Der Regenreifen, der aus der Serie kam | DTM
2005-08-05 09:34:16

Der Regenreifen, der aus der Serie kam

Der Regenreifen, der aus der Serie kam

Bekanntes Terrain für die DTM und ihren exklusiven Reifenpartner Dunlop: Der siebte Saisonlauf der DTM am Nürburgring steht auf dem Programm. Für Tabellenführer Gary Paffett (AMG-Mercedes C-Klasse) und seine 19 Kollegen ist der Eifelkurs die vielleicht am besten bekannte Rennstrecke im Kalender – Europas populärste Tourenwagen-Serie gastiert hier zum 65. Mal. Gleichwohl ist der Lauf keineswegs alltäglich, denn die Prognosen der Meteorologen lassen vermuten, dass auch die Regenvariante des Dunlop SP Sport Maxx in der DTM-Spezifikation zum Einsatz kommen wird.

Was die Fans freut, sorgt bei den DTM-Teams für bedenkliche Mienen: Während des Eifel-Wochenendes nimmt letzten Vorhersagen nach die Regenwahrscheinlichkeit ab. Rollout und Tests am Freitag könnten demnach verregnet sein, während es am Rennsonntag wohl eher trocken ist. Für die Motorsportler sind damit die am Freitag gesammelten Daten womöglich nur bedingt brauchbar – denn im Regen gelten andere Vorgaben für das Setup. Ein Beispiel von vielen Unterschieden: Die Gummimischung von Regenreifen ist für ein wesentlich niedrigeres Temperaturfenster ausgelegt. Schon ab 30 Grad und bis rund 50 Grad Celsius greift die Lauffläche kraftvoll in den Asphalt. „Ist Wasser auf der Strecke, hat man fast einen Effekt wie durch ein Kühlmittel“, beschreibt Dunlop-Renndienstchef Enzo Scaramella. „Wir müssen bei Regen deshalb von Beginn an einen höheren Kaltluftdruck einstellen, weil sich der Reifen weniger stark erwärmt und sich die eingefüllte Luft deshalb auch weniger stark ausdehnt.“ Die fehlenden aktuellen Daten bei wechselhafter Witterung zu kompensieren, ist gar nicht einfach. „Naturgemäß wird in solchen Fällen auch ein wenig gepokert“, beschreibt Dunlop-Renndienstchef Enzo Scaramella. Besonders gefragt sind dann die Dienste des Reifenpartners. Scaramella erklärt: „Wir haben Kollegen im Reifendienst, die im Sommer praktisch jedes zweite Wochenende in der Eifel sind – da sammelt sich natürlich einiges an Wissen und Erfahrung an. Zudem kennen wir die Eigenschaften der Dunlop-DTM Spezifikation aus dem eff-eff.“ So sind die Ingenieure des exklusiven Reifenpartners der DTM gerade bei Regenwetter in der Eifel noch begehrtere Gesprächspartner.

Resultat eines gelungenen Kompromisses

So selten die Regenspezifikation des Dunlop SP Sport Maxx für die DTM auch benötigt wird, so gut sind doch die Erfahrungen mit ihr. So gab es etwa beim DTM-Lauf in Spa-Francorchamps Mitte Mai einen verregneten Qualifikationssamstag – auf dem belgischen Hochgeschwindigkeitskurs eine höchst anspruchsvolle Angelegenheit. „Bei hohem Tempo ist insbesondere die Fähigkeit des Reifens gefragt, das Wasser aus der Lauffläche zu transportieren“, weiß Enzo Scaramella. „Nur so kann Aquaplaning verhindert werden. Und das hat gerade auch in Spa hervorragend funktioniert.“ Der Nürburgring fordert vom Regenprofil andere Eigenschaften. Der Eifelkurs verfügt über eine Reihe von Kurven mit langem Mittelabschnitt. „Nach dem Anbremsen und Einlenken gibt es in solchen Kurven eine längere Phase, während der das Fahrzeug am Gas gehalten wird“, erläutert Scaramella. „In solchen Abschnitten ist ein hohes Gripniveau entscheidend. Neben der Mischung des Pneus ist bei Regen das Profil ein wichtiger Einflussfaktor. Die Profilblöcke müssen stabil sein, wenn die Seitenführung stimmen soll.“ Und gerade hier gelang bei der Konstruktion des DTM-Regenreifens ein besonders guter Wurf. In enger Verzahnung von Motorsport- und Serienproduktion wurde das Regenprofil aus dem des sportlichen Straßenreifens Dunlop SP Sport 9000 entwickelt. „Die gemeinsam mit den DTM-Teams erarbeitete Regenspezifikation erfüllt ihren Zweck hervorragend“, erklärt der Renndienstleiter. Da das DTM-Reglement nur eine einzige profilierte Reifenvariante für alle Witterungsbedingungen vorsieht, muss der Pneu dabei immer ein Kompromiss sein. „Wir haben deshalb einen goldenen Mittelweg zwischen den ausgeprägten Spezialeigenschaften gewählt, wie sie bei Monsunreifen und Intermediates
vorhanden sind.“

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