Brandschutz in der DTM – akribische Sicherheitskontrollen | DTM
2015-12-04 12:45:00

Brandschutz in der DTM – akribische Sicherheitskontrollen

Rauchentwicklung am Auto von Christian Vietoris nach dem Zusammenprall mit Miguel Molina in Moskau. Die hohen Sicherheitsstandards verhindern in solchen Fällen Schlimmeres.

Feuer war lange Jahre das Schreckgespenst im Motorsport. Glücklicherweise sind brennende Rennautos heutzutage die absolute Ausnahme. Maßgeblich dafür verantwortlich: strapazierfähige, flexible Tanks, dazu Kraftstoffleitungen die enormen Druck aushalten und über Anschlüsse verfügen, die sich beim möglichen Abreißen selbstständig verschließen. Doch gänzlich ausschließen lässt sich Feuer dennoch nicht, weshalb die FIA und der DMSB sehr genaue und strenge Regeln zum Feuerschutz und der Brandbekämpfung formuliert haben. Damit diese auch eingehalten werden, prüft die Dekra vor Beginn einer DTM-Veranstaltung die Bekleidung sowie die Löschanlagen in den Autos. Ohne das Okay der technischen Kommissare darf kein DTM-Fahrzeug die Boxengasse verlassen. 

Besonders der Zustand des Feuerlöschers wird von den Prüfern genauestens untersucht. Ein zeitaufwändiges Unterfangen, das große Sorgfalt verlangt. Denn selbst wenn das Manometer ausreichend Druck und Löschmittel anzeigt, sagt dies noch nicht viel über den tatsächlichen Zustand des Systems aus. Weitere Faktoren sind bei der Kontrolle ausschlaggebend: Sind alle Löschmittel-Leitungen knickfrei zu den vorgeschriebenen Stellen verlegt? Funktionieren die Temperatur-Sensoren, die im Ernstfall einen Löschvorgang automatisch auslösen? Gibt es am Manometer einen Defekt? Ist die Anlage noch ‚haltbar’ oder ist die maximale Lebensdauer überschritten? Funktioniert die von außen zugängliche, manuelle Auslösung des Löschers? Ist der entsprechende Auslöser deutlich sichtbar und wie vorgeschrieben gekennzeichnet? Viele Fragen, die von den Prüfern nach der akribischen Kontrolle an den Autos mit ‚Ja’ beantwortet werden müssen. 

Die roten Lösch- und Treibmittel-Patronen sind bei allen DTM-Fahrzeugen an der gleichen Stelle angebracht: Unter den Fahrerbeinen, in der sogenannten Kniebrücke des Monocoques. In der japanischen GTA-Serie, die mit einem baugleichen Monocoque unterwegs ist, sind an dieser Stelle die Performance-Gewichte zu finden, während sich die Löscher hinter dem Fahrersitz, schwer zugänglich verstecken. In beiden Serien muss aber bald schon umgedacht werden, denn die FIA hat neue Vorschriften für Feuerlöscher verfasst. Künftig werden gleich zwei Löschmittel-Behälter sowie ein neuartiges Löschmittel verlangt.

Ähnlich streng sind auch die Vorschriften für die Fahrerbekleidung. Ob Schuhe, Socken, lange Unterwäsche, Kopfhaube, Handschuhe oder Overall – alle Kleidungsstücke, die mit der Haut des Fahrers in Berührung kommen, müssen aus flammabweisendem Material hergestellt und von der FIA zugelassen sein. Das gilt natürlich auch für den Helm und speziell seine innere Auskleidung. Fahrer, die sich nicht an die Bekleidungsvorschriften halten, sind nicht nur leichtsinnig, sondern müssen auch mit empfindlichen Strafen rechnen. In Sachen Sicherheit verstehen FIA und DMSB keinen Spaß. Das wurde auch beim DTM-Saisonfinale 2015 in Hockenheim deutlich, als der neue Champion Pascal Wehrlein nach seinen Jubeldonuts nur ein paar Meter ohne angelegte Sicherheitsgurte über die Strecke fuhr und dafür mit einer 1.000 Euro Geldstrafe belegt wurde.

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