Duell mit Paffett begeistert Glock immer noch | DTM
2018-12-26 11:30:00

Duell mit Paffett begeistert Glock immer noch

Duell mit Paffett begeistert Glock immer noch

Timo Glock ist wie ein guter Wein. Je älter, desto besser. Das erste DTM-Jahr 2013 ausgeklammert, hat sich der BMW-Pilot Jahr für Jahr in der Gesamtwertung verbessert. Von 15 auf zehn, auf sieben und schließlich war der 36-Jährige in dieser Saison am Ende Fünfter. „Es ist die Erfahrung, es ist die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren und mit meinem Team, das immer besser funktioniert hat. Das Auto hat von Jahr zu Jahr besser zu meinem Fahrstil gepasst. Ende des Jahres reflektiere ich für mich selber immer, wo habe ich Fehler gemacht. Die Fehler, die ich davor gemacht habe, habe ich in diesem Jahr einigermaßen aussortieren können. Es gibt aber trotzdem Raum für Verbesserungen meinerseits“, sagt Glock, der mit Platz drei, eins, zwei und fünf an den Wochenenden in Hockenheim und am Lausitzring einen glänzenden Start hinlegte.

Gegen Ende war die Performance nicht mehr da

Nach den Rennen zwei, drei, vier und sechs hatte Glock die Fahrerwertung sogar angeführt. 14 Top-Ten-Resultate untermauern sein bis dato bestes DTM-Jahr. Es stellt sich aber die Frage, ob nach dem Raketenstart ins Jahr 2018 letztlich nicht doch mehr möglich gewesen wäre: „Nein, sonst wären wir ja besser gewesen. Ich bin natürlich zufrieden mit der Saison, weil es meine bisher beste in der DTM war. Es ist enttäuschend, wenn die Performance hinten raus nicht mehr so da ist, wie sie am Anfang der Saison da war. Das hat man klar gesehen, das war eindeutig. Unsere Pace hat einfach stagniert. Die anderen beiden Hersteller haben sich einen Tick nach vorne entwickelt. Da waren wir zum Teil einen Schritt hinter Audi und Mercedes-AMG. Das war der ausschlaggebende Punkt. Das hat uns auch die Chance auf die Meisterschaft gekostet“, sagt Glock, der sich ungerne an Brands Hatch erinnert. In der englischen Grafschaft Kent ging Glock das einzige Mal komplett leer aus. „Das war sicher mein schlechtestes Wochenende.“

Umso brillanter war Timo Glocks episches Duell mit Gary Paffett am Sonntag beim zweiten Lauf auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Ein Kampf für die Rennsport-Ewigkeit, ein packender Krimi mit zahlreichen Führungswechseln. Zusammengerechnet fuhren die beiden Piloten über 119 Sekunden Rad an Rad nebeneinander auf dem Grand-Prix-Kurs, das entspricht einer Distanz von zirka sechs Kilometern. „Das war mit Abstand das Highlight für mich, nicht nur in diesem Jahr, sondern von meiner Karriere. So einen Kampf um den Sieg habe ich noch niemals erlebt. Das hast du schon mal öfter im Mittelfeld, da kriegt es aber keiner mit. Wenn es um den Rennsieg geht, ist das umso schöner. Das war ein verrücktes Duell, das hat extrem viel Spaß gemacht. Es war super schön zu sehen, wie die Fans darauf reagiert haben. Sie haben auf den Tribünen gestanden und applaudiert“, erinnert sich Glock, der auf und abseits der Strecke gerne auch mal die Ellenbogen ausfährt.

Glock will weiterhin kein Blatt vor den Mund nehmen

2017 sorgte er in Zandvoort für Schlagzeilen mit einem Wutanfall. Glock wähnte sich im zweiten Qualifying zunächst von Loïc Duval und anschließend von Edoardo Mortara auf dem Weg zur Pole-Position behindert. Glock bremste den Mercedes-AMG-Pilot dafür auf der Strecke über mehrere Kurven rüde aus, was ihm eine Rückversetzung in der Startaufstellung von Platz fünf auf 18 einbrachte. Darüber hinaus beschimpfte er Mortara über den Funk als „Fucking Idiot“. Einmal ordentlich in Fahrt zeigte er der Mercedes-Box auf dem Weg durch die Boxengasse zusätzlich noch den Stinkefinger. In dieser Saison trat Glock über weite Strecken geduldiger auf. „Da habe ich einen Riesenfehler gemacht. Daraus habe ich gelernt. Das hat mich eine gute Möglichkeit gekostet, um die Meisterschaft zu kämpfen. Ich habe versucht, in gewissen Situationen ruhiger zu bleiben. Trotzdem habe ich bis jetzt in den Interviews immer das gesagt, was ich denke. Und werde das auch weiter so tun.“

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