Feintuning: Zuteilung der Performance-Gewichte überarbeitet | DTM
2017-06-15 16:15:00

Feintuning: Zuteilung der Performance-Gewichte überarbeitet

Feintuning: Zuteilung der Performance-Gewichte überarbeitet

Die DTM-Hersteller und der DMSB haben sich einvernehmlich darauf verständigt, die Regeln für die Zuteilung der Performance-Gewichte anzupassen. Die Berechnung erfolgt nicht mehr auf Basis des Qualifyings, sondern anhand der Performance der Fahrzeuge im Rennen. Hintergrund: Die von der DTM gewünschte Charakteristik der neuen 2017er Einheitsreifen des Serienpartners Hankook hat dazu geführt, dass die Resultate im Qualifying, kein verlässlicher Indikator für die Performance der Fahrzeuge mehr sind. Die Regelung tritt am kommenden Wochenende beim Auslandsgastspiel der DTM in Budapest in Kraft.

Die Performance-Gewichte werden nach wie vor einheitlich für alle sechs Fahrzeuge eines Herstellers vergeben. Hierfür wird der Mittelwert der 28 schnellsten Rennrunden (am Norisring sind es 48) eines jeden Autos errechnet. Aus den beiden Mittel-Bestwerten jeder Marke wird erneut der Durchschnitt ermittelt und als Grundlage für die Gewichtsverteilung herangezogen. Diese Verteilung erfolgt entsprechend der bislang gültigen Methodik nur noch im Anschluss an den jeweiligen Wertungslauf.

Auf die Möglichkeit einer Überprüfung des Performance-Gewichte-Modus hatten sich die Hersteller bereits vor der Saison verständigt. Demnach sollte eine Feinjustierung dann stattfinden, wenn sich zeigt, dass die Charakteristik der neuen Reifen sowie die anderen Maßnahmen das Qualifying zu keinem aussagekräftigen Indikator für die Performance der Fahrzeuge im Rennen machen. Auf der Basis der Erfahrungen der beiden ersten Rennwochenenden in Hockenheim und am Lausitzring wurde nun entschieden, statt des Qualifyings das Rennen als Bemessungsgrundlage zu verwenden.

„Es handelt sich um ein Feintuning, das die Hersteller und der DMSB einvernehmlich und mit Augenmaß vorgenommen haben“, sagt Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Organisation ITR. "Die DTM will den Fans spannende und unvorhersehbare Rennen bieten. Die Rennverläufe in Hockenheim und in der Lausitz haben diese Anforderung erfüllt. Die aktuelle Feinjustierung untermauert dieses Ziel.“

Ausgangslage und Status Quo

Ausgangsgewicht zu Saisonbeginn war 1.125 kg für alle drei Hersteller. Beim Inkrafttreten der Regeländerung – nach vier von 18 Läufen – betragen die individuellen Fahrzeug-Mindestgewichte 1.115 kg bei Audi, 1.120 kg bei BMW und 1.130 kg bei Mercedes-AMG.

Ausgehend von dem Basisgewicht von 1.125 kg dürfen über die Performance-Gewicht-Zuteilung maximal 30 kg ausgeladen werden – das Minimalgewicht wäre also 1.095 kg – respektive müssen maximal 15 kg zugeladen werden – also 1.140 kg.

Die sechs Szenarien für die Bemessung der Performance-Gewichts-Zuteilung:

Performance Gewichte in der DTM-Saison 2016: Szenario 1

Szenario 1
Die Mittelwerte der zweit- und drittschnellsten Marke sind weniger als 0,1 Prozent langsamer als der Mittelwert der schnellsten Marke = am Gewicht der Fahrzeuge aller drei Marken ändert sich nichts

Performance Gewichte in der DTM-Saison 2016: Szenario 2

Szenario 2
Der Mittelwert der zweitschnellsten Marke ist weniger als 0,1 Prozent langsamer als der Mittelwert der schnellsten Marke. Der Mittelwert der drittschnellsten Marke ist zwischen 0,1 Prozent und 0,2 Prozent langsamer = die Fahrzeuge der drittschnellsten Marke dürfen 2,5 Kilogramm ausladen, die Fahrzeuge der zweitschnellsten und schnellsten Marke müssen 2,5 Kilogramm zuladen.

Performance Gewichte in der DTM-Saison 2016: Szenario 3

Szenario 3
Der Mittelwert der zweitschnellsten Marke ist weniger als 0,1 Prozent langsamer als der Mittelwert der schnellsten Marke. Der Mittelwert der drittschnellsten Marke ist über 0,2 Prozent langsamer = die Fahrzeuge der drittschnellsten Marke dürfen 5 Kilogramm ausladen, die Fahrzeuge der zweitschnellsten und schnellsten Marke müssen 5 Kilogramm zuladen.

Performance Gewichte in der DTM-Saison 2016: Szenario 4

Szenario 4
Die Mittelwerte der zweit- und drittschnellsten Marke sind zwischen 0,1 Prozent und 0,2 Prozent langsamer, als der Mittelwert der schnellsten Marke = die Fahrzeuge der zweitschnellsten und drittschnellsten Marke dürfen 2,5 Kilogramm ausladen, die Fahrzeuge der schnellsten Marke müssen 2,5 Kilogramm zuladen.

Performance Gewichte in der DTM-Saison 2016: Szenario 5

Szenario 5
Der Mittelwert der zweitschnellsten Marke ist zwischen 0,1 Prozent und 0,2 Prozent langsamer, als der Mittelwert der schnellsten Marke. Der Mittelwert der drittschnellsten Marke ist über 0,2 Prozent langsamer = die Fahrzeuge der drittschnellsten Marke dürfen 5 Kilogramm ausladen, die Fahrzeuge der schnellsten Marke müssen 5 Kilogramm zuladen. Bei den Fahrzeugen der zweitschnellsten Marke bleibt das Gewicht unverändert.

Performance Gewichte in der DTM-Saison 2016: Szenario 6

Szenario 6
Die Mittelwerte der zweit- und drittschnellsten Marke sind über 0,2 Prozent langsamer, als der Mittelwert der schnellsten Marke = die Fahrzeuge der zweitschnellsten und drittschnellsten Marke dürfen 5 Kilogramm ausladen, die Fahrzeuge der schnellsten Marke müssen 5 Kilogramm zuladen.

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