Erst Rückschlag, dann zurückgeschlagen: René Rast siegt souverän am Norisring | DTM
2019-07-06 15:45:00

Erst Rückschlag, dann zurückgeschlagen: René Rast siegt souverän am Norisring

Erst Rückschlag, dann zurückgeschlagen:  René Rast siegt souverän am Norisring

Start suboptimal, Aufholjagd brillant: René Rast (GER) hat am Norisring mit einer bravourösen Strategie seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Im Samstagsrennen der DTM auf dem Stadtkurs in Nürnberg fiel der DTM-Champion von 2017 am Start von Position drei mit einem abgewürgten Motor ganz ans Ende des Feldes zurück, nutzte eine frühe Safety-Car-Phase allerdings geschickt für ein kluges taktisches Manöver, das ihn an die Spitze brachte. Für Furore sorgte auch DTM-Neuling Aston Martin. Daniel Juncadella (ESP) fuhr in einem turbulenten, action-reichen Rennen zwischenzeitlich auf der vierten Position – beendete Lauf eins des Wochenendes auf Platz sechs.

Die Podiumsplätze kämpften derweil Nico Müller (SUI, Audi) und Joel Eriksson (SWE, BMW). Die Reihenfolge entschied sich noch einem rundenlangen und äußerst sehenswerten Kampf erst in der allerletzten Kurve, als Polesitter Müller sich am lange Zeit auf Platz zwei fahrenden Eriksson vorbeiquetschte. Rang vier ging an Loïc Duval (FRA, Audi), Fünfter wurde Bruno Spengler (CDN, BMW).

 

Fluch eindrucksvoll besiegt: erste Norisring-Punkte mit Triumph am Norisring

Die Geschichte des Tages schrieb René Rast. Vor dem ersten Durchgang auf dem Norisring zwischen Dutzendteich und Alpha-Kurve bisher noch ohne Punkte in seiner DTM-Karriere, besiegte Rast seinen Norisring-Fluch nachhaltig. Mit dem dritten Saisonsieg baute der Spitzenreiter der Gesamtwertung seine Führung in der in der Tabelle aus. Und das mit dem dominantesten Sieg in der Norisring-DTM-Geschichte: 34,4 Sekunden betrug sein Vorsprung im Ziel. 2014 hatte Robert Wickens (CDN, Mercedes-Benz) Jamie Green (GBR, Audi) mit 23,906 Sekunden Vorsprung besiegt.

 

 

Stimmen – 1. Rennen, Norisring

„Trotz des schlechten Starts haben wir heute kühlen Kopf bewahrt und die frühe Safety-Car-Phase gut genutzt. Wir hatten eine gute Pace und konnten das Rennen dann von vorn diktieren. Das Auto war von vorn bis hinten perfekt, ein richtig großes Dankeschön an mein Team. Alles in allem: Unvermögen von mir am Start, aber Glück mit dem Safety-Car.“

René Rast, Sieger

 

„Von der Safety-Car-Phase war ich natürlich nicht begeistert. Ich hatte einen guten Start, alles lief super – doch die Neutralisation hat alles zunichte gemacht. Wir haben dann versucht, mit der Strategie das Maximum herauszuholen. Am Ende war es mir super wichtig, Joel Eriksson noch zu überholen. Das ist mir gelungen und das war mein persönliches Highlight des Tages.“

Nico Müller, 2. Platz

 

Am Start habe ich einige Treffer bekommen – wie am Norisring üblich, ging es gut zur Sache. Nach dem Re-Start hatte ich nach vorn und hinten etwas Luft und bin mein eigenes Rennen gefahren. Am Ende habe ich den Kampf mit Nico Müller sehr genossen – das ist immer fair. Ich bin nicht allzu enttäuscht, Platz zwei kurz vor dem Ziel verloren zu haben. Dann gibt’s eben Revanche im Rennen morgen.“

Joel Eriksson, 3. Platz

 

 

Ergebnis – 1. Rennen, Norisring

01. René Rast (GER), Audi, 69 Runden in 57.31,554 Minuten

02. Nico Müller (SUI), Audi, + 34,498 Sek.

03. Joel Eriksson (SWE), BMW, + 34,692 Sek.

04. Loïc Duval (FRA), Audi, + 39,521 Sek.

05. Bruno Spengler (CAN), BMW, + 42,111 Sek.

06. Daniel Juncadella (ESP), Aston Martin, + 43,581 Sek.

07. Philipp Eng (AUT), BMW, + 45,357 Sek.

08. Marco Wittmann (GER), BMW, + 48,526 Sek.

09. Jake Dennis (GBR), Aston Martin, - 1 Rd.

10. Ferdinand von Habsburg (AUT), Aston Martin, - 1 Rd.

 

Schnellste Rennrunde: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 47,391 Sek.

Pole-Position: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 46,337 Sek.

Wetter: 36°C, sonnig

 

Taktik-Check – 1. Rennen, Norisring

#33 – René Rast (GER)

Erster Stint: 4 Prozent » Boxenstopp: Runde 3 » Zweiter Stint: 96 Prozent

 

#51 – Nico Müller (SUI)

Erster Stint: 43 Prozent » Boxenstopp: Runde 30 » Zweiter Stint: 57 Prozent

 

#47 – Joel Eriksson (SWE)

Erster Stint: 1 Prozent » Boxenstopp: Runde 1 » Zweiter Stint: 99 Prozent

 

Wow-Fact – 1. Rennen, Norisring

10

Rund zehn Kilogramm wiegt der Siegerpokal am Norisring. Seine Wucht erhält die begehrte Trophäe seiner Besonderheit wegen: Er ist aus Material der Steintribüne gefertigt.

 

Regel im Fokus

Bremsen – Die DTM-Autos verfügen über eine Hochleistungsbremsanlage, die vorn und hinten innenbelüftete Kohlefaser-Keramik-Bremsscheiben in die Zange nehmen. Die Bremskraftverteilung kann vom Fahrer stufenlos eingestellt werden. Während der Saison ist die Anzahl der Bremsscheiben pro Fahrzeug auf drei Sätze (sechs Scheiben) begrenzt. Besonderheit am Norisring: Zwar bleibt der Durchmesser der Kohlefaser-Keramik-Komposit-Bremsscheiben (380 Millimeter) erhalten, wegen der hohen Beanspruchung sind jedoch  auf dem Stadtkurs in Nürnberg Bremsscheiben mit zusätzlichen Belüftungsöffnungen erlaubt.

 

Und da war dann noch …

… Lena Gercke. Das deutsche Topmodel schaute am Samstag mal wieder bei der DTM vorbei und übernahm beim siebten Saisonlauf wichtige Aufgaben: Gercke schwenkte nach 69 Runden die schwarz-weiß-karierte Flagge und überreichte anschließend die Pokale an Rennsieger René Rast sowie den Vertreter des siegreichen Teams Audi Sport Team Rosberg, Kimmo Liimatainen.

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Dabei sein

Ein Besuch bei der DTM ist Pflicht

Du warst noch nie bei der DTM? Wir zeigen Dir, warum ein Besuch bei der DTM Pflicht ist.

Erfahre mehr

Erfahre mehr über die DTM

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen