BMW Procar: Spielwiese für Formel-1-Stars | DTM
2019-04-10 08:15:00

BMW Procar: Spielwiese für Formel-1-Stars

BMW M1 Procar

Eine Flamme, die doppelt so hell brennt, brennt nur halb so lange, sagt das Sprichwort. Und das gilt auch für den Motorsport, in dem einige der populärsten Serien schon nach einem Augenzwinkern wieder verschwunden waren. 

In Nordamerika lief die ursprüngliche CanAm-Serie – gefahren mit unfassbar lauten und kraftstrotzenden Sportwagen-Monstern – gerade mal neun Jahre, wird aber bis heute von denen, die die CanAm-Action damals miterleben durften, verehrt und vermisst. Und sogar von Vielen, die damals nicht dabei waren.

In Europa hatten wir die BMW M1 Procar Meisterschaft – ebenfalls mit unfassbar lauten und kraftstrotzenden Sportwagen-Monstern –, die noch kürzer lebte, und schon nach zwei Saisons (1979 und 1980) zu Grabe getragen wurde. Doch auch diese Rennserie hinterließ in den Köpfen und Herzen von Motorsport-Fans auf der ganzen Welt einen tiefen Eindruck.

Die Idee war einfach: Verwandelt den keilförmigen M1 in ein Motorsport-Geschoss, baut genug Autos, um eine Startaufstellung füllen zu können, setzt einige der besten Rennfahrer der Welt ins Cockpit – darunter einige der besten F1-Fahrer – und lasst sie gegeneinander antreten. Oft im Rahmenprogramm der europäischen Formel-1-Rennen.

Niki Lauda (Formel-1-Weltmeister 1975, 1977, 1984) gewann in der Debüt-Saison drei der acht Rennen und sicherte sich damit den Titel – und im zweiten Jahr ging der Titel an den damals jungen Nelson Piquet (Formel-1-Weltmeister 1981, 1983, 1987), ebenfalls mit drei Rennsiegen.

BMW M1 Procar - Highlights einer kurzen Geschichte

1. Zolder 1979

Das erste Procar-Rennen aller Zeiten findet in Zolder statt. Am 12. Mai 1979, dem Samstag des Belgien-GP. Clay Regazzoni (28) geht vor Niki Lauda (im rot-weißen Auto) und Mario Andretti in die erste Kurve. Den Sieg holt sich Elio de Angelis.

2. Monaco 1979

Jean-Pierre Jarier wirft sein BMW Procar in die Tabak-Kurve am Hafen von Monaco. Der Franzose, der in der Formel 1 für Renault an den Start geht, wird Neunter. Der Sieg geht an Niki Lauda, in einem von Ron Dennis’ ‚Project Four‘ vorbereiteten Auto. 

3. Hockenheim 1979

Eingangs des Motodrom sind Hans-Joachim Stuck (77), Didier Pironi (3) und Hans-Georg Bürger (90) in einen heißen Dreikampf verwickelt. Der fünfte Meisterschaftslauf wird letztlich von Niki Lauda gewonnen, in der F1 damals in Brabham-Diensten unterwegs.  

4. Der erste Procar-Champion

Niki Lauda gewinnt im Verlauf der Saison 1979 drei Rennen und holt sich damit in der Procar-Debüt-Saison den Titel. Lauda kehrt der Formel 1 noch vor Ende der Saison den Rücken doch seine Verbindung zu Ron Dennis und dessen Procar-Projekt sollen Lauda den Weg zurück in die Formel 1 und zu seinem dritten WM-Titel ebnen. 

5. Nelson Piquet: Procar-Champion 1980 

In ihrer zweiten Saison bestreitet die Serie einige ihrer Rennen unabhängig vom F1-Kalender, beispielsweise in Donington Park und auf der Avus in Berlin. Ein Sieg-Hattrick zum Saisonende verschaffte dem Brasilianer Nelson Piquet den Titel. 

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