DTM Norisring: Die Analyse Teil 2 | DTM
2010-07-06 16:30:00

DTM Norisring: Die Analyse Teil 2

DTM Norisring: Die Analyse Teil 2

Das Rennen auf dem Norisring markiert Jahr für Jahr den Saisonhöhepunkt im DTM-Kalender. Auch in diesem Jahr wurde das Spektakel auf dem Stadtkurs in Nürnberg seinem Ruf gerecht. Ralf Schumacher sorgte im Qualifying mit seiner Pole für die erste große Überraschung des Wochenendes. Im Rennen setzte sich jedoch Jamie Green im ‚Jahreswagen‘ durch – und das gleich zum dritten Mal in Folge. Mattias Ekström kämpfte wie ein Löwe, die Mercedes-Benz-Vorherrschaft auf dem Norisring zu beenden, musste sich am Ende jedoch mit Platz zwei zufrieden geben. Dtm.com hat die Leistungen aller DTM-Fahrer von Audi und Mercedes-Benz unter die Lupe genommen, analysiert und benotet.

Ralf Schumacher (7 / 10 / 1 / 13 / 11): Wie viel Pech kann ein Mensch haben? Im Qualifying, der wohl größten Herausforderung an einem DTM-Wochenende, zeigte Ralf, was in ihm steckt. Auf der kürzesten, aber auch einer der anspruchsvollsten Rennstrecken fuhr er sensationell seine erste Pole heraus. Im Rennen leistete er sich dann einen Frühstart und wurde von der Rennleitung zu einer Durchfahrtsstrafe verdonnert. Die Analyse ergab: 0,3 Sekunden zu früh losgefahren. Im Rennen stellte er dann mit der schnellsten Rennrunde unter Beweis, dass er durch den Patzer ohne Zweifel einen möglichen Sieg verschenkt hatte. Nun darf der Ex-Formel-1-Fahrer den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern muss auf dem Nürburgring an seine starke Qualifying-Performance anschließen.
Note 3

Mike Rockenfeller (6 / 14 / 16 / 3 / 12): Schon vor dem Qualifying zeichnete sich ab, dass Mike an diesem Wochenende keinen Blumentopf gewinnen würde. Bremsprobleme sind wohl das letzte, was man auf dem Norisring gebrauchen kann, sind doch die beiden Spitzkehren und damit auch die Anbremsphasen von großer Bedeutung. Nach dem Qualifying stand so nur ein enttäuschender 16. Startplatz zu Buche. Im Rennen ging es ohne eine adäquate Lösung des Problems nicht entscheidend nach vorne. Rocky meinte daher zurecht: „Abhaken und nach vorn blicken zum Nürburgring.“
Note 4

David Coulthard (10 / 12 / 13 / 8 / 13): Die Erwartungen an David waren vor dem Rennen auf dem Norisring extrem hoch, hatte er doch beim Rennen auf dem EuroSpeedway im Qualifying mit guten Leistungen überzeugen können. Trotz immenser Stadtkurs-Erfahrung aus den Häuserschluchten Monacos reichte es nur für Startplatz 13. Im Rennen hatte er nach einem Rempler zumindest nicht mehr mit Hitzeproblemen zu kämpfen, denn nach Feindberührung mit Winkelhock war der Schotte ohne Fahrertür unterwegs. Nach dem Rennen gestand er Probleme mit dem letzten Sektor, so dass es nicht entscheidend nach vorne gehen konnte. Hoffen darf David nun auf den Nürburgring - ein Kurs, den er aus seiner Formel-1-Zeit aus dem Effeff kennt.
Note 4

CongFu Cheng (16 / 15 / 14 / 16 / 14): CongFu gelang im Qualifying der Sprung in den zweiten Abschnitt, mehr als Platz 14 war am Ende jedoch nicht drin. Im Rennen fand er kein probates Mittel, Boden gut zu machen und blieb auf Platz 14.
Note 4

Susie Stoddart (12 / 11 / 17 / 14 / 15): Im Qualifying gelang Susie trotz subjektiv potenter C-Klasse keine schnelle Runde. Startplatz 17 war keine Basis, um an vergangene Erfolge vom Norisring anzuknüpfen. Im Rennen wurde die Schottin in der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt, woraufhin sich an ihrem Fahrzeug starke Vibrationen bemerkbar machten. So konnte sie nur magere zwei Positionen nach vorne fahren.
Note 4

Katherine Legge (18 / 16 / 15 / 15 / 16): Katherine haderte im Qualifying mit dem zweiten Abschnitt der kurzen Rennstrecke. Am Ende fehlten ihr gerade zwei Zehntel, um im zweiten Abschnitt ein Wörtchen mitreden zu dürfen. Im Rennen wurde bei einer Kollision ihre Bremskühlung beschädigt – gerade auf dem Norisring ein Riesenproblem. Mit diesem Manko war keine Verbesserung drin.
Note 4

Miguel Molina (17 / 17 / 18 / 17 / -): Für Miguel war der Norisring ein echter Kulturschock. Der kurze Stadtkurs ist trotz seines einfachen Layouts eine Herausforderung für jeden Fahrer. Auch das richtige Setup zu finden, ist schwierig. Der Spanier scheiterte, dementsprechend war Startplatz 18 die logische Konsequenz. Im Rennen würgte er zunächst den Motor ab und jagte dem Feld hinterher. Nach einer Kollision mit Engel war die Lenkung beeinträchtigt und das Rennen faktisch gelaufen.
Note 4

Markus Winkelhock (11 / 18 / 12 / 18 / -): Nach dem Qualifying war Markus noch frohen Mutes. Startplatz 12 war eine ordentliche Ausgangsposition. Das Rennen geriet dann jedoch zum Debakel. Beim Start behinderte ihn der stehengebliebene Tomczyk, in der ersten Kurve wurde er dann auf der Innenbahn ausgebremst. Nach wenigen Runden ließ die Balance des Wagens plötzlich zu wünschen übrig. Heftiges Übersteuern war die Folge. Nur mit frühen Bremspunkten konnte er sich noch auf der Strecke halten, Tomczyk und Coulthard musste er ziehen lassen. In der Dutzendteichkehre rutschte er dann in den Schotten hinein. Mit beschädigtem Splitter und noch mehr Übersteuern kam wenige Runden später nach einer Kollision mit der Streckenbegrenzung das vorzeitige Aus.
Note 4

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