DTM Barcelona - Die Analyse Teil 2 | DTM
2006-09-27 19:41:55

DTM Barcelona - Die Analyse Teil 2

DTM Barcelona - Die Analyse Teil 2

Die Spanien-Premiere der DTM in Barcelona darf als rundum gelungen bezeichnet werden. Ein strahlender Sieger Martin Tomczyk, der bei seinem 60. DTM Einsatz endlich den ersten Sieg einfuhr, 42.000 begeisterte Zuschauer - die erfolgreichste Premiere einer Rennserie auf dem Circuit de Catalunya - und ein Rennen das von Action und Spannung geprägt war. Wir haben die Leistungen der 20 DTM Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen und bewertet.

Mika Häkkinen (3 / 3 / 9 / 5 / 3 / 11): Das Rennergebnis spiegelt nicht die Leistung von Mika am gesamten Wochenende wieder. In allen Trainings war der Finne vorne dabei. Auch wenn es im Qualifying mit Startplatz fünf nicht unbedingt nach Plan lief, hatte er sich für das Rennen einiges vorgenommen. Die Chancen auf eine gute Platzierung waren aber bereits nach sieben Runden dahin, als ihn Scheider nach einem Zweikampf mit Alesi traf und neben die Strecke beförderte. Häkkinen fiel von Platz sechs auf 14 zurück, kämpfte sich mit ramponiertem Auto noch auf elf vor – mehr war nicht drin. Note: 3

Stefan Mücke (12 / 9 / 20 / 18 / 14 / 12): Ein neunter Platz im zweiten Test am Freitagnachmittag war die beste Platzierung des Berliners am gesamten Wochenende. Zusammen mit seinem Team schaffte es Stefan einfach nicht, das Auto bei den teilweise widrigen Wetterbedingungen abzustimmen. Die Quittung folgte im Qualifying: ein enttäuschender Startplatz 18. Das Wochenende endete, wie es begonnen hatte: Im Rennen drehte sich Mücke bereits im Startgerangel der ersten Runde und musste als letzter dem Feld hinterher jagen. Am Ende reichte es noch zu Platz zwölf. Note: 4

Mathias Lauda (17 / 18 / 18 / 12 / 14 / 13): Nach Zandvoort schaffte es Mathias erneut in die zweite Runde des Qualifying. und sicherte sich mit Startplatz zehn sein bisher bestes Ergebnis. Zwar hatte er im direkten Vergleich mit Konkurrent Kiesa allen Trainings das Nachsehen aber als es im drauf ankam war der Österreicher da. Im Rennen konnte er seine Position nicht bis ins Ziel halten, der 13. Rang geht aber in Ordnung. Note 2

Jean Alesi (8 / 17 / 7 / 11 / 4 / 14): Alles andere als erfolgreich verlief die DTM Premiere in Barcelona für den Routinier. Zwar konnte Jean im ersten Test am Freitag, im Freien Training und im Warm-up mit guten Platzierungen überzeugen, in den entscheidenden Sessions blieb der ehemalige Formel-1-Pilot aber hinter den Erwartungen zurück. Die magere Ausbeute von Startplatz elf: Platz 14 im Rennen. Erst erhielt für sein Verhalten im Dreikampf mit Häkkinen und Scheider eine Durchfahrtsstrafe. Unschön und unfair: Das unnötige Bremsmanöver auf der Start-Ziel-Geraden bei dem Mika Häkkinen nur um Haaresbreite einen Crash vermeiden konnte. Zu Recht bestraften die Sportkommissare die Aktion mit einer saftigen Geldstrafe. Note 6

Susie Stoddart (10 / 19 / 18 / 20 / 18 / 15): Das Wochenende von Susie stand unter keinem guten Stern. Einziger Lichtblick: Bei schwierigen Wetterbedingungen belegte Susie am Freitagvormittag den zehnten Platz. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen patzte die sympathische Blondine – vom letzten Platz aus gestartet ging es auch im Rennen nicht viel weiter nach vorne. Nachdem fünf Fahrer ausgefallen waren, blieb am Ende der 15. Rang im Rennen. Susie sagte selbst: „Ich hatte einfach nicht den Speed, vom letzten Platz nach vorn zu fahren.“ Vielleicht klappt es ja in den letzten beiden Rennen noch…. Note 5

Timo Scheider (15 / 12 / 10 / 9 / 9 / -): Timo wurde im Rennen das Opfer einer unnötigen Aktion von Jean Alesi, der ihm in das Auto fuhr - das frühe Aus. In den vorangegangenen Trainings konnte er im Gegensatz zu seinen 2005er-Audi-Gefährten Stippler und Kaffer dem Rennwochenende keinen Höhepunkt beifügen und hielt sich konstant im Mittelfeld zwischen den Positionen neun und 15. Was im Rennen möglich gewesen wäre, bleibt eine Mutmaßung. Note: 4

Jamie Green (4 / 13 / 15 / 13 / 12 / -): Ein enttäuschendes Wochenende für Jamie. Mit Ausnahme des ersten Tests blieb er komplett hinter den Erwartungen zurück. Zwar war der Engländer mit Startplatz 13 nicht ganz so weit nach hinten gerutscht wie Markenkollege Bruno Spengler, unglücklicherweise blieb ihm die Chance verwährt, den Fauxpas aus dem Qualifying wettzumachen. So bleiben nur die schwachen Ergebnisse aus den Trainings. Note: 4

Nicolas Kiesa (1 / 15 / 12 / 15 / 13 / - ): „Durch einen Fehler von Christian Abt war mein Rennen sehr kurz“, lautete der knappe Kommentar von Nicolas nach dem Rennen. Das Wochenende läutete der Däne mit einem Paukenschlag ein: Platz eins im ersten Test - ein Ergebnis, dass sich lohnt einzurahmen. Er absolvierte seine erste schnelle Runde im Trockenen, dann setzte starker Regen ein und an die von ihm gefahrene Zeit kam niemand mehr heran. Im Qualifying hingegen blieb Nicolas hinter den Erwartungen zurück, Lauda war im 2004er-Fahrzeug als Zehnter deutlich stärker. Note: 3

Pierre Kaffer (17 / 4 / 14 / 12 / 15 / -): Genau wie Green, Kiesa und Ickx war Pierre ein Opfer des Unfalls ausgangs der ersten Kurve - aus diesem Grund kann auch hier nur die Performance aus den Trainings zur Benotung herangezogen werden. Im nassen ersten Test haderte der Phoenix-Pilot noch mit seinem Audi A4 DTM, um im zweiten Test als bester Audi-Fahrer auf Platz vier nach vorne zu fahren. Im Qualifying erreichte Pierre souverän die zweite Runde und sicherte sich Startplatz zwölf. Selber war er damit zwar nicht zufrieden, aber im Rennen wäre von dort aus alles drin gewesen. Note: 3

Vanina Ickx (2 / 20 / 17 / 14 / 19 / -): Vaninas Rennen dauerte nur eine Kurve lang, dann stand sie nach der Massenkarambolage in der ersten Runde neben ihrem total zerstörten Audi A4 DTM - Totalschaden. Dabei hatte das Wochenende so hoffnungsvoll begonnen. Zugegeben, der zweite Platz im ersten Test war durch den Wetterumschwung begünstigt. Aber vor allem die Leistung im Qualifying kann sich sehen lassen - zum ersten Mal erreichte sie die zweite Shootout-Runde. Es wäre spannend gewesen zu sehen, was Vanina aus dieser Position hätte machen können. Note: 3

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