Green ist der DTM-König vom Norisring – dritter Sieg in Folge | DTM
2010-07-04 16:45:00

Green ist der DTM-König vom Norisring – dritter Sieg in Folge

Green ist der DTM-König vom Norisring – dritter Sieg in Folge

Rennsportfieber im Herzen von Nürnberg. 132.000 Fans verfolgten ein spannendes DTM-Rennwochenende auf dem Norisring und feierten am Sonntag den Sieger Jamie Green aus Großbritannien. Der Mercedes-Benz-Pilot gewann nach 2008 und 2009 nun bereits zum dritten Mal auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs und das immer mit dem selben Fahrzeug des Jahrgangs 2008.

LGreen wehrte sich über viele Runden gegen die Angriffe des zweitplatzierten Mattias Ekström im Audi A4 DTM, setzte sich aber am Ende mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,5 Sekunden gegen den Schweden durch. „Mattias war mir stets auf den Fersen, das war nicht einfach. Auf dieser Strecke kannst du leicht Fehler machen. Ich bin froh, dass ich mich bis zum Schluss vorn halten konnte. Drei Siege hintereinander sind ein gutes Geschenk zur Hochzeit. Diesen Sieg widme ich meiner Frau. Wir können zwar keine Fußballspiele, dafür aber Autorennen gewinnen“, sagte der Brite, der jetzt sechs DTM-Rennen gewonnen hat.

Ekström zeigte sich wegen der verpassten Siegchance ein wenig enttäuscht: „Natürlich bin ich nicht überglücklich mit meinem zweiten Platz. Ich hatte das Gefühl, dass ich der Schnellste wäre. Das Auto war so gut, ich könnte noch eine Stunde fahren. Die Reifen haben gut gehalten. Aber der Gegner ist fehlerfrei gefahren und war klug genug, den Sieg nach Hause zu bringen. Die Strecke passt Jamie, das haben wir in den vergangenen Jahren auch schon gesehen.“

Der Führende der Gesamtwertung, Mercedes-Benz-Pilot Bruno Spengler, überquerte als Dritter die Ziellinie und baut seine Führung nun auf 32 Punkte aus. Green schob sich dank zehn Punkten für den Sieg mit 22 Zählern auf die Verfolgerposition vor, gefolgt von Ekström, der nun 21 Punkte auf seinem Konto hat.

Beim Start blieb zunächst der Pole-Mann Ralf Schumacher mit der AMG Mercedes C-Klasse vorn. Doch die Rennleitung verhängten für seinen Frühstart eine Durchfahrtstrafe, die Schumacher in Runde sieben als Führender antrat und die ihn auf den 18. Platz zurückwarf. Der Kerpener kämpfte sich durch das Feld und wurde schließlich Elfter.

Schadensbegrenzung bei Audi-Pilot Timo Scheider. Der zweifache DTM-Champion wurde im Qualifying am Samstag nur Zehnter, konnte sich jedoch im Rennen steigern und fuhr hinter dem Briten Oliver Jarvis (Audi) mit Platz fünf in die Punkte. Der Auftaktsieger aus Hockenheim und Dritter der Gesamtwertung, Mercedes-Benz-Fahrer Gary Paffett, wurde Sechster vor Alexandre Prémat aus Frankreich (Audi).

RUnzufrieden zeigte sich Martin Tomczyk. Der Rosenheimer erwischte von Platz vier einen schlechten Start und verlor zehn Plätze. Nach 82 Runden sammelte der Audi-Pilot als Achter dennoch einen Punkt für die Gesamtwertung. Der Brite Paul Di Resta (Mercedes-Benz), der vor dem Rennen auf Platz zwei der Gesamtwertung lag, wurde Opfer einer Kollision mit Prémat in der ersten Rennrunde. Er drehte sich und beendete das Rennen als Zehnter. Markenkollege David Coulthard aus Schottland verpasste den Sprung in die Top-Ten und sah als 13. die Zielflagge.

Das fünfte DTM-Rennwochenende des Jahres findet vom 6. bis 8. August auf dem Nürburgring in der Eifel statt.

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Das heute war ein knapper Sieg. Wir hatten in der Box ein Problem mit Brunos Auto. Ansonsten hätten wir mit ihm einen Doppelsieg erlebt. Jamie hat mit demselben Auto bereits das dritte Mal gewonnen. Das hat es noch nie gegeben. Der Norisring liegt unseren Autos ganz gut. Wir haben eine sehr gute Traktion und kommen gut aus den Ecken raus. Heute waren wir dicht beieinander und die Audi waren sicherlich siegfähig. Alles in allem war das ein schönes Rennen mit einem guten Ergebnis für uns.“

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Nach dem Qualifying-Ergebnis haben wir das Maximum im Rennen rausgeholt. Wir hatten eine sehr gute Fahrzeugperformance, gute Boxenstopps und eine gute Strategie. Ein zweiter Platz am Norisring ist gut. Wichtig ist, dass wir wieder da sind.“

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