#DTM500 Era 5: 2012-2019 Weiteres Wachstum und neue Technologie | DTM
2019-08-28 13:00:00

#DTM500 Era 5: 2012-2019 Weiteres Wachstum und neue Technologie

#DTM500 Era 5: 2012-2019 Weiteres Wachstum und neue Technologie

Die DTM wurde 1984 gegründet und entwickelte sich zur schnellsten und faszinierendsten Tourenwagenserie der Welt. Das Rennen auf dem Lausitzring am 25. August war der 500. Lauf in der Geschichte der Serie.

Im fünften und letzten Teil blicken wir auf die Jahre 2012 bis einschließlich 2019. 2012 fing in der DTM eine neue Ära an, denn BMW verstärkte das Teilnehmerfeld, das Audi und Mercedes-Benz in den sieben vorhergehenden Jahren zusammen gefüllt hatten. Darüber hinaus wurde der Beginn eines neuen Abschnitts in der Seriengeschichte auch durch die Einführung zweitüriger Coupés sichtbar, welche die bis dahin eingesetzten viertürigen Limousinen ablösten. Das neue, einheitliche Monocoque war die Basis der neuen Fahrzeuge, zusammen mit einer größeren Anzahl von Einheitsbauteilen für verbesserte Sicherheit und weitere Kostenreduzierung.

2019 wurde in der DTM mit den neuen Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren wiederum ein neues Kapitel aufgeschlagen. Diese ersetzten die Vierliter-V8-Triebwerke, die seit der Wiederbelebung der Serie im Jahr 2000 zum Einsatz gekommen waren. Ebenfalls 2019 begrüßte die DTM Aston Martin als erste nicht-deutsche Marke in der Serie seit der Teilnahme von Alfa Romeo in den Jahren 1993-1996.

 

Ein siegreiches Comeback

Seit Ende der Saison 1992 war BMW nicht mehr werksseitig in der DTM vertreten gewesen, aber die Münchener waren für ihre Rückkehr in die Serie 2012 bestens vorbereitet. Bereits im zweiten Rennen des Jahres auf dem Lausitzring bescherte Bruno Spengler den Rückkehrern den ersten Sieg. Der Kanadier gewann in jenem Jahr weitere drei Rennen und setzte sich beim Saisonfinale in Hockenheim im Kampf um den Fahrertitel durch. Die Schnitzer-Mannschaft, eines der erfolgreichsten deutschen Rennteams, konnte die Teamwertung für sich entscheiden, BMW gewann außerdem den Herstellertitel. Mit fünf Rennsiegen (vier für Spengler, einer für Augusto Farfus) und ebenso viele Pole-Positions (drei für Spengler, zwei für Farfus), sicherten sich BMW-Fahrer in dieser Saison die Hälfte aller Rennsiege und Pole-Positions.

Erfolgreiches Comeback: Bruno Spengler bescherte BMW den Titelgewinn 2012

 

Liebesgrüße aus Moskau

2013 hatte die DTM erstmals ein Rennen auf dem Moscow Raceway. Audi-Fahrer Mike Rockenfeller, der in jenem Jahr auch den Titel gewann, setzte sich bei der Premiere durch. Die Strecke in Volokolamsk war erfolgreiches Terrain für den Deutschen, denn auch 2015 konnte er eines der beiden Rennen dort für sich entscheiden, während Mercedes-Fahrer Pascal Wehrlein den anderen Lauf gewann. 2014 war BMW-Fahrer Maxime Martin dort der erste Belgier, der ein DTM-Rennen gewinnen konnte – etwas, das vor ihm weder seinem Vater Jean-Michel noch der Champion des Jahres 1987 Eric van de Poele schafften. Übrigens: Van de Poele ist einer von nur zwei Fahrern, die jemals den DTM-Titel ohne Sieg gewonnen haben.

 

Jung und schnell

Anfang des Jahres fuhr er sogar noch in der Formel 3, aber auf dem Lausitzring 2014, in seinem Rookie-Jahr in der Serie, gewann der junge Deutsche Pascal Wehrlein bereits ein DTM-Rennen. Im darauffolgenden Jahr gewann er mit Mercedes den Titel und krönte sich damit zum jüngsten DTM-Champion. Nach diesem Erfolg fuhr er zwei Jahre in der Formel 1 und erlebte 2018 sein Comeback in der DTM. 2014 ging der DTM-Titel an BMW-Fahrer Marco Wittmann, der Jahr zuvor als bester Newcomer abgeschlossen hatte.

Jung und schnell: Marco Wittmann 2014

 

Wirbel um Wasserflaschen

Seit Laurent Aïello im privat eingesetzten Abt-Audi TT im Jahr 2002 hatte kein Audi-Fahrer mehr ein DTM-Rennen auf dem Nürnberger Norisring gewonnen. Als Mattias Ekström 2013 als Erster über die Ziellinie fuhr, schien der Bann für Audi beim Heimrennen – nur eine gute Autobahnstunde vom Hauptsitz in Ingolstadt entfernt – endlich gebrochen. Später jedoch wurde Ekström den Sieg aberkannt, nachdem klar wurde, dass bei den Feierlichkeiten nach dem Rennen mehrere Wasserflaschen in die Taschen seines Fahreranzugs geleert worden waren. Das wurde als Verstoß gegen die Parc-Fermé-Regularien gewertet und es folgte der Wertungsausschluss des Schweden. Auch die Berufung des Teams wurde abgelehnt, die nachfolgenden Fahrer rückten jedoch nicht auf, da laut Urteil der Sieg unter sportlich einwandfreien Bedingungen errungen wurde. Das Rennen blieb daher ohne Sieger – zum zweiten Mal in der Geschichte der DTM nach dem Ausschluss von Harald Grohs vom zweiten Rennen 1984.

Mattias Ekströms Freude währte nicht lang – sein Rennoverall war zu nass

 

Die doppelte Menge Action

Von 2001 bis 2014 bestanden DTM-Veranstaltungen lediglich aus einem Hauptrennen, in manchen Jahren mit einem Sprintrennen davor. In der Vergangenheit, von 1988 bis 1996 sowie im Jahr des Comebacks 2000, hatte es schon jeweils zwei Rennen pro Veranstaltung gegeben. Damals fanden die Rennen allerdings direkt nacheinander statt, nur unterbrochen von einer kurzen Reparaturpause. Ab 2015 gibt es je ein Rennen am Samstag und am Sonntag, so dass die Zuschauer insgesamt mehr Action erleben können und das gesamte Wochenende attraktiver wird.

 

„Schieb’ ihn raus!“

In der DTM besteht die Möglichkeit, den Funkverkehr zwischen Fahrer und Teams in die Fernsehübertragung einzubinden. So konnten Zuschauer auf der ganzen Welt den wohl berühmtesten Funkspruch in der Geschichte der Serie live mithören. „Timo, schieb’ ihn raus“, lautete die Anweisung, die Audi-Fahrer Timo Scheider beim Sonntagsrennen 2015 auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg von der Boxenmauer erhielt. Dr. Wolfgang Ullrich, damals Audi-Sportchef, war unzufrieden mit den Manövern der Mercedes-Fahrer Wehrlein und Wickens und gab Scheider die Anweisung, seine Gegner von der Strecke zu schieben. Tatsächlich fuhr Scheider ins Heck von Wickens’ Auto, worauf der Kanadier seinerseits mit Wehrlein kollidierte. Das Manöver, vom englischsprachigen Kommentator als „Snooker-Move“ bezeichnet, führte zum Aus für beide Mercedes-Fahrer. Audi bekam eine Strafe von 200.000 Euro aufgelegt, die höchste Summe in der Geschichte der DTM, und Dr. Ullrich durfte sich bis Ende der Saison nicht mehr in der Boxengasse aufhalten.

 

Einstand nach Maß

René Rast genoss gerade ein kleines Grillfest mit Freunden im Garten seines Managers, , als er am Samstag des DTM-Wochenendes in Zandvoort 2016 einen Anruf mit der Frage bekam, ob er am darauffolgenden Tag im Rennen einen Audi in der DTM fahren könnte, da sich der Stammfahrer Adrien Tambay verletzt hatte. Rast überlegte keine Sekunde, stieg ins Auto und nahm die drei Stunden lange Fahrt an die niederländische Nordseeküste in Angriff, wo er sein erstes DTM-Rennen als 18. abschloss. Im darauffolgenden Jahr bestritt er seine erste volle DTM-Saison und gewann auf Anhieb den Titel.

 

Ein großer Abflug und eine einzigartige Serie

Es war ebenfalls René Rast, der den wohl schwersten Unfall der DTM-Ära von 2012 bis heute erlebte. Beim Neustart nach einer Safety-Car-Phase im ersten Rennen auf dem Lausitzring 2018 gab es Kontakt mit Loïc Duval, worauf sich sein Auto hinter einem Randstein einhakte, sich aufs Dach rollte und sich dann längs überschlug. Rast konnte unverletzt aussteigen, aber das Auto war so stark beschädigt, dass der Deutsche am Sonntagsrennen nicht teilnehmen konnte. Später in der Saison stellte Rast einen Rekord auf, indem er sechs aufeinanderfolgende Rennen gewann. Auf dem Nürburgring, in Spielberg und in Hockenheim gewann der Audi-Fahrer alle Rennen; ihm fehlten letztendlich nur vier Punkte zum Titelgewinn.

 

Eher Freunde als Gäste

2018 war das erste Jahr, indem die Tradition der Gaststarts wieder aufgegriffen wurde. Der erste Fahrer, dem diese Ehre zu Teil wurde, darf mit seinen zwei Titeln und 23 Rennsiegen mit Recht als DTM-Legende bezeichnet werden: Der Schwede Mattias Ekström, der seine eindrucksvolle DTM-Laufbahn offiziell beendet hatte, erhielt die Chance, sich bei einem Gastspiel beim Saisonauftakt gebührend von seinen zahlreichen Fans zu verabschieden. In Misano startete der italienische Held Alex Zanardi als Gastfahrer und sorgte mit Rang fünf im strömenden Regen beim zweiten Rennen für eine faustdicke Überraschung. In Spielberg startete der mehrmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier als Gast, oder eher als Freund der Serie, in beiden Rennen. In diesem Jahr nahm MotoGP-Ass Andrea Dovizioso an den DTM-Rennen in Misano teil.

 

Saturday (und Sunday) Night Fever

Bereits 2003 fand das Qualifying der DTM auf dem Nürburgring am Samstagabend in der Dunkelheit statt, aber Rennen im Dunkeln gab es erstmals am siebten Rennwochenende der Saison 2018 auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli in Italien. Natürlich hoffte man allenthalben auf schöne, laue Augustabende, die DTM gastierte schließlich in Italien. Die Realität war anders: Es regnete in Strömen, aber die Rennen boten reichlich Spektakel und der Anblick der DTM-Fahrzeuge mit eingeschalteten Scheinwerfern bei den Rennen im Dunkeln war einfach fantastisch!

 

(Fast) alle sind Gewinner

2015 gelang es 13 der 24 teilnehmenden Fahrer in der DTM jeweils mindestens ein Rennen zu gewinnen. In keiner anderen Saison in der Geschichte der Serie gab es mehr unterschiedliche Rennsieger.

 

Rast und Wittmann an der Spitze

Mit je 15 Rennsiegen zwischen dem Saisonauftakt 2013 und dem Lausitzring-Wochenende 2019 sind René Rast und Marco Wittmann die erfolgreichsten Fahrer dieser Ära in der DTM. Audi ist mit 47 Siegen erfolgreichster Hersteller vor BMW mit 33 und Mercedes-Benz mit 27.

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