#DTM500: 1984–1987 – Die frühen Jahre | DTM
2019-08-15 09:30:00

#DTM500: 1984–1987 – Die frühen Jahre

#DTM500: 1984–1987 – Die frühen Jahre

Die DTM wurde 1984 gegründet und entwickelte sich zur schnellsten und faszinierendsten Tourenwagenserie der Welt. Das Rennen am Sonntag, den 25. August, auf dem Lausitzring ist das 500. Rennen in der Geschichte der Serie.

 

Die DTM hat eine lange und reiche Historie, geschmückt mit einzigartigen Geschichten von heldenhaften Fahrern, faszinierenden Autos und ereignisreichen und spannenden Rennen. Hier die ganze Historie zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. Dafür haben wir einige Fakten, Begebenheiten und Anekdoten herausgepickt, die jede Ära der Entwicklung der Serie wiedergeben.

 

Im ersten Teil schauen wir auf die frühen Jahre der DTM von 1984 bis 1987, als die Serie zunächst noch „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“ hieß. Dank eines ausgeklügelten Handicap-Systems konnte eine Vielzahl von Autos, meist eingesetzt von Privatteams und -fahrern, gegeneinander antreten.

 

Die deutsche Serie startet in Belgien

Aus heutiger Sicht mag es etwas verwundern, dass das erste Rennen der neuen deutschen Serie außerhalb der Bundesrepublik ausgetragen wurde. Damals gab es mit dem Hockenheimring und dem Nürburgring in West-Deutschland jedoch nur zwei permanente Rennstrecken. Daher war der Circuit Zolder in Belgien am 11. März 1984 Austragungsort für das erste Rennen der „Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft“.

 

Das Rennen ohne Sieger

Einen Skandal gab es bereits beim zweiten Rennen, als BMW-Fahrer Harald Grohs disqualifiziert wurde, da Änderungen am Motor als unerlaubt betrachtet wurden. Obwohl der Deutsche seinen Sieg verlor, rückten die nachfolgenden Fahrer nicht auf, so dass das Rennen offiziell ohne Sieger blieb. Grohs beteuert bis heute seine Unschuld: „Ich hatte den Motor direkt vom Werk bekommen“, betont er. „Und alle übrigen BMW-Fahrer hatten das gleiche Triebwerk...“

Der erste Sieger: Harald Grohs im BMW 635 CSi

 

Mit Turbo-Boost

Der Volvo 240 Turbo, den der Schwede P.G. Anderson im August 1984 in Hockenheim an den Start brachte, war das erste Auto mit Turbomotor in der Serie. Weitere Turbos folgten schon bald und 1985 gewann der Schwede Per Stureson im 240 Turbo den Titel. Der zweite Saisonlauf 1986 in Hockenheim war das erste Rennen in der Geschichte, in dem Fahrer mit Turbo-Tourenwagen das komplette Podium belegten: Die Schweden Andersson und Stureson sorgten für einen Doppelerfolg für Volvo, Klaus Ludwig fuhr im Ford Sierra XR4Ti auf Platz drei.

 

Ladies first

Beate Nodes, die aus dem sehr beliebten Ford-Fiesta-Markenpokal in den frühen 80er Jahren aufgestiegen war, fuhr als erste Frau aufs DTM-Podium. Im Ford Sierra XR4Ti wurde sie 1986 auf der Avus in Berlin als Dritte gewertet.

Unvergessen: Beate Nodes

 

Power ohne Ende

„Muscle-Cars“ aus US-amerikanischer Produktion waren in den frühen Jahren der DTM das Salz in der Suppe. Manfred Trint, im täglichen Leben Flugkapitän, gewann 1984 im Ford Mustang auf dem Flugplatzkurs von Wunstorf sowie eines der beiden Rennen im Rahmenprogramm der Formel 1 in Hockenheim. Später in jenem Jahr gewann Peter John das Saisonfinale in Hockenheim mit seinem bulligen Chevrolet Camaro. Die US-Boliden begeisterten das Publikum.

„Muscle-Car“ gegen Turbo-Power: Chevrolet Camaro vs. Ford Sierra XR4Ti

 

Es kommt nicht immer auf die Größe an

Neben diesen „Muscle Cars“ aus Detroit kamen auch kleinere Autos in den frühen Jahren der DTM gut zurecht. Im kompakten BMW 323i gab Winfried Vogt regelmäßig Fahrern mit wesentlich größeren Tourenwagen wie Rover Vitesse, BMW 635 CSi und Volvo 240 Turbo das Nachsehen und gewann 1984 auf dem Norisring und 1985 auf dem Flugplatzkurs von Mainz-Finthen. Auch Autos wie Fiat Ritmo Abarth 130 TC, Volkswagen Golf und Opel Kadett gingen regelmäßig an den Start. Sie gewannen zwar keine Rennen, konnten aber den Gegnern das Leben recht schwer machen.

Klein und kompakt: BMW 323i und Volkswagen Golf

 

Neues Abenteuer – Teil 1

Die österreichische Skilegende Franz Klammer, der sich bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck die Goldmedaille auf der Abfahrt sicherte und zudem 25 Abfahrts-Weltcuprennen und fünf Weltcuptitel gewann, wechselte nach seiner Skikarriere in den Tourenwagensport. 1985 feierte er in Wunstorf seinen Einstand in der DTM: Mit einem Alfa Romeo GTV fuhr er auf Rang 13 und beendete die Saison als 17. der Fahrerwertung. 1986 belegte er in einem Mercedes 190 Platz 12 in der Meisterschaft mit einem dritten Rang in Wunstorf als bestem Ergebnis.

 

Neues Abenteuer – Teil 2

Ein gewisser H. Tilke steht auf der Nennliste des DTM-Rennen im Rahmen der Traditionsveranstaltung „Bergischen Löwe“ 1987 im belgischen Zolder. Im Toyota Corolla fiel Tilke nach vier Runden aus. Er machte sich später als international anerkannter Designer für Rennstrecken einen Namen.

 

Sierra ganz oben

Mit elf Rennsiegen ist der kultige Ford Sierra XR4Ti das erfolgreichste Auto der frühen Jahre der DTM. Der Sierra erlebte am 12. Mai 1985 auf der Avus seinen Einstand und Klaus Niedzwiedz sorgte gleich bei der Premiere für den ersten Sieg. Im Vergleich: Der Volvo 240 Turbo siegte zwischen 1984 und Ende 1987 insgesamt sechsmal, die BMW-Modelle 635 und M3 feierten je fünf Siege.

 

Grohs oben auf der Siegerliste

Mit fünf Siegen zwischen 1984 und 1988 war Harald Grohs der erfolgreichste Fahrer der ersten vier Jahre. Im gleichen Zeitraum fuhr Klaus Ludwig insgesamt vier Siege ein.

 

Sternstunde

Der Mercedes 190, auch bekannt als „Baby-Benz“, stellte seine Rennsport-Fähigkeiten beim Einladungsrennen zur Eröffnung der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings 1984 unter Beweis. Der Sieg ging damals an Ayrton Senna. Es dauerte nicht lange, bis der 190er in der Startaufstellung eines DTM-Rennens stand: Leopold Galina brachte beim Saisonfinale 1985, ebenfalls auf dem Nürburgring, als erster Fahrer einen 190er an den Start. Ebenfalls auf dem Eifelkurs feierte Mercedes 1986 den ersten Rennsieg in der DTM.

Der Meister von 1987: Eric van de Poele im BMW M3

 

Meister ohne Sieg

Bemerkenswert: Sowohl 1984 als auch 1987 hatte der jeweilige DTM-Champion im Meisterjahr keinen einzigen Rennsieg zu verzeichnen. 1984 gewann Volker Strycek keines der insgesamt zwölf Rennen, setzte sich aber dennoch mit einem Vorsprung von 7,5 Punkten gegen den viermaligen Rennsieger Olaf Manthey durch. 1987 fuhr der Belgier Eric van de Poele im Zakspeed-BMW M3 in jedem Rennen Punkte ein. Diese Konstanz verhalf ihm letztendlich zum Titel.

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Dabei sein

Ein Besuch bei der DTM ist Pflicht

Du warst noch nie bei der DTM? Wir zeigen Dir, warum ein Besuch bei der DTM Pflicht ist.

Erfahre mehr

Erfahre mehr über die DTM

DTM YouTube

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen