Ein Blick von der Strecke | DTM
2019-05-23 10:15:00

Ein Blick von der Strecke

Ein Blick von der Strecke

Es braucht nicht viel Zeit, um in den Wald von Zolder zu verschwinden. Man geht im Fahrerlager vorbei an den farbenfrohen Waffelständen, den Pommesbuden und den belebten Bars, und schon befindet man sich auf sandigem Untergrund, auf dem Weg zu den Hügeln im Wald.

Auch die Strecke steigt schnell an. Sie erlaubt den Fahrern, das Gaspedal voll durchzutreten, sobald sie die tückische erste Schikane hinter dem Fahrerlager gemeistert haben. Bald finden sie Grip, der Turbomotor jagt die Autos den Hügel hoch und die Fahrer zischen zwischen den Betonmauern an beiden Seiten der Strecke durch, bevor die Strecke wieder hinunterschlängelt in der Richtung einer schnellen Linkskurve.

Loïc Duval holt die ganze Leistung aus seinem Audi RS 5 DTM

 

Die Fahrer schalten bis in den fünften Gang hoch (220 km/h), bevor sie wieder rapide drei Stufen herunterschalten in den zweiten Gang (80 km/h) für die Villeneuve-Schikane. Wie der Name bereits andeutet ist das die Kurve, in der der kanadische Nationalheld 1982 tragischerweise ums Leben kam. Seit langem gibt es dort jedoch eine Schikane, mit der die Kurve nach vorne verlegt und die Auslaufzone vergrößert wurde.

Anders als die anderen Schikanen in Zolder gibt es hier keine hohen Randsteine. Diese ist die wohl anspruchsvollste Stelle der Strecke. Hier, mit dem scharfen Übergang von einem Scheitelpunkt zum nächsten, bestimmt sich die Linie durch die Kurven.

Wenn die Fahrer schnell von links nach rechts lenken, setzt der Unterboden des Autos auf die Fahrbahnmitte auf, was für einen Funkenregen sorgt. Auch aus den Radkästen sprühen Funken. Einmal kurz lupfen in der Kurvenmitte, dann wieder fest aufs Gas für den letzten Rechtsknick.

Beim Aufsetzen der Autos sprühen Funken vom Unterboden und aus den Radkästen
 

Am Freitagnachmittag sehen wir zu, wie Loïc Duval geschmeidig seine Linie durch diese Passage findet. Bruno Spengler fährt ebenfalls sauber durch, er lenkt seinen BMW schön von einem Scheitelpunkt zum nächsten. Die Aston Martin wirken etwas rustikaler und bringen einen gewaltigen Sound hervor: Die Auspuffgase bahnen sich donnernd einen Weg nach Außen. Nicht schön, aber beeindruckend kraftvoll.

Die Aston Martin bringen einen kraftvollen Sound hervor

 

René Rast im Audi bleibt lange auf dem Gas, bis zum letzten Moment vor dem Einlenken. Den größten Eindruck jedoch hinterlässt Philipp Eng, der sich tags darauf die Pole-Position sichert. Er ist der Mutigste beim Überfahren der Kerbs, kürzt am meisten ab, aber behält die Kontrolle über sein Auto. Es sieht so aus, dass er in diesem Abschnitt am wenigsten Zeit verliert.

Gegen Ende des Trainings wird es wieder schattig. Besser doch die Jacke zu für den Weg zurück ins Fahrerlager oder zum Parkplatz. Aber die Zuschauer haben alle ein Lächeln im Gesicht, sie sind zufrieden.

Einige Meter weiter lacht man. Hier gibt’s schließlich Bier und Pommes.

Ein letztes Mal fährt ein R-Motorsport-Aston-Martin vorbei. Ein verwischtes Bild von grau und blau. Ein Funkenregen spritzt auf und erlischt schnell wieder in der kühlen Luft. Ein letzter Funke wirbelt noch nach, bevor auch sie verschwindet.

Mit den dichten Wäldern und Betonmauern erinnert Zolder ein wenig an die klassischen Road-Courses Nordamerikas.

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