Frijns zwischen Spaß und Frustration | DTM.com | Die offizielle Webseite
2018-12-18 16:15:00

Frijns zwischen Spaß und Frustration

Frijns zwischen Spaß und Frustration

Ein Niederländer flog durch die Nacht. Bei den DTM-Rennen unter Flutlicht im italienischen Misano hatte Robin Frijns gehörigen Grund zu strahlen. Der 27-Jährige wurde Zweiter und Vierter auf dem „Misano World Circuit Marco Simoncelli“. 13 Jahre, 11 Monate und 21 Tage nach Christijan Albers war der Audi-Pilot der erste Niederländer, der bei einem DTM-Rennen aufs Podium fuhr.

„Ich hatte ein paar sehr gute Rennen, in Budapest, in Brands Hatch, vor allem in Misano. Was die Geschwindigkeit in den Rennen anging, war ich absolut konkurrenzfähig. Ich hatte ein bisschen Pech in Zandvoort, als das Auto kaputt gegangen ist und auch in Brands Hatch und Budapest gab es kleinere Probleme. Es sind manchmal kleine Dinge, die du nicht unbedingt kontrollieren kannst. Das passiert. Aber was die Pace angeht, war ich sehr zufrieden“, sagt Frijns gegenüber DTM.com.

Der Abschluss in Hockenheim war sehr gut

13. wurde der ehemalige Formel-1-Testfahrer letztlich in der Gesamtwertung. Gelegentlich blitzte sein Können dennoch deutlich sichtbar auf. So auch beim Abschluss in Hockenheim, als er in überzeugender Manier die Plätze zwei und fünf belegte. „Zu Beginn der Saison war ich noch auf der Suche nach dem richtigen Weg, wie ich mit dem DTM-Auto am besten umgehen kann. Das war eine Umstellung für mich. Da geht es nur um kleine Details. Das Auto macht Spaß, es kann manchmal aber auch sehr frustrierend sein, wenn du während des Wochenendes nicht die richtige Balance findest. Beim letzten Rennen in Hockenheim bin ich wegen einer Strafe als Letzter gestartet, und ich bin mit der schnellsten Rennrunde noch Fünfter geworden. Das war ein sehr gutes Ende meiner ersten DTM-Saison.“

In Brands Hatch ging einfach alles schief

Zwischendurch gewann dann aber auch mal besagte Frustration die Oberhand. Auf den Trip ins englische Königreich hätte Frijns im Nachhinein gerne verzichtet. Er wurde Zweimal Zwölfter in der Grafschaft Kent. Aber vor allem die Art und Weise wie die Ergebnisse im Südosten Londons zustande kamen, sorgte bei ihm für reichlich Unmut. „Ich war Erster im ersten Freien Training, Zweiter im zweiten Freien Training. Alles sah vielversprechend aus. Dann hatte ich eine Gelbe Flagge während meiner schnellsten Runde im Qualifying. Ich bin von Platz elf gestartet. Dann hatte ich einen schlechten Boxenstopp, der mich auf dem Weg nach vorne wieder zurückwarf. Im zweiten Rennen hatte ich in Turn drei eine Berührung mit dem Mercedes-AMG von Lucas Auer und bin auf dem letzten Platz gelandet. Ich habe keine großen Fehler gemacht. Das Wochenende in Brands Hatch war hart für mich. Die Pace war da, und ich hatte keinen einzigen Punkt geholt. Da ist alles schiefgegangen.“

Die vorhandene Pace in den Rennen war das eine, die fehlende Pace im Qualifying das andere. Neben Augusto Farfus und Jamie Green war Frijns der einzige Fahrer, der bei der Jagd nach den besten Startplätzen keinen Punkt holte. „Das Qualifying ist für mich nicht gut gelaufen in dieser Saison. Mal hatte ich Pech, mal fehlte mir die Geschwindigkeit. Das war mit Sicherheit mein Schwachpunkt. Es war schwierig, die Reifen in das richtige Temperatur-Fenster zu bekommen. Du hast nur eine Runde, maximal zwei, wenn du Glück hast für die schnellste Runde. Das war nicht einfach für mich, die Reifen richtig zu lesen. Daran muss ich definitiv arbeiten.“

Frijns kämpfte sich am besten nach vorne

Dennoch machte Frijns aus den schlechten Ausgangslagen oftmals das Beste. Er zeigte eindrucksvoll seine Qualitäten als Racer. Das untermauerte der Niederländer mit Zahlen. Um insgesamt 50 Plätze fuhr er nach vorne in den 20 Rennen. Mehr schaffte keiner der 18 Piloten. „Ich bin oft stark zurückgekommen. Ich hatte viele Überholvorgänge. Rennen fahren, mit den anderen harte Duelle zu haben und mich im Feld nach vorne zu arbeiten war schon immer meine Stärke.“

Audi-Pilot wehrt sich gegen Image als Bad Boy 

Dass dabei mit harten Bandagen gekämpft wird, ist unumgänglich. Aus diesen Duellen Stoßstange an Stoßstange bezieht die DTM unter anderem ihre Faszination. Da fliegt auch schon mal ein Karbonteil weg. Wer die Grenzen des Erlaubten überschreitet, wird sanktioniert. Frijns stand dabei in erster Reihe. Er kassierte fünf Verwarnungen und wurde deswegen als einziger Fahrer in dieser Saison gleich zweimal im Grid strafversetzt. „Ich hatte zu Beginn der Saison zwei, drei Verwarnungen, ich würde sagen, das waren keine persönlichen Fehler. Ich bin zum Beispiel beim Auftakt in Hockenheim am Trainingsende bei Rot durch die Boxengasse gefahren, weil wir zwei Sekunden zu spät dran waren. Und in Zandvoort war ich im ersten Training in der Slowzone zwei zu schnell, weil mich mein Ingenieur zu spät informiert hat. Ich sehe mich grundsätzlich nicht als Bad Boy.“

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