Debüt-Sieg für Philipp Eng in Zolder | DTM
2019-05-18 17:00:00

Debüt-Sieg für Philipp Eng in Zolder

Debüt-Sieg für Philipp Eng in Zolder

Die Rennstrecke: erfrischend „oldschool“. Das Ergebnis: ein umjubelter Premierensieg. Philipp Eng (AUT, BMW) hat die Rückkehr der DTM an ihre „Geburtstätte“ in Zolder mit einer strategischen Meisterleistung für sich entschieden und sich damit im 23. Anlauf erstmals in die Siegerliste eingetragen.

„Ich widme diesen besonderen Sieg Charly Lamm“, sagte Lamm anschließend. „Er war ein guter Freund für viele von uns und ein spezieller Mentor für mich. Er hat mir gesagt, dass ich meinen Traum verfolgen soll. Das habe ich getan – und jetzt stehe ich hier. Danke, Charly, ich habe gespürt, dass du heute bei mir warst.“

 

Vom Safety-Car profitiert

Als Siebter aus der vierten Startreihe ins Rennen gegangen, nutzte Eng eine Safety-Car-Phase gleich doppelt: Noch bevor das Sicherheitsfahrzeug wegen zweier gestrandeter Fahrzeuge in Runde 13 das Feld für fünf Runden einbremste, hatte Eng seinen Pflichtstopp bereits absolviert, beim Neustart überholte der Österreicher zudem seinen BMW-Markenkollegen Joel Eriksson (SWE) – das entscheidende Manöver.

Eng zieht beim Neustart Eriksson und Rast davon

 

„Ich bin der wohl glücklichste Mensch der Welt“, sagte Eng. „Ich bin so froh in der DTM zu sein, so froh für BMW zu fahren. Zu gewinnen ist einfach fantastisch. Die letzten fünf, sechs Runden haben sich so lang wie ein 24-Stunden-Rennen angefühlt. Das ist das Szenario, von dem ich immer geträumt habe. Doch die Wirklichkeit schlägt den Traum bei Weitem. Etwas Glück war auch dabei, aber ich denke, wir haben verdient gewonnen.“

 

Heimsieg für RBM

Für Engs Einsatzteam, dem BMW Team RBM, bildete der Triumph im dritten DTM-Rennen der Saison zudem einen heftig umjubelten Heimsieg. Die Mannschaft rund um Bart Mampaey ist in Mechelen, nur etwas mehr als 72 Kilometer von Zolder entfernt zuhause.

„Das war Eines der schwierigsten Rennen in meinem Leben“, sagte der zweitplatzierte Eriksson. „Ich habe keine Fehler gemacht, das gesamte Rennen lang. Nico Müller hat am Ende noch einmal richtig Druck gemacht. Doch ich konnte ihn hinter mir halten. Ich bin jetzt glücklich für die BMW-Mannschaft und darüber, dass die Strategie heute aufgegangen ist. Am Ende waren meine Reifen ziemlich am Ende. Philipp Eng ist einer meiner besten Freunde – ich freue mich sehr für ihn.“

Audi feierte hinter den BMW-Piloten Eng und Eriksson mit Nico Müller (SUI) Rang drei, Aston Martin dank der Plätze acht und neun für Paul Di Resta (GBR) und Ferdinand von Habsburg (AUT) Punkteränge. Müller: „Hier in Zolder ist es richtig schwierig, zu überholen. Ich habe versucht, bis zum Ende Druck zu machen, hatte aber selbst am Ende mit abbauenden Reifen zu kämpfen. Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Mit dem Quali-Ergebnis auf dem Podium zu landen, ist super, auch wenn etwas Glück dabei war.“

 

Strategie, Strategie, Strategie: außergewöhnliche Leistungen mit Köpfchen

Hinter denjenigen, die auf dem Podium die Korken knallen ließen, sorgten andere mit ebenfalls ungewöhnlichen Strategien für Aufsehen. Rang vier ging an Loïc Duval (FRA, Audi), der in der gleichen Runde wie Sieger Philipp Eng seinen Pflichtstopp absolvierte. Wegen eines Frühstarts musste Duval allerdings eine 5-Sekunden-Strafe an der Box absitzen. Direkt hinter ihm kam Audi-Markenkollege Mike Rockenfeller (GER) ins Ziel – nach verkorkstem Zeittraining arbeitete sich Rockenfeller mit einem Pflichtstopp in Runde zwei sowie einem weiteren in der Safety-Car-Phase auf Position fünf vor. Auch Paul Di Resta (GBR, Aston Martin) nutzte eine Zwei-Stopp-Strategie, um sich von Startplatz 16 auf die achte Position zu verbessern.

Ein emotionaler Tag für den Österreicher, der im 23. DTM-Rennen seinen ersten sieg feierte

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