Erste Antworten auf viele Fragen – Auftakt steht kurz bevor | DTM
2016-05-06 14:45:00

Erste Antworten auf viele Fragen – Auftakt steht kurz bevor

  • Timo Glock, Gary Paffett und Jamie Green bei der PK
  • Jamie Green
  • Timo Glock
  • Gary Paffett

Die Bedingungen könnten besser kaum sein – der DTM-Auftakt am Hockenheimring wird unter strahlendem Sonnenschein stattfinden. Die Mienen von Timo Glock, Gary Paffett und Jamie Green standen dem bei der Eröffnungs-Pressekonferenz am Freitagmittag in nichts nach – die Vorfreude auf die ersten Rennen des Jahres 2016 stand den drei DTM-Piloten deutlich ins Gesicht geschrieben. Die Ausgangsposition könnte spannender kaum sein. „Ich würde mein Geld auf niemanden setzten“, antwortete Paffett auf die Frage nach seinen Favoriten. Es ist die extrem hohe Leistungsdichte, die den Auftakt am Hockenheimring so ungemein spannend macht – und dieses kleine bisschen Ungewissheit, wo man wirklich steht. Alles scheint, nicht nur an diesem Wochenende, möglich. Green: „Man muss sich ja nur die vergangenen beiden Jahre angucken. Marco Wittmann und Pascal Wehrlein galten bei ihren Titelgewinnen im Vorfeld nicht unbedingt als Favoriten. Ich bin lange dabei und habe eines gelernt: Jeder kann hier Champion werden.“

Auch Glock weiß, das der Kampf um die den Siegerpokal so offen ist, wie in kaum einer anderen Rennserie der Welt, sieht aber dennoch die erfahrenen Piloten leicht im Vorteil. „Ich habe es bei den Tests wieder festgestellt. Du setzt dich nach langer Zeit ins Auto und merkst, dass das Gefühl für das Auto im Winter ein wenig verloren gegangen ist“, sagt Glock, der 2013 aus der Formel 1 in die DTM wechselte. „Das ist einfach eine extreme Umstellung und ich werde sicherlich noch ein paar Jahre brauchen, ehe ich diese Schwierigkeiten nicht mehr habe. Ich kann es immer wieder in einzelnen Rennen umsetzen, aber die Konstanz, die beispielsweise Mattias Ekström, Gary Paffett, Jamie Green oder Bruno Spengler aufweisen, fehlt mir eben noch. In einer Serie, in der Tausendstelsekunden über Sieg und Niederlage entscheiden, ist diese Konstanz enorm wichtig. Ich arbeite hart daran, den nächsten Schritt in diese Richtung zu machen.“

Nach einer intensiven Vorbereitung geriet die DTM für Green fünf Tage vor dem ersten Lauf die DTM dennoch kurz in den Hintergrund. Der Brite durfte am Montag seine drittes Kind willkommen heißen. „Der Geburtstermin hätte auch auf dieses Wochenende fallen können, weshalb ich sehr glücklich bin, dass meine Tochter vorher zur Welt gekommen ist. Ein unheimlich schöner Moment für mich und meine Frau, da wir uns nach unseren beiden Söhnen eine Tochter sehr gewünscht haben“, erzählt Green, der sich nach vier Rennsiegen und dem Vize-Titel in der Vorsaison nun mehr erhofft. „Ich will immer das Beste aus mir herausholen. Das ist mein Anspruch als Sportler. Da spielt es keine Rolle, ob mich die Medien zum Favoriten ausrufen – der Druck ist für mich derselbe. Ob positive oder negative Kritik – es ist immer besser, wenn man sich davon nicht beeinflussen lässt.“

Dreifacher Familienvater ist auch Paffett. Er glaubt nicht, dass die Rolle als Vater Einfluss auf die eigene Leistung im Auto hat. „Ich bin durch die Geburt meiner Söhne sicherlich ein besserer Mensch geworden. Auf der Strecke aber schalte ich alles Private aus, nur so kannst du auch erfolgreich sein. Ich gehe das gleiche Risiko wie früher“, sagt Paffett. Dieses Risiko wird er 2016 in einem neuen Auto eingehen. Alle Mercedes-Benz werden mit einer neuen Silhouette an den Start gehen, alles andere ist am Auto ist aufgrund des eingefrorenen Reglements jedoch identisch zur Vorsaison. „Das war ein wirklich harter Winter. Wir hatten alle Hände voll damit, das neue Design mit dem entsprechenden Setup abzustimmen, um unsere volle Leistung des Vorjahres wieder abrufen zu können“, so Paffett, der dennoch hofft, ein Wörtchen um den Titel mitreden zu können. „Eki muss man immer auf dem Zettel haben, Jamie, gerade nach dem vergangenen Jahr auch -  und es gibt noch viele andere, zu denen ich hoffentlich auch gehöre.“

Ab dem morgigen Samstag ist es erst mal vorbei mit den Mutmaßungen – dann geben die Piloten auf der Strecke die Antwort auf alle Spekulationen. Nach den Freien Trainings am Freitagabend (17 Uhr bis 17:30 Uhr) und Samstagmorgen (11:20 bis 11:50 Uhr) steht das erste Qualifying des Jahres an. Zwischen 13:50 Uhr und 14:10 Uhr geht es um die beste Ausgangssituation für das 40-minütoge Auftaktrennen, das um 16 Uhr gestartet wird. 

Tickets 2019

Tickets 2019

Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2019 im Vorverkauf bestellen.

Zur Übersicht

Zur Übersicht.

Bosch

DTM.tv

Action pur und gute Unterhaltung: Bewegende Bilder rund um die DTM.

Mehr sehen