DTM-Tagebuch: Und plötzlich bricht die Hölle los | DTM
2015-05-09 09:30:00

DTM-Tagebuch: Und plötzlich bricht die Hölle los

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Der Asphalt flimmert, die Anspannung ist greifbar. Noch vor wenigen Augenblicken wimmelte es vor Besuchern, Mechanikern, Journalisten und Verantwortlichen. Doch die Gespräche sind verstummt, die letzten Arbeiten beendet. Die Zeit steht still – alles scheint zu Eis erstarrt. Und plötzlich bricht die Hölle los. Das Donnern der über 500 PS-starken V8-Motoren zerreißt die Luft. Die Zuschauer am Hockenheimring hält es nicht mehr auf den Sitzen - die DTM-Saison 2015 ist eröffnet.

Donnerstag. Am Hockenheimring ist alles für die erste DTM-Veranstaltung des Jahres 2015 vorbereit. Das Fahrerlager wurde im Vorfeld genau durchgeplant. Jede Rennserie und jedes Team steht an seinem zugewiesenen Platz. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht glitzern die akribisch gereinigten Team-LKW im Fahrerlager vor der Boxengasse. Dahinter werkeln die DTM-Mechaniker an den Autos, um das bestmögliche für das Rennwochenende herauszuholen. Dabei wollen sie ungestört arbeiten und technische Geheimnisse bewahren. Schließlich geht es in Qualifying und Rennen um jede Zehntelsekunde. Jede noch so kleine Veränderung kann über Sieg und Niederlage entscheiden.

DTM-Tagebuch: Und plötzlich bricht die Hölle losEin paar Meter weiter ein vollkommen anderes Bild. Im Lager der Formel 3-Teams, die bei den Rennen im Rahmen der DTM jeweils  drei Meisterschaftsrennen austragen, kann man den Teams bei der Arbeit zusehen. In offenen Pavillons eilen Mechaniker geschäftig hin und her. Verkleidungen werden entfernt, Leistungsdaten erhoben und Reparaturen durchgeführt. Nichts bleibt vor den Augen der Besucher verborgen. Das ist im Lager der Audi TT- und Porsche Carrera Cup-Teams nicht anders, die in Hockenheim ebenfalls an den Start gehen. Offene Zelte, Garagen und Pavillons erstrecken sich über einen Großteil des Fahrerlagers. Der Innenraum des Hockenheimrings gleicht in weiten Teilen einer gewaltigen Werkstatt. Im Kontrast dazu stehen die Hospitalities der Hersteller. Die teils zweistöckigen Gebäude wurden in Windeseile aufgestellt und versprühen einen Hauch von Glamour. Unter anderem werden dort die vielen Teammitglieder verköstigt.

Freitagmorgen. Erstmals heulen die V8-Motoren der DTM-Autos durch das Motodrom.  Der Moment auf den die Fans gewartet haben. Beim „Roll out“ geht es noch verhältnismäßig gelassen zur Sache. Es wird getestet. Die Teams von Audi, BMW und Mercedes-Benz prüfen, ob jede Schraube angezogen ist, ob jedes Teil funktioniert. Die Fahrer machen sich mit der Strecke und ihren Autos vertraut. Zeiten spielen noch keine Rolle. Doch die Faszination ist schlagartig da. Mit über 200 km/h rasen die Piloten auf das Motodrom zu, ehe in Sachs- und Südkurve die Reifen über den Asphalt quietschen. Ob bei Vorjahressieger Marco Wittmann im BMW, DTM-Urgestein Timo Scheider im Audi, Neuling Lucas Auer im Mercedes-Benz oder bei den übrigen 21 Startern im Feld – das „Roll out“ macht Lust auf mehr.

Samstag. Die Sonne scheint, die Strecke ist trocken. Perfekte Bedingungen für den ersten Renntag. Der erste Lauf am Samstag dauert 40 Minuten und sieht keinen Boxenstopp vor. Das Ziel des neuen DTM-Reglements: den Zuschauern pure Renn-Action bieten. Die Stimmung am Hockenheimring steigt, die Fahrer sind auf der Einführungsrunde vor dem Start. Die Ampel geht aus – das Konzept des neuen Reglements geht auf. Schon in der ersten Kurve geht es mächtig zur Sache. Ausfälle und Positionswechsel inklusive. Fast scheinen einige Fahrer beim Saisonauftakt etwas übermotiviert. Weitere Ausfälle sind die Folge. Für die Zuschauer ist das Rennen derweil ein Hochgenuss. Immer wieder kommt es im Feld zu spannenden Duellen. Einzig die Spitze ist wenig umkämpft. Der Verdienst von Audi-Pilot Jamie Green, der sich bereits im Qualifying die Pole sicherte. Der Brite fährt der Konkurrenz scheinbar mühelos davon und sichert sich einen souveränen Sieg vor den Mercedes-Benz-Fahrern Pascal Wehrlein und Paul Di Resta.

Sonntag. Das Wetter ist wechselhaft. Das Qualifying findet im Regen statt. Vor dem Start ist die Strecke jedoch abgetrocknet. Pokern ist bei den Teams angesagt, denn die Vorhersage kündigt weitere Schauer an. Dennoch gehen die meisten Fahrer mit Slickreifen ins Rennen. 60 Minuten inklusive Pflichtboxenstopp stehen auf dem Programm. Es wird ein spektakulärer Lauf.  Allein in der ersten Runde gibt es zwei Führungswechsel. Als der angekündigte Regen kommt, herrscht Hektik an den Boxen. Binnen zwei Runden wechselt nahezu das gesamte Fahrerfeld von Trocken- auf Regenreifen. Alles läuft glatt. Auf der Strecke gehen die Fahrer vorsichtiger zur Sache als noch am Samstag. Adrien Tambay erwischt es trotzdem. Der Franzose muss seinen Audi in der Box abstellen – der einzige Ausfall am Sonntag. DTM-Werbung auf höchstem Niveau liefern Mattias Ekström und Gary Paffett. Ekström feierte im Audi seinen 20. DTM-Sieg und Paffett manövrierte seinen Mercedes-Benz vom 23. auf den dritten Rang nach vorne. Audi-Pilot Edoardo Mortara wird Zweiter und sichert sich nach dem ersten Wochenende die Führung in der Gesamtwertung.

Schon am Abend machen sich die ersten Team-Lkw auf den Weg. Das nächste Rennen beginnt nach dem letzten Zieldurchlauf. Die Fans am Lausitzring dürfen sich freuen. Denn der ist nächste Station des DTM-Zirkus’. Und eines wird zwischen dem 29. und 31. Mai gewiss sein: Wenn Stille einkehrt, bricht wenig später die Hölle los.

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