DTM Norisring: Die Analyse Teil 1 | DTM
2010-07-05 15:45:00

DTM Norisring: Die Analyse Teil 1

DTM Norisring: Die Analyse Teil 1

Das Rennen auf dem Norisring markiert Jahr für Jahr den Saisonhöhepunkt im DTM-Kalender. Auch in diesem Jahr wurde das Spektakel auf dem Stadtkurs in Nürnberg seinem Ruf gerecht. Ralf Schumacher sorgte im Qualifying mit seiner Pole für die erste große Überraschung des Wochenendes. Im Rennen setzte sich jedoch Jamie Green im ‚Jahreswagen‘ durch – und das gleich zum dritten Mal in Folge. Mattias Ekström kämpfte wie ein Löwe, die Mercedes-Benz-Vorherrschaft auf dem Norisring zu beenden, musste sich am Ende jedoch mit Platz zwei zufrieden geben. Dtm.com hat die Leistungen aller DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Jamie Green (8 / 7 / 3 / 1 / 1): Jamie hat sich mit einer beeindruckenden Leistung am vergangenen Wochenende endgültig zum König des Norisrings gekürt. Mit ein und demselben Fahrzeug gewann er die letzten drei Rennen auf dem Nürnberger Stadtkurs. Umso beeindruckender, dass es sich dabei in den letzten zwei Jahren um einen Jahreswagen handelte, der, von Persson eingesetzt, der Technik der aktuellen Modelle des HWA-Teams ein Jahr hinterher hinkt. Schon im Qualifying überzeugte der Brite mit Startplatz drei, Schumacher eliminierte sich bekanntermaßen selber, Spengler konnte Jamie über die Distanz nicht folgen. Auf der anderen Seite fand auch Verfolger Ekström keinen Weg vorbei an der AMG Mercedes C-Klasse. Ein perfektes Wochenende.
Note 1

Mattias Ekström (1 / 8 / 5 / 4 / 2): „Aber am Ende ist man Zweiter, obwohl man das Gefühl hat, alles richtig gemacht zu haben“, urteilte Mattias nach dem Rennen. An der Prämisse, dass der Norisring nun seit acht Jahren Mercedes-Benz-Land ist, konnte auch der Schwede nicht rütteln. Im Verlauf des Rennens etablierte sich Mattias auf Platz zwei und konnte die Lücke zu Green über die Distanz zufahren. Einen Weg vorbei gab es jedoch nicht – nicht einmal mit der Brechstange. Denn wer Mattias kennt weiß, dass er kein Kind von Traurigkeit ist. Platz zwei war das maximal Erreichbare und acht Punkte sind am Ende besser als eine Nullrunde aufgrund von unnötiger Hitzigkeit.
Note 1

Bruno Spengler (9 / 2 / 2 / 10 / 3): Wenn es das erste Mal gewesen wäre, dass Green seine Markenkollegen auf dem Norisring vorführt, hätte es für Bruno Grund gegeben, sich zu ärgern. So jedoch hat der Tabellenführer trotz hoher Temperaturen einen kühlen Kopf bewahrt und sichere Punkte eingefahren. Zum Rennende hin wurde seine C-Klasse immer schneller, an eine Attacke gegen Ekström war jedoch nicht zu denken. In der Tabelle führt der Franko-Kanadier weiter komfortabel.
Note 2

Oliver Jarvis (13 / 5 / 6 / 11 / 4): Auch wenn auf dem Norisring andere Fahrer im Qualifying und Rennen für Geschichten sorgten, ist die Leistung von Oliver nicht zu unterschätzen. Nach dem Wechsel zu Abt-Sportsline konnte der Brite mit dem ‚neueren‘ Audi A4 DTM nun endlich punkten. Von Platz sechs aus gestartet, setzte er sich im Rennen erfolgreich gegen die Angriffe von Paffett durch und konnte am Ende auch Scheider hinter sich halten.
Note 2

Timo Scheider (2 / 4 / 10 / 2 / 5): Im Qualifying verfehlte Timos Setup die gewünschte Wirkung und der amtierende Champion fuhr nur Platz zehn ein. Beim Start konnte er viel Boden gutmachen und wäre fast noch an den vor ihm fahrenden Jarvis und Paffett vorbeigekommen. Aber eben nur fast, er musste vom Gas gehen und reihte sich ein. Beim ersten Stopp rutschte er fast an seiner Boxencrew vorbei und büßte erneut wertvolle Sekunden ein. Am Ende war Platz fünf die gewünschte Schadensbegrenzung.
Note 3

Gary Paffett (14 / 9 / 7 / 7 / 6): Seine gute Zeit aus dem zweiten Qualifying-Abschnitt konnte Gary in der dritten Sektion nicht bestätigen und verpasste so das Einzelzeitfahren. Von Platz sieben aus gestartet, kämpfte der Brite mit Untersteuern, so dass er nicht ordentlich attackieren konnte. Drei Punkte für Platz sechs sind aus dieser Warte besser als nichts.
Note 3

Alexandre Prémat (4 / 1 / 11 / 6 / 7): Als es im Qualifying darauf ankam, konnte Alexandre leider nicht die Performance aus den beiden Freien Trainings bestätigen. Mit einem neuen Reifensatz im zweiten Abschnitt schaffte der Franzose den Sprung in Q3 nicht. Im Rennen erwischte er einen guten Start und machte früh Boden gut. Im Folgeenden fuhr er ein unauffälliges Rennen – das war wohl auch besser, nach der Verwarnung für seinen EuroSpeedway-Crash.
Note 3

Martin Tomczyk (3 / 6 / 4 / 5 / 8): Martin und der Norisring - das wird keine echte Liebe mehr. Nach dem Qualifying noch auf Platz vier als stärkster Audi-Fahrer geführt, verpatzte er den Start und fiel an das Ende des Feldes zurück. Mit den zum Teil schnellsten Rundenzeiten des gesamten Feldes arbeitete er sich dann Schritt für Schritt nach vorne und beendete das Rennen immerhin als Achter. So blieb wenigstens ein klitzekleiner Trost für das harte Stück Arbeit.
Note 3

Maro Engel (5 / 3 / 9 / 9 / 9): Maro blieb auf dem Norisring ohne Punkte. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen konnte er nicht im Ansatz an die Performance von Green heranreichen, der im identischen Fahrzeug am Start ist. Für den Wahl-Monegassen war es am Ende jedoch wichtig, endlich ein Rennen ohne Zwischenfälle zu beenden – so ist es zu erklären, dass er im Rennen nicht mehr gefightet hat, um Platz acht gegen den heranstürmenden Tomczyk zu verteidigen.
Note 3

Paul Di Resta (15 / 13 / 8 / 12 / 10): Nach dem Qualifying war Paul weitestgehend ratlos, wieso nicht mehr als Startplatz acht drin gewesen war. Das Mittelfeld birgt immer große Gefahren, in der ersten Runde buchstäblich unter die Räder zu kommen – was dann auch eintraf. Ein Rempler mit Prémat warf den Schotten bis auf den vorletzten Platz zurück. Ähnlich wie Tomczyk kämpfte er sich fortan durch das Feld nach vorne. Die Reise endete auf Platz zehn. „Dafür gibt es leider keine Punkte“, ärgerte er sich.
Note 3

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