Christian Abt: „Wir haben uns noch mehr vorgenommen“ | DTM
2001-05-02 07:16:44

Christian Abt: „Wir haben uns noch mehr vorgenommen“

Der Auftritt des Teams Abt Sportsline beim Saisonauftakt der in Hockenheim glich einer kleinen Sensation: Obwohl die neuen Abt-Audi TT-R erst in letzter Sekunde fertig geworden waren, fuhren Christian Abt und Laurent Aiello auf Anhieb in die Punkteränge. An diese Leistung will die Mannschaft am Nürburgring natürlich anknüpfen - und absolviert deshalb ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm. „Der Anfang war schon ziemlich gut, aber wir haben uns dieses Jahr noch mehr vorgenommen“, sagt Christian Abt.

Nach zwei Tagen Auszeit knöpfte sich das Team um Albert Deuring die vier Hasseröder-gelben Abt-Audi TT-R vor. „Wir haben die Fahrzeuge komplett auseinander genommen und jedes einzelne Teil gecheckt“, berichtet der Cheftechniker. „Das ist die ganz normale Prozedur nach einem absolvierten Roll-out.“ Dabei haben die Mechaniker das Bremsenproblem am Fahrzeug von Martin Tomczyk entdeckt und beseitigt. Auch die Ursache für den Defekt am Tank des TT-R von Mattias Ekström, der einen Start des Schweden beim Wertungslauf unmöglich machte, wurde gefunden. Deuring: „Ein Kugelventil, das ein Auslaufen des Tanks bei einem Überschlag verhindert, hatte sich verklemmt.“

Damit präsentieren sich die vier etwa 450 PS starken Rennautos beim ersten Gastspiel in der Eifel in nochmals verbesserter Form - ebenso wie die gesamte Mannschaft des Privatteams aus Kempten. „Vor dem Auftakt haben wir uns nur auf die Fertigstellung der TT-R konzentriert. Jetzt müssen Team und Auto weiter zusammenwachsen, das ist gerade am Anfang einer Saison enorm wichtig“, weiß Teamchef Hans-Jürgen Abt. Dafür tritt seine gesamte Mannschaft in dieser Woche auf dem Kemptener Fahrsicherheitszentrum an, nur wenige hundert Meter von dem Unternehmen entfernt. Auf dem Programm: Boxenstopps. „Wir arbeiten so hart an jeder Zehntelsekunde auf der Strecke. Es wäre schade, wenn wir dann an der Box wertvolle Sekunden verlieren“, sagt Abt.

Um die Motivation seiner Truppe braucht sich der Teamchef nicht zu sorgen: Seine vier Schützlinge strotzen vor Selbstbewusstsein. Allen voran die beiden Junioren Mattias Ekström und Martin Tomczyk, die schon in Hockenheim ihr Können aufblitzen ließen und es in der Eifel auch mit Ergebnissen untermauern wollen. Christian Abt und Laurent Aiello, die den ersten Schritt in diesem Jahr - Punkte sammeln - bereits in Hockenheim abgehakt haben, wollen sich ab dem Lauf auf dem Nürburgring auf das nächste Ziel konzentrieren: Leistung bestätigen und vielleicht sogar schon ums Podium kämpfen.

Allerdings ist für die vier Piloten die Vorbereitung auf den Nürburgring in diesen Tagen in den Hintergrund gerückt - zu groß ist die Bestürzung über den Tod ihres bei Testfahrten verunglückten Fahrerkollegen Michele Alboreto. „Michele war für mich viel mehr als bloß ein Teamkollege“, erklärt Christian Abt. „In einem der schönsten Momente meiner Karriere, als wir als Dritte in Le Mans vor gut 100.000 Menschen auf dem Podium standen, war Michele an meiner Seite. Wir alle haben einen großen Motorsportler und Menschen verloren“, erklärt der Kemptener auch stellvertretend für das gesamte Team Abt Sportsline und besonders Laurent Aiello, der gemeinsam mit dem Italiener erst vor wenigen Wochen den Sieg beim 12-Stunden-Rennen in Sebring errang.

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