Die Vorfreude auf Zandvoort wächst | DTM
2015-07-08 12:00:00

Die Vorfreude auf Zandvoort wächst

  • Robert Wickens
  • Timo Scheider
  • Martin Tomczyk

Drei Tage bevor am Freitag das nächste DTM-Wochenende im niederländischen Zandvoort anbricht, plauderten die Piloten Timo Scheider, Martin Tomczyk und Robert Wickens über ihre Erwartungen, Hoffnungen und Ziele für die Rennen auf dem einzigartigen Dünenkurs.

Nach dem Zwischenhoch für Mercedes auf dem Norisring befürchtet der eine oder andere Fan vielleicht schon, dass sich in Zandvoort wieder die zum Anfang der Saison gesehene Audi-Dominanz einstellen könnte. Audi-Pilot Timo Scheider reist dagegen mit gemischten Gefühlen in die Niederlande: „Ich komme gerade vom Teammeeting und habe die Kalkulationen gesehen – da sprechen wir über einen Zeitvorteil der leichtesten BMW von etwas mehr als fünf Zehntelsekunden gegenüber uns. Nach dem Norisring-Wochenende sind wir vermutlich etwa gleichauf mit Mercedes, aber an BMW heranzukommen wird sicher eine harte Aufgabe.“

Obwohl er in der Vergangenheit mit Pole-Positions bereits belegte, dass er auf dem Dünenkurs schnell ist, wollte es für den Meister der Jahre 2008 und 2009 im Rennen bislang nie so recht zusammenpassen: Mal war ein Rad nicht richtig fest, mal kam er zu spät zum Wiegen und verlor seine Punkte.  „Hassliebe ist vielleicht das richtige Wort, um meine Beziehung zu Zandvoort zu beschreiben“, erklärt Scheider, bleibt aber dennoch optimistisch: „Nichtsdestotrotz ist es eine sehr schöne Gegend und wir haben echt schöne Zeiten gehabt da oben – ich mag die Strecke, weil sie sehr selektiv ist und alles vereint: Schnelle und langsame Passagen, technische und aerodynamische. Es macht wirklich Freude dort zu fahren.“

Was Audi Sorgenfalten beschert, sieht man bei der Konkurrenz in München als Chance. Martin Tomczyk glaubt nach dem durchwachsenen Saisonstart an einen Wendepunkt für BMW: „Wir gehen davon aus, dass wir in Zandvoort definitiv ums Podium fahren werden. Was das Gewicht angeht, sind wir natürlich leicht im Vorteil; die Strecke sollte uns eigentlich auch liegen, deshalb glaube ich schon, dass wir dort konkurrenzfähiger sein werden, als wir das zuletzt am Norisring oder davor am Lausitzring waren.“

Der Rosenheimer wird aber noch von einem ganz persönlichen Problem geplagt: Seine durchschnittliche Startposition war bei den bisherigen sechs Rennen der 16. Platz.

„Das Phänomen hat man ja schon in den letzten beiden Jahren bei mir gesehen und leider auch dieses Jahr wieder: Ich habe Probleme, mit dem M4 auf diese eine Runde im Qualifying 100 Prozent zu zeigen und das Maximum rauszuholen. Wir haben für diese Saison zwar einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, aber ein kleiner Schritt ist einfach zu wenig“, erklärt der 33-Jährige. „Im Rennen sieht es dann ganz anders aus, da komme ich super zurecht und kann konstant gute Zeiten auf dem Niveau der Spitze fahren.“ Das führte dazu, dass Tomczyk derzeit den inoffiziellen Kämpfer-Titel der DTM innehat: 33 Positionen hat er in dieser Saison insgesamt im Rennen bereits gutgemacht. Dank der schlechten Ausgangsposition landete er damit meist trotzdem lediglich unmittelbar vor den Punkterängen und konnte keine Zähler für die Gesamtwertung sichern.

Mercedes könnte bei allen Spekulationen über die dominanten Audi und die begünstigten BMW der lachende Dritte sein. Robert Wickens hat jedenfalls die Hoffnung auf die Meisterschaft noch nicht aufgegeben: „Solange wir bei jedem Rennen Punkte sammeln, bin ich zuversichtlich, dass wir am Ende der Saison um den Meistertitel mitkämpfen können. Es ist kein Geheimnis, dass Audi stark ist, aber BMW und Mercedes versuchen alles, um die Lücke zu schließen und das Bild, das wir im ersten Saisondrittel gesehen haben, nochmal zu drehen.“ Dass die weiß-blaue Konkurrenz dabei einen Vorteil durch ihr Startgewicht erhält, findet der Kanadier in Ordnung: „In der Formel Eins gibt es beispielsweise keine Performance-Gewichte, da geht es nur um maximale Performance. Wozu das führt, konnte man in den vergangenen Jahren sehen. Die DTM ist da anders: Hier geht es darum, den Zuschauern eine tolle Show zu liefern mit Überholmanövern und spannenden Rad-an-Rad-Kämpfen auf Augenhöhe. Ich denke dafür ist das Gewichts-Reglement ein guter Weg.“

Genau auf diese Art von Rennaction freuen sich die Fans bereits, wenn die DTM am kommenden Wochenende in Zandvoort gastiert und dank des ‚DTM-Doubles’ wieder Motorsport im Doppelpack liefert.

Los geht es schon am Freitag, den 10. Juli. Den Zeitplan und alles Wissenswerte rund um die dreitägige Veranstaltung finden Sie hier. Tickets können Sie bei DTM.com bestellen und per [email protected] direkt selbst drucken - oder aber auf herkömmlichem Wege an der Tageskasse am Circuit Park Zandvoort erwerben.

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen