Herzschlagfinale am A1-Ring | DTM
2002-09-08 19:01:57

Herzschlagfinale am A1-Ring

So spannend kann Tourenwagensport sein: Beim achten Lauf der DTM auf dem A1-Ring im österreichischen Spielberg sahen 34.000 Besucher eines der besten Rennen in der Geschichte der hochkarätigen Tourenwagenserie. Zahllose Positionswechsel, spannende Kämpfe und eine hochdramatische Schlussphase: Der zweite Auftritt der DTM in Österreich hatte es in sich. Der Schweizer Marcel Fässler holte sich in der Steiermark im Mercedes-Benz CLK-DTM den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere. Sein Markenkollege Bernd Schneider wahrte als Zweiter seine Titelchancen. Tabellenführer Laurent Aiello kam im Abt-Audi TT-R nach einer Kollision mit dem amtierenden Meister Schneider in der letzten Runde nur als Fünfter ins Ziel – und vergab damit seinen ersten Matchball zum Titelgewinn. Um sich vorzeitig den Titel zu sichern, hätte der Franzose in Österreich nur zwei Punkte mehr holen müssen als der Deutsche. Mit den Plätzen drei und vier komplettierten Jean Alesi und Uwe Alzen den Triumph von Mercedes-Benz.

Unglücklich verlief das Rennen auch für die Opel-Mannschaft. Alain Menu und Timo Scheider fuhren bis kurz vor Schluss mit ihren Opel Astra V8 Coupé in den Punkterängen, wurden dann aber gemeinsam mit ihrem Markenkollegen Manuel Reuter auf der leicht feuchten Strecke schuldlos in Dreher verwickelt. So war der Schweizer Menu der Einzige, der für die Rüsselsheimer noch einen Punkt holen konnte.

Bernd Schneider: „Heute war das Glück auf meiner Seite“
„So ein Rennen wie heute werden wir vielleicht nie mehr erleben“, sagte Bernd Schneider. „Es war ein totales Durcheinander, aber als es in der Schlussphase leicht zu regnen anfing, wusste ich: Das ist meine Chance. Ich war im Verlauf dieses unglaublich tollen Rennens gleich zweimal im Eifer des Gefechts von der Strecke gerutscht, aber am Ende war das Glück auf meiner Seite. Ein Dankeschön geht an meine Markenkollegen, die mich hervorragend unterstützt haben.“ Marcel Fässler freute sich über seinen zweiten Sieg, war aber selbst überrascht über den Erfolg: „Ich sah, dass sich Laurent und Bernd in der letzten Kurve drehten, aber ich wusste erst nach der Zieldurchfahrt, dass ich gewonnen hatte.“ Mercedes-Benz-Sportchef Norbert Haug lobte: „Mit vier Fahrern auf den ersten vier Plätzen waren wir heute sehr stark. Natürlich sind wir jetzt in einer Phase der Meisterschaft, wo es auch um die Teamleistung geht, und die war heute sehr gut. Es wurde ausgeteilt und eingesteckt, aber immer im grünen Bereich. Wir werden alles dafür tun, damit die Titelentscheidung erst beim Saisonfinale in Hockenheim fällt.“

Hans-Jürgen Abt: „Das lässt auf ein spannendes Rennen in Zandvoort hoffen“
Obwohl mit einer vorzeitigen Entscheidung für den Trainingsschnellsten Laurent Aiello und Abt Sportsline auf dem A1-Ring gerechnet wurde, war nach dem großartigen Rennen kaum Enttäuschung bei dem Allgäuer Team zu spüren. „Das Rennen hat mich heute oft an ein Fußballspiel erinnert“, sagte Teamchef Hans-Jürgen Abt. „Mercedes hatte allerdings zehn Spieler auf dem Feld, wir nur fünf. Aber unsere Truppe hat eine gute Leistung gezeigt. Laurent war zwischenzeitlich schon einige Male Meister, aber letztendlich hat es nicht gereicht. Das lässt uns aber auf ein spannendes Rennen in Zandvoort hoffen.“ Aiello holte auf Platz fünf noch zwei Punkte und kommentierte: „Es war genauso hart oder noch härter als wir es erwartet haben. Jetzt werden wir doppelt so hart arbeiten und uns sehr gut vorbereiten, um den zweiten Matchball in Zandvoort zum Meistertitel zu verwandeln.“ Auch Aiellos Markengefährte, der Schwede Mattias Ekström, hatte sich erneut gut in Szene setzen können: Der 24-Jährige hatte das Qualifikationsrennen gewonnen und in der ersten Phase auch den Wertungslauf dominiert, war dann aber durch Dreher im Kampfgetümmel zurückgefallen.

Opel-Motorsportchef Strycek: „Podiumsplatz war möglich“
„Auch wenn unser Ergebnis nicht das wahre Potenzial unseres Autos und unserer Fahrer wiederspiegelt, war dieses Rennen sicherlich eines der besten der DTM-Geschichte“, kommentierte Opel-Sportchef Volker Strycek. „Ein Podiumsplatz wäre möglich gewesen, und wir sind identische Rundenzeiten gefahren wie die beiden anderen Marken. Drei unserer Autos hätten Punkte holen können, aber leider brachten uns die Dreher von Alain Menu, Timo Scheider und Manuel Reuter in der letzten Runde um ein greifbar nahes gutes Ergebnis. Dennoch sind wir weiterhin sehr motiviert. Zwar geht es nicht um die Meisterschaft, aber wir wollen in den beiden verbleibenden Rennen wieder ganz vorne mitmischen.“ Alain Menu, der als Sechster noch einen Meisterschaftspunkt holte, sagte: „Da wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen, aber leider stand das Glück heute überhaupt nicht auf unserer Seite.“

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