DTM Lausitzring: Die Analyse Teil 1 | DTM
2011-06-20 19:15:00

DTM Lausitzring: Die Analyse Teil 1

DTM Lausitzring: Die Analyse Teil 1

Martin Tomczyk war nach seinem Sieg in Spielberg auch auf dem Lausitzring nicht zu stoppen: Im Audi A4 DTM des Jahrgangs 2008 fuhr er im Rennen in einer eigenen Liga. Sein Markengefährte Timo Scheider fuhr dank einer perfekten Strategie von Platz neun aus gestartet bis auf Platz zwei nach vorne; Polesetter Bruno Spengler betrieb im Rennen mit einer mäßigen Performance in der AMG Mercedes C-Klasse als Dritter Schadensbegrenzung. DTM.com hat die Leistung aller 18 DTM-Fahrer und ihrer Teams unter die Lupe genommen und analysiert.

Martin Tomczyk (2 / 1 / 4 / 8 / 1): Martin ist in der Form seines Lebens. Mit einem 2008er Audi A4 DTM fuhr der Rosenheimer zum zweiten Sieg in Folge. Im Rennen fuhr Martin konstant Rundenzeiten wie von einem anderen Stern und deklassierte die versammelte Konkurrenz. Grundstein dafür war Startplatz vier, sein guter Start und ein schnelles und beeindruckendes Überholmanöver vorbei an Jamie Green in Runde drei. Der Rest lief dann ab wie ein Uhrwerk – auch die beiden Boxenstopps der Phoenix-Truppe.
Note 1

Timo Scheider (3 / 6 / 9 / 1 / 2): Nach einem enttäuschenden Qualifying war Timo im Rennen der Einzige, der von den Rundenzeiten her mit Tomczyk mithalten konnte. Mit einer ausgefeilten Strategie machte er so von Platz neun aus gestartet sieben Plätze gut. Dem späteren Sieger konnte er nicht das Wasser reichen, aber deutlich aufzeigen, dass die Rennperformance des Audi A4 DTM einfach stärker war, als die der AMG Mercedes C-Klasse – zumindest an diesem Tag auf dem Lausitzring.
Note 1

Bruno Spengler (14 / 7 / 1 / 14 / 3): Im Qualifying gab sich Bruno keine Blöße und lieferte eine perfekte Leistung ab. Was ihm dabei auf eine gezeitete Runde gelang, ließ sich aus Sicht des Franko Kanadiers leider nicht auf das Rennen übertragen. Die Fahrer der aktuellen AMG Mercedes C-Klasse kämpften mit stumpfen Waffen, als Tomczyk und Scheider mit beeindruckenden Rundenzeiten auftrumpften und so die Sternfahrer in ihre Schranken wiesen. Die Tabellenführung hat Bruno so eingebüßt, sich aber eine gute Lauerstellung gesichert, um auf dem Norisring wieder voll anzugreifen.
Note 2

Gary Paffett (13 / 8 / 5 / 2 / 4): Gary leistete sich im Qualifying einen kleinen Fehler, der am Ende für Startplatz fünf verantwortlich war. Im Rennen konnte er – im Rahmen seiner Möglichkeiten – eine gute Pace gehen und so wichtige Punkte für die Fahrerwertung einfahren. Mehr war in der Lausitz einfach nicht drin.
Note 2

Oliver Jarvis (8 / 3 / 6 / 3 / 5): Nachdem in Spielberg bei Oliver endlich der Knoten geplatzt ist, wollte der junge Brite auch auf dem Lausitzring zeigen, was er zu leisten imstande ist. Mit sich selber war er nach dem Qualifying mit Startplatz sechs und als Fünfter im Rennen nicht glücklich. Während seine Teamgefährten auf freier Piste schnelle Runden fuhren, war Oliver stets in Action. Dass er so nicht weiter nach vorne kam, war die logische Konsequenz. Dennoch sollte er zufrieden sein, denn er hat stark gekämpft.
Note 2

Jamie Green (15 / 4 / 2 / 6 / 6): Am Samstag jubelte Jamie über Startplatz zwei, am Sonntag ärgerte er sich über Position sechs im Rennen. Wie auch seine Mitstreiter im Mercedes-Benz-Lager war seine Pace im Rennen nicht besonders gut. Zudem büßte er bei den Boxenstopps Positionen ein, so dass am Ende nicht der gewünschte Raumgewinn zu Buche stand.
Note 3

Tom Kristensen (1 / 13 / 7 / 12 / 7): Auch wenn er betonte, dass der Lausitzring nicht gerade zu seinen Lieblingsrennstrecken gehört – die Leistung, die Tom in Vertretung von Rockenfeller beim vierten Lauf abgeliefert hat, zollt höchsten Respekt. Nach zwei Jahren DTM-Abstinenz meldete sich der Däne mit einer Bestzeit im Freien Training zurück. Auch im Qualifying und im Rennen lieferte er gute Ergebnisse ab. Aus Sicht von Audi zudem lobenswert: Tom zeigte sich als Teamplayer, als er im Rennen seine Markengefährten passieren ließ und sein eigenes Ego in den Hintergrund stellte.
Note 3

Filipe Albuquerque (5 / 2 / 8 / 7 / 8): Bei allem Jubel im Audi-Team geriet ein individueller Triumph fast in den Hintergrund: Filipe sicherte sich seine ersten DTM-Zähler. Nach drei Rennen, mit denen vor allem er selber kaum zufrieden sein konnte, war es auf dem Lausitzring dann endlich soweit: In allen Sessions positionierte sich der Portugiese in der vorderen Hälfte des Feldes. Während Tomczyk mit vielen Jahren DTM-Erfahrung auftrumpfte, zeigte Filipe, dass auch ein Rookie mit dem Audi-Jahreswagen gute Leistungen abliefern kann.
Note 1

Christian Vietoris (4 / 9 / 10 / 4 / 9): Er hat vor allem in der Schlussphase des Rennens hart um den letzten Punkterang gekämpft – am Ende hatte Christian dennoch das Nachsehen. Der Deutsche war am gesamten Rennwochenende der stärkste Mercedes-Benz-Jahreswagenfahrer. Im Rennen büßte er nach dem Start zunächst einige Positionen ein, die er im späteren Verlauf dann allerdings zurückerobern konnte. Mit dieser Einstellung sind die ersten Punkte wohl nur eine Frage der Zeit.
Note 2

Eingeklammert stehen die Platzierungen der Fahrer aus den einzelnen Sessions in der Reihenfolge Freies Training 1 / Freies Training 2 / Qualifying / Warm-up / Rennen.

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