Die Slow Zones – für mehr Sicherheit und Fairness | DTM
2016-08-02 12:00:00

Die Slow Zones – für mehr Sicherheit und Fairness

  • Die Slow Zones sind optisch für die Fahrer deutlich sichtbar.
  • Die Slow Zones – für mehr Sicherheit und Fairness

Das Prozedere nach einem Unfall, bei dem ein Auto an einer ungünstiger Stelle liegen bleibt, ist in den meisten Rennserien gleich: Das Safetycar fährt auf die Strecke, setzt sich vor den Spitzenreiter und führt das Feld wie an der Perlenkette aufgereiht in geringem Tempo um den Kurs, damit die Streckenposten das havarierte Fahrzeug ungefährdet bergen können. Das erhöht zwar die Sicherheit, ist aber gerade für die Fahrer, die sich einen Vorsprung erarbeitet haben, ärgerlich. Die Lösung für dieses Dilemma bieten in der DTM sogenannte ‚Slow Zones‘.

Dazu wird die Strecke in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils in oder nach langsamen Kurven beginnen. Kommt ein Fahrzeug von der Strecke ab, dann werden die übrigen Piloten bei der Zufahrt auf den betreffenden Sektor durch gelbe Flaggen, Warntafeln, Lichtsignale und einen Countdown im Display ihres Auto darauf hingewiesen, dass mit Überqueren der gelben Slow Zone-Linie in diesem Abschnitt Überholverbot und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gelten. Zur Vereinfachung gibt es einen Knopf am Lenkrad, der ähnlich wie ein herkömmlicher Tempomat die erlaubte Geschwindigkeit hält. Ist die Bergung des liegengebliebenen Autos abgeschlossen, werden die Fahrer durch grüne Flaggen und Lichtsignale informiert, dass sie ab sofort wieder im Renntempo loslegen können.

Die Einführung dieses Verfahrens leistet nicht nur einer Regeländerung der FIA in Bezug auf Streckensicherheit folge, sondern bietet darüber hinaus eine Reihe von Vorteilen: Zuallererst steht die Sicherheit der Streckenposten im Vordergrund. Daneben freuen sich die Piloten vor allem darüber, dass die Rennen durch den Einsatz von Slow Zones kaum verzerrt werden. So sieht etwa Daniel Juncadella die Entwicklung sehr positiv: „Ich denke es ist gut für die Spannung, wenn ein Safetycar vermieden werden kann.“ Und Mike Rockenfeller pflichtet bei: „Das ist definitiv eine Verbesserung für den Rennverlauf.“ Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi, kennt die Meinung der Hersteller zu diesem Thema: „Grundsätzlich sind sich alle einig. Vor allem, dass die Zonen nach langsamen Kurven beginnen halte ich für den richtigen Ansatz, weil so das Risiko eines Auffahrunfalls minimiert wird, da niemand stark herunterbremsen muss.“

Sven Stoppe, DTM-Renndirektor, erklärt: „Zum einen ist es sportlich fairer, weil die Vorsprünge anders als bei einem Safetycar eingefroren werden. Für die Zuschauer haben die Slow Zones außerdem den Vorteil, dass der Rennbetrieb in den übrigen Streckenabschnitten auch während einer aktiven Slow Zone unverändert weiterläuft.“ Von den Slow Zones profitieren also alle‘: Sportwarte, Fahrer und nicht zuletzt die DTM-Fans, die außerhalb der jeweiligen Slow Zones ja ein normales Rennen mit Vollgas sehen.

Trotz aller Vorteile ist das Safetycar aber nach wie vor eine Option: Zwar bietet sich eine Slow Zone bei einem havarierten Fahrzeug neben der Strecke an, befinden sich jedoch liegengebliebene Autos oder Trümmerteile auf der Fahrbahn, dann führt kein Weg an der klassischen Methode zur Sicherung der Aufräumarbeiten vorbei.

Insgesamt wurd die populärste internationale Tourenwagenserie mit dieser Reglement-Erweiterung noch ein Stückchen sicherer – und dabei gleichzeitig fairer für alle Beteiligten.

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