DTM-Titelkampf spitzt sich vor malerischer Kulisse zu | DTM.com | Die offizielle Webseite
2017-09-21 10:15:00

DTM-Titelkampf spitzt sich vor malerischer Kulisse zu

DTM-Titelkampf spitzt sich vor malerischer Kulisse zu

Der Berg ruft. Am kommenden Wochenende gastiert die DTM auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg, bevor Mitte Oktober die beiden letzten Rennen der Saison in Hockenheim stattfinden werden. Die große Frage lautet: Wer erklimmt am Ende den DTM-Gipfel? Fällt auf dem malerisch in der Berglandschaft der Steiermark gelegenen Kurs in den Rennen 15 und 16 schon die Entscheidung?

112 Punkte sind maximal noch einzusammeln. Nur zwei der 18 DTM-Piloten sind mathematisch nicht mehr im Titelkampf vertreten. Realistische Chancen werden noch zehn Fahrern eingeräumt – spannender geht es kaum. Geht Mattias Ekström (136 Punkte) auch als Tabellenführer zum Saisonfinale? „Ich liebe Spielberg“, schwärmt der Schwede, der im österreichischen Ellmau lebt. „Die Kulisse ist einmalig, man spürt überall den hohen qualitativen Anspruch. Auf dem Red Bull Ring zu fahren ist immer ein tolles Erlebnis. Der Rhythmus und die Höhenunterschiede der Strecke machen richtig Spaß, und die extremen Bremsbereiche erlauben spannende Überholmanöver.“

Die Begeisterung Ekströms kommt nicht von ungefähr, gewann er doch 2015 überlegen im Regen. Er holte dort seine bisher letzte Pole-Position und er hält auch den Rundenrekord. Mit großer Freude nahm „Eki“ in der letzten Woche die Nachricht auf, dass die umstrittenen Performance-Gewichte mit sofortiger Wirkung abgeschafft sind. „Ich habe das immer befürwortet. Ich bin sehr froh. Ich dachte erst, da macht einer einen Scherz mit mir. Für mich war das die beste Entscheidung in der bisherigen Saison.“

Hinter Ekström folgen Lucas Auer (Mercedes-AMG/127 Punkte), René Rast (Audi/124 Punkte), Marco Wittmann (BMW/115 Punkte) und Jamie Green (Audi/113). Audi und BMW haben seit Wiedereröffnung des Red Bull Rings im Jahr 2011 je vier DTM-Rennen gewonnen, Mercedes-AMG ist bisher sieglos.

„Der Red Bull Ring ist ohne Zweifel eine der schönsten Rennstrecken der Welt. Das liegt auch an der Umgebung. Es ist alles total entspannt und schön. 2013 habe ich dort mein erstes DTM-Podium geholt. Letztes Jahr stand ich sogar ganz oben auf dem Treppchen“, sagt der mit 108 Punkten siebplatzierte Timo Glock, der ebenfalls erleichtert ist, dass die Diskussion um die Performance-Gewichte endgültig der Vergangenheit angehört. Und dies, obwohl die BMW-Piloten zuletzt das deutlich leichteste Auto hatten. „Man muss es so simpel wie möglich halten. Deswegen ist die Entscheidung richtig. Natürlich wäre ich gerne mit 20 Kilo weniger den Berg raufgefahren, aber wir müssen im Großen und Ganzen denken.“

Mercedes-AMG feierte auf dem Nürburgring zuletzt einen Vierfach- sowie einen Doppel-Sieg. In Spielberg ist der Lokalmatador die Trumpfkarte. Lucas Auer hat nur neun Punkte Rückstand auf Ekström. „Selbstverständlich freue ich mich sehr auf mein Heimrennen. Ich habe auf dieser Strecke schon irrsinnig viele Runden gedreht. Ich glaube, die Strecke ist in Europa so ziemlich die beste. Eine Veranstaltung, bei der sich jeder wohl fühlen kann. Ich bin zuversichtlich, obwohl es im vergangenen Jahr schwierig für uns war - das ist kein Geheimnis“, so der Österreicher, der im Vorjahr lediglich 16. und 21. wurde.

Eingebettet in das Berg-Panorama der Steiermark ist der Red Bull Ring mit knapp 700 Metern die höchstgelegene Rennstrecke im DTM-Kalender und rangiert in der Beliebtheitsskala der Fahrer ganz weit oben. Die rund 50 Kilometer von Graz entfernte Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist 4,326 Kilometer lang und weist ungewöhnlich große Höhenunterschiede und Steigungen von bis zu zwölf Prozent auf.

Die Zuschauer dürfen sich auf ein packendes Wochenende mit einem bunten Rahmenprogramm freuen. Neben der DTM geben die Autos der Formel 3 Europameisterschaft und des Audi Sport TT Cups Vollgas. Während des Pitwalks am Sonntag tritt der österreichische Singer und Songwriter Leo Aberer auf. Er machte sich in seiner Heimat durch eine Casting-Show einen Namen. Die ARD überträgt das erste Rennen am Samstag ab 14.30 Uhr und den zweiten Lauf am Sonntag ab 15 Uhr live aus Spielberg.

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