The French Connection: Die DTM in Le Mans | DTM
2019-06-18 15:45:00

The French Connection: Die DTM in Le Mans

The French Connection: Die DTM in Le Mans

Wir befinden uns auf dem Fahrerparkplatz der Rennstrecke von Misano. Es ist Sonntagabend, nur wenige Stunden nach dem DTM-Rennen. Langsam geht nach einem heißen und aktionsreichen Wochenende die Sonne unter.

Zusammen stehen vier Fahrer: Loïc Duval, Paul Di Resta, Mike Rockenfeller und Philipp Eng. Sie verstauen ihr Gepäck in zwei Autos und machen sich auf den Weg zum kleinen Flughafen im nahegelegenen Rimini. Von dort werden sie mit einer gecharterten Maschine direkt nach Le Mans fliegen, wo sie am darauffolgenden Wochenende beim berühmten 24-Stunden-Rennen an den Start gehen werden.

Der Franzose Côme Ledogar, der am Wochenende im Rahmenprogramm der DTM in Misano im französischen Porsche Carrera Cup startete (und siegte), gesellte sich zu ihnen für den Flug von der italienischen Adriaküste nach Westfrankreich.

Warum so eilig, um zu einem Rennen zu kommen, das erst sechs Tage später startet?

Le Mans ist weit mehr als nur ein Rennen: Es ist ein Motorsportfestival, das eine Woche lang dauert und bei dem die technische Abnahme, seit jeher im Stadtzentrum, nur der Auftakt ist. Am Dienstag findet traditionell die Autogrammstunde in der Boxengasse statt. Erst am Mittwoch geht es dann endlich auf der Strecke los mit einem vierstündigen Training, gefolgt von zwei Stunden Zeittraining, das erst um Mitternacht endet.

Dann wird in zwei weiteren Zeittrainings am Donnerstag über die endgültigen Positionen in der Startaufstellung entschieden. Am Freitag gibt es die traditionelle Fahrerparade, einmal mehr im Stadtzentrum. Das Rennen selbst wird am Samstag um 15.00 Uhr gestartet.

Hier ein Überblick über die Leistungen der vier DTM-Fahrer in alphabetischer Reihenfolge bei einem der ältesten und legendärsten Rennen der Welt:

 

Paul Di Resta (GBR)

Auto                               #22 United Autosports Ligier JSP217-Gibson

Weitere Fahrer              Phil Hanson, Filipe Albuquerque

Klasse                            LMP2

Ergebnis gesamt          Platz 9

Ergebnis Klasse           Platz 4

 

In einem Feld, in dem der Oreca (oder jene Varianten, die unter den Markennamen Alpine oder Aurus starten), als Maßstab gilt, verteidigte United Autosports die Ehre für Ligier mit Platz vier und verpasste damit nur knapp das Podium.

Zum dritten Jahr in Folge war das angloamerikanische Team beim französischen Langstreckenklassiker die bestplatzierte Ligier-Mannschaft. Das Auto mit der Startnummer 22 verlor Zeit wegen einer Durchfahrtsstrafe für ein Vergehen während einer Safety-Car-Phase am Samstagabend. Danach gingen weitere drei Minuten verloren, als nach Mitternacht eine Tür ersetzt werden musste, nachdem sich eine Seitenscheibe gelöst hatte.

Während der letzten sechs Rennstunden war das Team in einem sehenswerten Kampf um Platz vier involviert, die es letztendlich für sich entscheiden konnte.

Di Resta sagte:

„P4 ist, als würde man eine Uhr aus Schokolade erhalten... Alle haben so hart gearbeitet, die Jungs waren drei Wochen lang hier, um von den Vorbereitungen erst gar nicht zu reden. Schade, dass wir das Podium so knapp verpasst haben, das war ja unser großes Ziel.“

„Im Vergleich zu den anderen fehlte uns ein wenig Speed. Mit unserer Leistung können wir zufrieden sein, anders als im Vorjahr haben wir keine Fehler gemacht. Es war harte Arbeit. Es erwies sich als schwierig, eine gute Balance des Autos zu finden, aber wir kämpften während des gesamten Rennens um die Positionen 4 bis 8. Es ist immer toll, an diesem Rennen teilzunehmen.“

 

Loïc Duval (FRA)

Auto                                #28 TDS Racing Oreca 07-Gibson

Weitere Fahrer               François Perrodo, Mathieu Vaxivière

Klasse                             LMP2

Ergebnis gesamt            Platz 8

Ergebnis Klasse             Platz 3

 

Das TDS-Team hatte in der LMP2-Klasse einen starken Auftritt. Das Fahrzeug unter der Bewerbung von G-Drive führte lange Zeit die Klasse an, bis ein defekter Anlasser die Träume vom Sieg platzen ließ. Das TDS-Auto, in dem Loïc Duval zusammen mit seinen französischen Landsleuten François Perrodo und Mathieu Vaxivière an den Start ging, war nicht das schnellste Fahrzeug im Feld, fuhr aber nahezu durchwegs in den Top Fünf und feierte einen verdienten Podiumsplatz.

Duval sagte:

„Wie jedes Jahr gab es in der LMP2-Klasse einen harten Kampf. Im Laufe der Jahre hat sich die Zuverlässigkeit der Autos sehr gut entwickelt, was bedeutet, dass man in jedem Bereich bestens aussortiert sein muss. Das gilt sowohl für das Team als auch für den Fahrer.“

„Wir hatten keine größeren Probleme, nur mit den Safety-Cars haben wir etwas Zeit verloren. Ich komme aus Chartres, daher ist Le Mans mein Heimrennen. Es ist immer etwas Besonderes, nach dem Rennen hier auf dem Podium zu stehen. Außerdem fuhren wir die schnellste Rundenzeit in unserer Klasse.“

 

Philipp Eng (AUT)

Auto                                 #81 BMW Team MTEK BMW M8 GTE

Weitere Fahrer                Martin Tomczyk, Nicky Catsburg

Klass                                LMGTE Pro

Ergebnis gesamt            Platz 47

Ergebnis Klasse             Platz 13

 

Die beiden Werks-BMW M8 hatten bei ihrem letzten Einsatz in der FIA-Langstrecken-WM zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance auf eine vordere Platzierung. Der Hersteller erklärte das teilweise durch eine eher ungünstige Einstufung im Rahmen der ‚Balance of Performance’.

Während des Rennens ging durch ein Problem mit einem Stoßdämpfer Zeit verloren. Philipp Eng ging in Le Mans mit einem speziellen Helmdesign in Gedenken an den österreichischen Rennfahrer Roland Ratzenberger an den Start, der vor 25 Jahren bei einem F1-Unfall in Imola ums Leben kam. Eng zeigte nahezu magische Fähigkeiten, als er es schaffte, das Auto in der letzten Stunde des Rennens wieder in Bewegung zu setzen, nachdem es wegen Elektronikprobleme an der Strecke ausgerollt war. Der Österreicher brachte das Fahrzeug noch ins Ziel.

Eng sagte:

„Insgesamt war die Woche in Le Mans wieder großartig. Schade, dass wir sie nicht mit einem guten Ergebnis beenden konnten. Der BMW M8 GTE war grundsätzlich gut zu fahren, aber leider hat es uns auf den Geraden an der nötigen Performance gefehlt. Wir mussten fahrerisch ans Limit gehen und haben dadurch das Material natürlich extrem belastet. Vielen Dank an BMW Motorsport und das BMW Team MTEK, dass ich von Anfang an ein Teil dieses Projekts sein durfte.“

 

Mike Rockenfeller (GER)

Auto                                #63 Corvette Racing Chevrolet Corvette C7.R

Weitere Fahrer               Jan Magnussen, António García

Klasse                             LMGTE Pro

Ergebnis gesamt           Platz 28

Ergebnis Klasse            Platz 8

 

Die GTE-Pro-Klasse war einmal mehr die am härtesten umkämpfte Klasse in Le Mans, was die Gesamtzahl von 38 Führungswechsel zwischen sechs verschiedenen Fahrzeugen eindrucksvoll belegt. Die Corvette mit der Nummer 63 war lange Zeit ein Anwärter auf den Sieg und führte insgesamt 107 Runden lang die Klasse an, die zweithöchste Anzahl an Führungsrunden in der Kategorie. Ein Ausritt von Jan Magnussen machte die Hoffnungen des Teams auf den Sieg beim 20. Auftritt von Corvette mit eigenem Werksteam an der Sarthe jedoch zunichte. Nach ausführlicher Reparatur musste sich das Team mit Rang acht zufrieden geben.

 

Rockenfeller sagte:

„Le Mans ist immer etwas besonderes, aber wie so oft erwähnt, ist es das Rennen, das dich gewinnen lässt, statt anders herum. Das war auch bei uns wieder der Fall. Wir waren wirklich gut unterwegs und hatten eine gute Pace, aber letztendlich gab es leider einen Fehler und damit waren unsere Chancen dahin.“

„Im Langstreckensport muss einfach alles sitzen. Schade, denn wir hätten mindestens aufs Podium fahren können, aber das passiert. Ich persönlich war mit meiner Leistung im Auto sehr zufrieden, das war das Positive.“

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