Die Tops und Flops zur Halbzeit der DTM | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-08-17 07:30:00

Die Tops und Flops zur Halbzeit der DTM

Die Tops und Flops zur Halbzeit der DTM

Die DTM geht in die entscheidende Phase. Zehn von 18 Rennen sind absolviert. DTM.com hat jeweils drei Tops und Flops aus Sicht der Redaktion zusammengestellt. Eine Auflistung, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Top:

René Rast rockt die DTM. Vor den Rennen in Zandvoort hat der Rookie nur einen einzigen Punkt Rückstand auf den Gesamtführenden und Markenkollegen Mattias Ekström. An der niederländischen Nordseeküste kam der Audi-Pilot im vergangenen Jahr als Ersatzfahrer über Nacht zu seinem DTM-Debüt. Zwölf Monate später hat der 30 Jahre alte Spätstarter nach nur 13 Rennen bereits zwei Siege auf dem Konto, drei Pole-Positions, zwei schnellste Rennrunden und sehr gute Karten im Titelkampf.

Lucas Auer ist in dieser Saison beinahe von Null auf Hundert nach vorne geschossen. Der Österreicher hat nach einem Lehrjahr 2015 und Platz sechs als bestem Ergebnis eine klare Steigerung im Jahr zwei hingelegt. Am Lausitzring feierte er seinen ersten Sieg und zeigte am Nürburgring eine starke Leistung, die mit Platz 2 belohnt wurde. 2017 legte er einen Raketenstart hin: „Luggi“ gewann auf dem Hockenheimring und dem Lausitzring und ist aktuell Dritter in der Gesamtwertung. Der 22-Jährige begeistert die Fans auch durch seine forsche, unbekümmerte Art, auch außerhalb des Cockpits. Der verdiente Lohn seiner Erfolge waren für den Mercedes-AMG-Piloten dann auch die Testfahrten im Formel-1-Auto des Teams Force India.   

Die Regeländerungen vor der Saison haben zu deutlich mehr Action und einer besseren Show geführt. Der Re-Start in der zweireihigen Grid-Formation im Indianapolis-Stil, der gleich beim zweiten Saisonlauf der DTM in Hockenheim zur Anwendung kam, ist eine Bereicherung und erhöht den Spannungsbogen. Der Verzicht auf Heizdecken ist vor allem nach dem Boxenstopp eine echte Herausforderung für die Piloten. Der neue Reifen, die erhebliche Einschränkung des Boxenfunks, die Beschränkung der DRS-Nutzung, sowie weniger Aerodynamik haben sich insgesamt sehr positiv ausgewirkt. Rassige Zweikämpfe und packende Überholmanöver sind an der Tagesordnung. Klasse auch der neue Pit View, hier kommen die Motorsportfans voll auf ihre Kosten: Durch die Fenster in den Boxen kann den Mechanikern hautnah bei der Arbeit zugeschaut werden. 

Flop:

Augusto Farfus, 2012 hatte der sympathische Brasilianer ein gelungenes erstes DTM-Jahr. Der BMW-Pilot gewann in Valencia und wurde Siebter in der Gesamtwertung. 2013 startete er dann richtig durch. Mit drei Saisonsiegen wurde er sogar Vizechampion der DTM. Seitdem fehlt Farfus oft das notwendige Tempo. Den letzten seiner insgesamt zwölf Podestplätze in 74 Rennen schaffte er am 8. Mai 2016 als Zweiter zum Saisonauftakt in Hockenheim. In der Gesamtwertung wurde er in den letzten Saisons 13., 12. und 16. Derzeit ist er Vorletzter mit mageren sechs Punkten für seinen siebten Platz am Norisring. Farfus muss sich steigern, den Speed hat der 33-Jährige zweifellos, was er immer mal wieder durch schnelle Runden im Qualifying durchschimmern lässt.

Loïc Duval, er gewann 2009 die Super Formula, 2010 die Super GT und 2013 wurde der Franzose Weltmeister in der FIA WEC. Der Audi-Pilot kann es also grundsätzlich. Doch als Rookie in der DTM zahlt der 35-Jährige ordentlich Lehrgeld. Zehn Qualifyings, zehn Rennen – null Punkte. Dafür aber vier Verwarnungen. Mit dieser schwachen Ausbeute ist Duval logischerweise Letzter in der Gesamtwertung und auch der ‚Lausbub’ der DTM. In Zandvoort hofft er auf die Trendwende. An den Kurs in den Dünen hat Duval gute Erinnerungen, dort erkämpfte er 2008 bei schwierigen Bedingungen für das französische Nationalteam einen Sieg in der A1-Grand-Prix-Serie.

Die Performance-Gewichte sind ein leidiges Dauerthema. Die DTM bietet exzellenten Motorsport, nur für den Erfolgsballast wurde bislang noch keine für alle Seiten befriedigende Lösung gefunden. Die Anzahl der Kritiker überwiegt klar die der Verfechter der Gewichte. Letztlich ist eine Abschaffung der Performance-Gewichte über kurz oder lang das anzustrebende Ziel. So lautet auch der allgemeine Tenor bei den Fans. Das pure Racing und der Sport sollten Vorfahrt genießen.  

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