Doppelt und dreifach abgesichert – die Zeitnahme bei der DTM | DTM.com | Die offizielle Webseite
2016-01-20 08:00:00

Doppelt und dreifach abgesichert – die Zeitnahme bei der DTM

  • Stefan Schlerkmann an seinem Arbeitsplatz.
  • Die präzise und korrekte Erfassung der Zeiten obliegt der Zeitnahme.

Training, Warm up, Qualifying und Rennen – über ein DTM-Wochenende kommt ein gewaltiger Berg gemessener Zeiten zusammen. Jeder der 24 DTM-Piloten legt pro Rennveranstaltung im Schnitt knapp über 500 Kilometer zurück. Das sind, je nach Strecke, weit über 100 Runden, die zudem in verschiedene Sektoren unterteilt sind. Jede Runde und jeder Sektor eines Piloten werden bis auf  die Tausendstelsekunde genau gemessen.  Die präzise und korrekte Erfassung dieser Zeiten obliegt der Zeitnahme. Sechs Mitarbeiter des DTM-Partners ‚_wige solutions gmbh’ sind pro Veranstaltung nötig, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Und die setzten dabei, trotz aller technischen Möglichkeiten, weiterhin auf die manuelle Kontrolle. „Zwei Mitarbeiter sind für die händische Zeitnahme zuständig“, sagt Zeitnahme-Obmann Stefan Schlerkmann. „Der Umfang ist zwar geringer als noch in den 80er-Jahren, aber, sie ist als zusätzliche Absicherung unverzichtbar.“

Natürlich spielt aber auch bei der Zeitnahme der Computer inzwischen die tragende Rolle. Vielmehr sorgen Transponder in den Autos und Zeitschleifen im Streckenasphalt für die Übertragung der Daten. Seit der Saison 2012 befinden sich immer zwei Transponder in einem DTM-Wagen. Der Haupt-Transponder ist per Kabel an das Bordnetzt des Fahrzeugs angeschlossen und im vorderen rechten Radkasten angebracht. Der Backup-Transponder ist batteriebetrieben. „Vor vier Jahren ist bei Mike Rockenfeller in Brands Hatch der Transponder aufgrund eines Kabelbruchs ausgefallen. Der war zu allem Überfluss auch noch der Führende im Rennen. Dies hatte zur Folge, dass Rockenfeller im virtuellen Klassement immer hin und her gesprungen ist. Um solchen Problemen vorzubeugen, gibt es seit diesem Rennen den zweiten Transponder“, begründet Schlerkmann.

Trotz allen technischen Fortschritts, kann es auch heutzutage durchaus passieren, dass genannte Technik einmal streikt. Um einen Rennverlauf in diesem Fall trotzdem exakt wiedergeben zu können, setzt das Team der Zeitnahme auf die zusätzliche manuelle Kontrolle. Einem Mitarbeiter obliegt dabei die Aufgabe, die Startnummern der Autos anzusagen, die die Ziellinie passieren. Eine Lichtschranke im Ziel sendet zudem einen Impuls pro Zieldurchfahrt, der den Zeitpunkt der Überquerung bis auf die Tausendstel-Sekunde liefert. Der zweite Mitarbeiter versieht den entsprechenden Impuls im Computer mit der genannten Startnummer seines Kollegen. „In der DTM ist es bisher nicht vorgekommen, dass Zeiten verloren gegangen sind. Nichtsdestotrotz ist es gut, dass wir diese Sicherheitsmaßnahmen haben“, so Schlerkmann. Zusätzlich ist an der Start-Ziel-Linie eine hochauflösende Kamera fest integriert. Denn gerade in den ersten Runden eines Rennens ist es nicht immer mit bloßem Auge zu erkennen, in welcher exakten Reihenfolge die Autos diese Linie passieren.  „Im Zweifel nehmen wir diese Kamera zur Hilfe, um die richtige Startnummer dem entsprechenden Impuls der Lichtschranke zuzuordnen. Falls uns mal eine Durchfahrt fehlen sollte, können wir mithilfe dieser Kamera auch kontrollieren, zu welchem Zeitpunkt das betreffende Auto die Start-Ziel-Linie überquert hat und die Zeit auf diese Weise ergänzen“, so Schlerkmann.

Bei den Sektorzeiten verzichtet die Zeitnahme – neben den genannten Mitarbeiten vervollständigen zwei Techniker und ein Operator das Team - auf diese händische Absicherung. Schlerkmann: „Letztlich ist es für die Ergebniserstellung ja auch nur wichtig, dass an Start-Ziel alles passt. Zudem gab es bei den Sektorzeiten auch noch keinerlei Probleme.“

Während eines DTM-Wochenendes wird der Zeitnahme noch eine weitere wichtige Aufgabe zuteil: die Geschwindigkeitsmessung in der Boxengasse. Das Team kontrolliert mithilfe von Zeitschleifen, ob die zulässige Maximalgeschwindigkeit übertreten wurde. Schlerkmann: „In der Boxengasse sind – je nach Strecke - bis zu zehn Zeitschleifen integriert. Zudem gibt es an Boxenein- und ausfahrt eine Lichtschranke. So können wir die Geschwindigkeit eines Autos bis auf das Zehntel-km/h genau bestimmen.“

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