Stattdessen konnte sich Glock für die nächsten Rennen am Norisring wieder in eine perfekte Ausgangssituation bringen, nachdem ihm Paffett tags zuvor noch den Platz an der Sonne genommen hatte. In seinem sechsten Jahr in der DTM hat Glock erstmalig die Chance auf den Titel. 2017 war der siebte Platz seine bisher beste Platzierung. „Ich sollte schnell auf Holz klopfen. Es gibt Jahre, in denen die Dinge für einen laufen. Ich habe eine andere Herangehensweise mittlerweile. Ich sehe die Dinge lockerer. Wir sind aber erst am dritten Rennwochenende. Ich hoffe, dass der Dusel noch etwas anhält.“

Eng konterte Rockenfellers tiefe Trickkiste

Nachdem Philipp Eng am Lausitzring seine erste Pole Position und seinen ersten Podestplatz erzielt hatte, fuhr der Rookie am Sonntag erneut als Dritter aufs Treppchen. „Es war ein unglaublich turbulentes Rennen. Speziell mit den Slicks im Regen zu fahren, das war extrem aufregend, hat mir aber viel Spaß gemacht. Ich wusste nicht genau, wie viele vor mir noch in die Box müssen. Ich habe mir gedacht, okay, dann wirst du vielleicht Vierter oder Fünfter. Als ich auf dem großen Monitor gesehen habe, dass Jamie Green reinfährt, habe ich mich gefreut. Dann sah ich noch Mike Rockenfeller hinter mir. Dessen Trickkiste ist extrem tief, aber ich habe mich gut verteidigen können und habe es ins Ziel gebracht. Es ist immer ein großes Privileg, wenn du in der besten Tourenwagenserie der Welt auf dem Podium stehst“, sagte der Österreicher, der nun mit 41 Punkten Siebter in der Fahrerwertung ist.

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