Eine Runde auf dem Sachsenring | DTM
2000-08-04 17:10:53

Eine Runde auf dem Sachsenring

Als "kleine Nordschleife" bezeichnet Michael Bartels den Sachsenring. Deshalb, weil der 3,517 Kilometer lange Kurs bergauf und bergab geht und eine "tolle Mischung aus sehr langsamen, mittelschnellen und ganz schnellen Kurven" darstellt. Und es gibt drei "echte Mutkurven". Das seien Kurven, sagt Bartels, "die man sonstwo eigentlich überhaupt nicht mehr vorfindet".

1- Nach Start und Ziel schalten wir mit unserer Übersetzung noch ganz kurz in den sechsten Gang und erreichen am Ende der Geraden zirka 230 km/h. Dann kommt eine enge Rechtskurve, die im zweiten Gang gefahren wird. Man hält sich ganz innen, um dann sauber durch die folgende Links-Rechts-Kombination zu kommen; dabei geht es sehr stark bergab.













2- Bei der darauf folgenden Rechtskurve, die im zweiten Gang gefahren wird, geht es wieder sehr steil bergauf; dort drehen die Räder schon mal durch.

3- Es folgt eine sehr schwierige Passage, eine Doppellinks. An dieser Stelle wurde die Strecke verändert: Die zweite Links ist jetzt viel schneller. Es ist eine Dritte-Gang-Kurve, die aufgrund des neuen Asphalts sehr rutschig ist. Es ist wichtig, dass das Auto gut ausbalanciert ist, um hier eine optimale Linie zu finden.

4- Ein sehr schnelles Bergabstück. Die Linkskurve, die erste Mutkurve, wird im fünften Gang gefahren, und auf der kurzen Geraden schaltet man noch schnell in den Sechsten, bevor man für die folgende Links in den vierten Gang zurückschaltet.

5- Dann geht es über eine Kuppe, die wahnsinnig schnell ist. Das Auto wird auf der Vorderachse sehr leicht. Danach zurück in den vierten Gang. Auch hier ist die Strecke umgebaut worden. Wo früher eine Schikane war, die im ersten oder zweiten Gang gefahren wurde, ist jetzt eine schnelle Linkskurve, die im vierten oder fünften Gang gefahren wird. Auch so eine Mutkurve.

6- Wir befinden uns jetzt auf der Gegengeraden, an deren Ende die Höchstgeschwindigkeit von knapp 240 km/ erreicht wird.

7- Dann kommen zwei enge Linkskurven, die im zweiten Gang gefahren werden. Vor der ersten Linkskurve gibt es die einzige gute Überholmöglichkeit auf dem Kurs. Aus der zweiten Linkskurve wird ziemlich hart beschleunigt. Die Schikane, die auf die Start- und Zielgerade führt, geht voll.

"Das ist schon eine sehr selektive Strecke", urteilt Michael Bartels, "sowohl von der fahrerischen Seite als auch von der Balance des Autos her." Das Fahrzeug optimal auf alle einzelnen Streckenpassagen hinzukriegen, sei unheimlich schwer. Bei Getriebeübersetzung und Fahrwerksabstimmung sind Kompromisse notwendig.

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