Faszination ungebrochen: BMW M3 begeistert Glock und Wittmann | DTM
2019-08-29 11:00:00

Faszination ungebrochen: BMW M3 begeistert Glock und Wittmann

Faszination ungebrochen: BMW M3 begeistert Glock und Wittmann

Wenn der unverkennbare Sound des Vierzylinder-Saugmotors beim Anlassen ertönt, gönnen sich viele Techniker der aktuellen DTM-Teams eine kurze Pause, um einen Blick in die Boxengasse zu werfen. Die Faszination der historischen Rennwagen, die auch in der Lausitz wieder im Rahmenprogramm der DTM bei den Tourenwagen Classics an den Start gingen, ist ungebrochen. Der BMW M3 (E30, so die BMW-interne Modellbezeichnung, die längst Teil der Legende geworden ist), hat dabei einen besonderen Stellenwert. Auch für aktuelle DTM-Fahrer hat der ursprüngliche M3 seinen Reiz.

Über 1.000 Follower stimmten in der vergangenen Woche bei einer Umfrage auf dem Twitter-Account der DTM über den coolsten Tourenwagen der DTM-Geschichte ab. Mit 40 Prozent der Stimmen war der BMW M3 klarer Sieger. Mit Eric van de Poele (1987) und Roberto Ravaglia (1989) gewannen zwei Fahrer im „Ur-M3“ den DTM-Titel. Harald Grohs siegte 1987 mit dem neuen Auto in Hockenheim gleich im ersten Rennen.

Insgesamt war der M3 zwischen 1987 und Ende 1992 gut für 39 DTM-Rennsiege. Die siegreichen Fahrer waren Harald Grohs, Marc Hessel, Olaf Manthey, Fabien Giroix, Christian Danner, Kurt Thiim, Altfrid Heger, Roberto Ravaglia, Steve Soper, Johnny Cecotto, Jacques Laffite, Jockel Winkelhock und Emanuele Pirro.

Bei den Fans nach wie vor beliebt: der BMW M3 (E30)

 

BMW baute seinerzeit für Renn- und Rallye-Einsätze (dank Bernard Béguin auf Korsika gewann BMW 1987 sogar einen Rallye-WM-Lauf) zahlreiche M3 nach Gruppe A-Reglement auf, und so sind auch heute noch viele solcher Fahrzeuge vorhanden. Das zeigt sich auch bei den Rennen der DTM-Partnerserie Tourenwagen Classics, bei denen der M3 mit Abstand das am stärksten vertretene Auto im Feld ist.

 

Timo Glock spürt die Freude am Fahren

Am Wochenende auf dem Lausitzring gab sich ein aktueller BMW-Werksfahrer aus der DTM die Ehre: Timo Glock drehte im Zeittraining der Tourenwagen Classics am Samstag einige Runden im M3, mit dem sonst die Ex-DTM-Fahrer Marc Hessel und Christian Menzel an den Start gehen. „Ich habe ihm gesagt, dass er vorsichtig sein soll. Wenn auch nur ein Kratzer dran ist, fährt Timo morgen kein DTM-Rennen“, hatte Menzel – nur halb im Scherz – vorher angedroht.

„Wenn auch nur ein Kratzer dran ist…“

 

Glock lieferte das Auto nach seinem Einsatz unbeschädigt wieder an der Box ab. Das breite Grinsen, als er seinen Helm absetzte, machte klar, dass er größten Spaß gehabt hatte. „Das war mal wieder pures Autofahren“, betonte er. „Man muss richtig arbeiten, aber ich habe es sehr genossen! Vor allem das Erlebnis beim Runterschalten, der Sound, einzigartig! Das Auto war wunderschön zu fahren, das Auto war hervorragend vorbereitet vom Team rund um Sebastian Küppers. Danke auch an Christian und Marc Hessel, dass sie mich haben fahren lassen. Man bekommt schon Respekt für das, was die Jungs damals geleistet haben!“

Für den Odenwälder war es nicht das erste Mal, das er den legendären BMW-Tourenwagen bewegen durfte. „Vor einigen Jahren bin ich schon mal in Budapest gefahren“, erinnert er sich. „Aber jetzt konnte ich doch etwas länger fahren, was noch mehr Spaß gemacht hat.“ Mit dem M3 kommen auch für Glock Jugenderinnerungen auf: „Damals bin ich vor dem Fernseher gesessen und habe die DTM verfolgt. Ich habe gesehen, wie Fahrer wie Steve Soper, Johnny Cecotto und Roberto Ravaglia mit dem M3 erfolgreich waren.“ Seit einigen Jahren besitzt Glock einen M3 in Straßenversion: „Sogar eine Roberto-Ravaglia-Edition“, erklärt er. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich damit fahren kann!“

„Vor allem das Erlebnis beim Runterschalten, der Sound, einzigartig!“

 

Ein Spaß für die ganze Familie

Auf der Teilnehmerliste der Tourenwagen Classics standen mit Herbert und Nico Wittmann im M3 mit der Startnummer 11 auch der Vater und der Bruder des zweimaligen DTM-Champions Marco Wittmann. „Selbst fahren geht für mich nicht, denn dafür ist mein Zeitplan an einem DTM-Wochenende einfach zu voll“, erklärt der aktuell Drittplatzierte der DTM-Fahrerwertung. „Aber natürlich werfe ich ein Auge darauf, wenn mein Vater und mein Bruder fahren. Der Klang ist einzigartig! Das Auto hat eine geile Historie. Das waren schon coole Zeiten damals, womit ich nicht sage, dass unsere Zeiten nicht cool sind, aber das war damals schon faszinierend, als auch noch so richtige ‚Old-School-Heroes‘ dabei waren. Das Auto macht mega Spaß, zum Zuschauen, aber auch zum selbst Fahren. Spaßfaktor Zehn punkt null!“

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