„Ein klares Zeichen für die Zukunft“ | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-10-12 13:45:00

„Ein klares Zeichen für die Zukunft“

„Ein klares Zeichen für die Zukunft“

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Bei einer Pressekonferenz am Freitag in Hockenheim, an diesem Wochenende Schauplatz des großen DTM-Saisonfinales, blickte Gerhard Berger mehr voraus als zurück. Tags zuvor war der Einstieg des britischen Luxus-Sportwagenherstellers Aston Martin ab 2019 in die Serie verkündet worden.„Wir hatten ein tolles Jahr mit sehenswertem Sport. Wir haben die Serie erneut weiterentwickelt und erwarten ein spannendes Finale vor einer tollen Kulisse. Wir haben nun die Lücke nach dem Abschied von Mercedes-AMG geschlossen. Aston Martin ist nun ein Teil unserer Familie. Ich bin sehr glücklich und stolz. Das ist ein klares Zeichen für die Zukunft der DTM“, sagt derVorsitzende der DTM-Dachorganisation ITR e.V.

Das Unternehmen AF Racing AG wird das von Aston Martin lizensierte und unterstützte DTM-Projekt führen und hat mit der HWA AG ein Joint Venture mit Sitz in Deutschland gegründet, das für Entwicklung, Aufbau und Einsatz der Fahrzeuge zuständig sein wird. Berger zur linken saß im Konferenzraum aus diesem Anlass Dr. Florian Kamelger, Gründer und Miteigentümer der AF Racing AG sowie Team Principal von R-Motorsport. „Wir sind ebenfalls sehr stolz, nun Teil der DTM-Familie zu sein. Wir planen mittelfristig mit vier Autos“, gab der Schweizer einen ersten Ausblick auf das künftige Engagement. „Wir wollen natürlich auch gute Resultate erzielen. Wann wir in 2019 starten, hängt viel von den Möglichkeiten zum Testen ab. Wir haben auch ein paar Fahrer im Blick, aber darüber werden wir später informieren“, sagt Kamelger.

Den ersten Kontakt von DTM-Boss Berger zu den Entrepreneurs Dr. Kamelger und Dr. Andreas Baenziger stellte vor knapp sechs Monaten der Red-Bull-Motorsportchef Formel 1, Dr. Helmut Marko, her. In Graz traf man sich zu ersten Gesprächen. „Helmut Marko hat sehr geholfen, den Ball ins Rollen zu bringen“, sagt Kamelger.

Internationalisierung ist keine Frage des Rennkalenders

Berger machte noch einmal deutlich, dass er die internationale Ausrichtung der Tourenwagenserie weiter vorantreiben will. Dafür ist das neue Engagement ein weiterer Meilenstein. „Mit Aston Martin haben wir den ersten Hersteller, der nicht aus Deutschland kommt. Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“

Die Internationalisierung beinhaltet für Berger gleich mehrere Aspekte. „Der eine ist der Kalender. Wir fahren Rennen in Deutschland, aber auch in Italien oder England. Der wichtigste Punkt ist jedoch ein gemeinsames Reglement. Mit unseren Partnern in Japan haben wir das über zwölf Monate lang entworfen. Das war ein harter Prozess. Viele Verhandlungen, Kompromisse und Diskussionen waren notwendig. Es gibt in Japan auch eine andere Rennkultur. Es macht einen Unterschied, ob du einen Fahrerwechsel hast oder Benzin nachfüllen musst. Wir haben nun eine klare Linie gefunden, die wir ‚CLASS 1‘ genannt haben. Das ist ein kontinuierlicher Prozess und wir sind auf einem guten Weg, in Zukunft auf verschiedenen Kontinenten mit demselben Auto fahren können zu können. Das ist die Grundlage für alles. Ich denke, das wird 2020 so weit sein. Wir sind jetzt bei 85 Prozent.“ Kamelger stimmt dem bei: „Die Internationalisierung der Serie war einer der wichtigsten Punkte bei den Verhandlungen mit Gerhard Berger und der ITR. Japan ist für uns ein wichtiger Markt, die Fans dort lieben den Motorsport.“

Auch das Thema der Kostendeckelung hebt Berger ausdrücklich hervor. „Das System der Einheitsbauteile ist die Grundlage. Das haben Audi, BMW und Mercedes-AMG über Jahre hinweg phantastisch entwickelt. Das garantiert dir einen spannenden Wettbewerb, eine gute Show, tolles Racing, mit geringen Performance-Unterschieden. Natürlich muss es ein begrenztes Fenster geben, in dem die Hersteller ihre Entwicklungen und ihr Wissen einsetzen können. Du wirst auf diesem Level keine hochwertigere Rennserie mit diesem Kostenrahmen finden.“

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