DTM Nürburgring – die Analyse Teil 2 | DTM
2006-08-22 19:28:26

DTM Nürburgring – die Analyse Teil 2

DTM Nürburgring – die Analyse Teil 2

Der sechste Lauf der DTM auf dem Nürburgring war ein wahrer Leckerbissen für alle Fans von packendem Tourenwagensport. Bei schwierigsten Witterungsbedingungen stellten die 20 Fahrer von Audi und Mercedes-Benz eindrucksvoll ihr Können unter Beweis und boten den 116.000 Zuschauer rund um den Eifelkurs spannende Positionskämpfe. Die einzige Ausnahme: Bruno Spengler, der eiskalt und souverän das Rennen vom Start weg dominierte – dahinter entbrannten die Kämpfe um Positionen. Wir haben für Sie die Leistungen aller DTM Fahrer im Verlauf des Wochenendes unter die Lupe genommen und mit Noten bewertet.

Stefan Mücke (8 / 5 / 9 / 6 / 5 / 11): Vor dem Rennen heißer Kandidat auf einen Platz in den Punkterängen – am Ende reichte es für Stefan nur zu einem enttäuschenden elften Rang. Setzte sich im Qualifying gegen die starke Konkurrenz durch und belegte als bester Jahreswagenfahrer Startplatz sechs. Auch in den Tests am Freitag und im freien Training machte der Berliner eine gute Figur und zeigte sich mit Positionen im vorderen Drittel gut aufgelegt. Im Rennen wurde er nach einem Rempler von Margaritis bis zur dritten Runde auf Rang 18 durchgereicht – nach einer beherzten Aufholjagd verpasste er die Top 10 nur knapp. Note 3

Mika Häkkinen (1 / 8 / 14 / 9 / 12 / 12): Der Finne läutete das Wochenende mit einer Bestzeit im ersten Test ein – danach rutschte der zweifache Formel-1-Weltmeister ins Mittelmaß ab und verpasste als Neunter in der zweiten Qualifying-Session sogar den Einzug ins letzte Drittel. Im Rennen haderte Mika mit einem defekten Scheibenwischer, seine Chancen auf Punkte vergab sein Team beim zweiten Boxenstopp, als ein Problem mit der Tankkanne auftrat. Mika musste einen zusätzlichen Stopp einlegen und die Chancen auf eine Platzierung in den Punkten war dahin. Die zweitschnellste Rennrunde tröstet nur wenig über ein verpatztes Wochenende hinweg… Note 4

Mathias Lauda (12 / 18 / 19 / 17 / 17 / 13): Der Aufwärtstrend von Mathias setzte sich auch auf dem Nürburgring fort. Im Qualifying hat der Österreicher nach wie vor Probleme, seine Leistung auf den Punkt genau abzurufen – Startplatz 17 war keine gute Ausgangsposition. Im Rennen setzte er sich dann aber nach einem vorsichtigen Start souverän gegen die direkte Konkurrenz in den 2004er-Fahrzeugen durch und konnte unter schwierigen Bedingungen vier Positionen gut machen. Von den Zeiten her, lag Mathias mit Stefan Mücke auf einem Niveau – langsam aber sicher kommt der Stein ins Rollen. Note: 3

Pierre Kaffer (20 / 17 / 8 / 13 / 10 / 14): Sein Heimspiel in der Eifel hatte sich Pierre sicherlich anders vorgestellt – Platz 14 im Rennen, mehr war für ihn nicht drin. Bis auf Platz acht im freien Training konnte er keine Glanzpunkte setzen. Beim Start zum Rennen hatte Kaffer Probleme mit durchdrehenden Rädern, nach Ende der ersten Runde wurde er auf Rang 16 notiert. Im weiteren Verlauf des Rennens wurden seine Rundenzeiten bei abtrocknender Strecke immer langsamer – die verlorene Zeit kostete ihn am Ende eine bessere Position. Note 4

Alexandros Margaritis (5 / 2 / 1 / 11 (20) / 7 / 15): Das Wochenende auf dem Nürburgring begann für Alex fulminant: Am Freitag belegte er in den beiden Tests die Plätze fünf und zwei, am Samstagmorgen überraschte der Bonner mit Bestzeit im freien Training. Die vorangegangen Performance konnte er im anschließenden Qualifying nicht mehr umsetzen und es blieb bei einem für ihn enttäuschenden elften Startplatz. Später bestrafte ihn die Rennleitung für ein Vergehen während des Qualifyings und Margaritis wurde auf Startplatz 20 strafversetzt. In den ersten drei Rennrunden konnte Alex Positionen gut machen, aber eine Rempelei gegen Mücke ahndete die Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe. Am Ende rettete er Platz 15 ins Ziel. Note 4

Daniel La Rosa (14 / 15 / 12 / 11 / 3 / 16): Nach dem Qualifying war die Welt von Daniel noch in Ordnung. Problemlos erreichte er die zweite Runde des Shoot-Outs, hier schaffte er es nicht, die guten einzelnen Sektorzeiten in einer Runde zu fahren. Im Rennen bewegte sich Daniel lange Zeit knapp hinter der Top 10, nach zwei Berührungen mit Stefan Mücke fiel er dann mit starken Vibrationen an seiner AMG-Mercedes C-Klasse zurück. Punkte wären schwer geworden, aber mehr als Platz 16 war in jedem Fall drin. Note: 4

Nicolas Kiesa (16 / 16 / 17 / 16 / 19 / 17): Auch wenn der DTM Neuling sein eigene Zielvorgabe, bester Fahrer eines 2004er-Autos zu sein, verpasste, war der Einstand in der DTM gut. Bereits am Freitag überzeugte er in den beiden Tests auf Anhieb und ließ die direkte Konkurrenz hinter sich. Auch im Qualifying hatte er Lauda, Stoddart und Ickx im Griff, zum Einzug in die zweite Qualifying-Session fehlten ihm am Ende nur knapp drei Zehntelsekunden. Im Rennen agierte der Däne eher unauffällig. Platz 17 beim DTM Debüt geht in Ordnung. Note 3

Vanina Ickx (19 / 20 / - / 19 / 20 / 18): Die Technik machte Vaninas Chancen auf einen guten Startplatz zunichte. Das Freie Training – hier werden in der Regel die finalen Abstimmungen für das Qualifying vorgenommen – verbrachte die Belgierin mit einer defekten Servolenkung an der Box. Von Startplatz 19 nahm sie das Rennen in Angriff – „Ein lustiges Rennen“, wie Vanina selber gestand. Mit den schwierigen Bedingungen kam sie zunächst gut zurecht, beim ersten Boxenstopp verlor sie dann jedoch viel Zeit, als eine Radmutter klemmte. Vanina versuchte den Rückstand wett zu machen und landete im Kiesbett. Damit war das Rennen endgültig gelaufen und sie wurde nur auf Rang 18 abgewinkt. Note: 4

Susie Stoddart (18 / 19 / 18 / 18 / 18 / -): Schon die beiden Tests am Freitag haben gezeigt, dass Susie zum ersten Mal am Nürburgring war. Die Schottin konnte ihre Erfahrungen aus fünf Rennen in der DTM nicht umsetzen und war das ganze Wochenende deutlich langsamer, als ihr Teamgefährte Lauda und Debütant Kiesa. Zu allem Überfluss streikte im Rennen auch noch die Elektronik in ihrer C-Klasse, so dass Susie zum zweiten Mal in Folge nicht die Zielflagge sah – ein Wochenende ohne Glanzpunkte. Note: 4

Frank Stippler (17 / 10 / 16 / 15 / 16 / -): Ein Wochenende zum Abhaken. Der richtige Dreh am Lenkrad wollte sich einfach nicht einstellen – Frank agierte das gesamte Wochenende ohne das nötige Quäntchen Glück. Als 16. in der ersten Qualifying-Session verpasste er sogar den Einzug in die zweite Runde. Das Rennen begann für den Eifeler zunächst nach Maß: Nach drei absolvierten Runden wurde er auf Platz neun geführt. Die Ernüchterung zur Halbzeit: Ein Schlag auf das vordere rechte Rad während der Startphase hatte später einen gerissenen Querlenker zur Folge und Frank musste das Rennen frühzeitig beenden. Note 4

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