Doppelte Herausforderung am Bosporus | DTM.com | Die offizielle Webseite
2005-09-29 19:37:20

Doppelte Herausforderung am Bosporus

Doppelte Herausforderung am Bosporus

Der Istanbul Speed Park ist am kommenden Wochenende zum ersten Mal Austragungsort eines DTM-Rennens. Dabei gilt es sowohl für die Teams als auch für Dunlop als exklusivem Reifenpartner der DTM gleich zwei Herausforderungen zu bewältigen. Zum einen ist Istanbul die Rennstrecke mit der längsten Anfahrt im DTM-Kalender 2005. Zum anderen ist der brandneue, 5,338 km lange Kurs für alle Beteiligten Neuland, so dass alle Setup-Einstellungen erst noch erarbeitet werden müssen. „Bei aller Routine sind dies Anforderungen, die Istanbul schon jetzt zu einer Besonderheit unter den DTM Terminen machen“, erläutert Enzo Scaramella, Leiter Renndienst bei Dunlop in Hanau.

Großer logistischer Aufwand


Das hessische Hanau in der Nähe von Frankfurt ist dann auch der Ausgangspunkt einer über 2200 km langen Reise quer durch Europa und die Mittelmeerregion. „Schon am Freitag vergangener Woche hat sich ein Troß von fünf LKW in Richtung Triest aufgemacht, um von dort per Fähre nach Istanbul zu kommen“, so Enzo Scaramella. „An Bord war unser komplettes Servicepaket, das wir auch bei den deutschen Rennen für die Teams bereithalten.“ Das Servicepaket – das sind über 400 Hinterradreifen à 11 Kilogramm, über 400 Vorderradreifen à 9,5 Kilogramm, daneben 400 Regenreifen, zwei Montagestraßen sowie etliche Kisten weiteres Equipment, das Dunlop-Techniker und –Monteure am DTM-Wochenende benötigen. Am Dienstag trafen die LKW nach Abwicklung der Zollformalitäten an der Rennstrecke ein, der Aufbau der Zelte folgte am Mittwoch. Der Donnerstag ist – wie bei allen DTMRennen – für die Verlosung der Reifensätze reserviert. Verlosung? Der Dunlop-Renndienstleiter klärt auf: „Das DTM-Reglement ist auf extreme Chancengleichheit ausgerichtet, daher werden selbst die technisch identischen Reifen, die in der Regel aus dem gleichen Produktionszyklus stammen, per Losentscheid den einzelnen Fahrern zugeteilt. Eine Diskussion über vermeintlich bessere Reifensätze kommt so garnicht erst auf.“ Denn alles weitere liegt in der Verantwortung der Teams, sie müssen durch den optimalen Luftdruck und ein perfektes Vorheizprozedere das Bestmögliche aus jedem der absolut identischen Reifensätze herausholen. „Dabei werden die Teams natürlich von unseren Ingenieuren unterstützt“, erklärt Scaramella. „Gerade auf den neuen Rennstrecken ist der Rat der Renndienstmitarbeiter besonders gefragt.“

Erfahrungen aus der FIA-GT

So verfügt Dunlop zum Beispiel über Know-how aus der FIA-GTMeisterschaft, deren Teams bereits Mitte September die neue türkische Grand-Prix-Strecke in Angriff nehmen durften. „Danach standen wir natürlich mit unseren Kollegen aus Großbritannien, die Fahrzeuge in der GT-Meisterschaft betreuen, in engem Kontakt“, sagt Enzo Scaramella. „Sie haben uns von einem aggresiven Belag und einem relativ hohen Reifenverschleiß berichtet. Vor allem Turn 8 – eine Kurvenkombination mit vier verschiedenen Radien – belastet insbesondere die rechten Reifen, da die Durchfahrt zwischen acht und neun Sekunden dauern dürfte. Da kommt auf die Teams und unsere Ingenieure einiges an Abstimmungsarbeit zu.“ Die beginnt für Dunlop bereits am Donnerstag, wenn die Strecke zu Fuß begutachtet wird. Bei dieser Streckenbegehung nehmen die Dunlop-Techniker Kerbs, Asphaltbeschaffenheit, Bodenwellen und andere Details genau unter die Lupe, um mit Fahrern und Renningenieuren die Setup-Daten fachkundig beraten zu können. Vor allem die beiden Hauptkonkurrenten der Meisterschaft, Mattias Ekström (Audi) und Gary Paffett (AMG-Mercedes) dürften am Freitag, wenn nach den freien Trainingssitzungen die Daten ausgewertet werden, besonders die Ohren spitzen – kann doch beim Kampf um Zehntelsekunden auf der neuen Rennstrecke nahe der türkischen Metropole jedes Detail entscheidend sein.

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