Der Regengott muss ein Schwede sein | DTM
2018-08-27 18:30:00

Der Regengott muss ein Schwede sein

Der Regengott muss ein Schwede sein

Joel Eriksson ist am Ziel seiner Träume. „Helt otroligt“, „absolut unglaublich“ fand es der junge Schwede. Als er am Sonntag nach dem Rennen in Misano die schwarz-weiß-karierte Flagge sah, kamen ihm die Tränen. Der Rookie war völlig ergriffen nach seinem ersten DTM-Sieg. „Ein Traum ist wahr geworden für mich. Das ist der größte Moment meines Lebens. Mir fehlen die Worte. Seit meiner Zeit im Kartsport wollte ich in der DTM einmal ganz oben stehen.Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin“, sagte der 20-Jährige bewegt. Der BMW-Pilot ist nun der zweitjüngste Rennsieger in der DTM-Geschichte nach Pascal Wehrlein. 

Getreu der Devise, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, ging Eriksson auf feuchter Strecke, im Gegensatz zur Konkurrenz, mit Slicks ins Rennen. Dadurch fiel er von Qualifikationsplatz zwölf nach Runde zwei bis auf Rang 18 zurück. „Es war ein wirklich hartes Rennen. Auf Slicks zu starten war ein Risiko. Anfangs wollte ich nur überleben. Dann fing es an zu regnen und es war schwierig, den Wagen auf der Strecke zu halten. Ich wusste nicht, auf welcher Position ich lag“, sagte Eriksson später.

In Runde neun wechselte der Mann aus Tomelilla rechtzeitig auf Regenreifen, bevor der Himmel seine Schleusen öffnete. Es folgten gleich mehrere Rutschpartien der DTM-Piloten. Nach einem Dreher von Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer rückte das Safetycar aus. 14 der 19 Starter hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ihren Pflichtstopp absolviert und waren fatalerweise vorher auf Slicks gewechselt. Durch den erneuten Reifenwechsel verloren sie alle eine Runde. Eriksson profitierte davon, setzte sich an die Spitze und gab seine Führung nicht mehr her. Am Ende hatte er 1,8 Sekunden Vorsprung auf Edoardo Mortara. „Ich bin unbeschreiblich stolz auf Joel“, sagte Jens Marquardt, Direktor von BMW Motorsport. „Er hat einen unglaublich guten Job gemacht unter sehr schwierigen Bedingungen. Herzlichen Glückwunsch zum ersten DTM-Sieg. Wir werden das feiern.“

Schon im Training war der Plan, auf Slicks zu setzen, gereift. „Ich wusste, dass ich ein gutes Auto habe. Wir haben von Beginn an über den Sieg nachgedacht. Deshalb haben wir uns auch dazu entschieden. Wir haben die richtige Wahl getroffen und hatten dann aber auch etwas Glück. Heute ist für uns alles wirklich sehr gut gelaufen.“

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