Huisman: "Zandvoort ist eine Fahrerstrecke" | DTM
2002-09-15 13:30:33

Huisman: "Zandvoort ist eine Fahrerstrecke"

Die DTM zieht es ans Meer. In der niederländischen Ferienhochburg Zandvoort steht der neunte Lauf der Saison 2002 auf dem Programm. Für den Holländer Patrick Huisman ist das bevorstehende Rennwochenende das Highlight der Saison - sein Heimrennen. Auf dtm.de beschreibt der Mercedes-Benz-Werksfahrer und vierfache Porsche-Supercup-Gewinner seine Beziehung zur Rennstrecke in Zandvoort und den heimischen Fans und redet über seine Chancen, vielleicht die ersten Meisterschaftspunkte in der laufenden Saison zu holen.

Der neunte Lauf der DTM in Zandvoort ist dein Heimspiel. Mit welchen Gefühlen gehst du an den Start?
In seiner Heimat zu fahren, ist glaube ich für jeden Fahrer das Größte. Gerade wenn man wie ich in den letzten acht Jahren fast nur im Ausland unterwegs war. Es gibt sehr viele Fans, die meine Karriere im Ausland verfolgen und für die ist es toll, dass die DTM in Zandvoort zu Gast ist.

Was verbindest du persönlich mit Zandvoort?
Meine Karriere hat hier in Holland begonnen und in Zandvoort habe ich meine erste Meisterschaft gewonnen, die Holländische Tourenwagen-Meisterschaft 1991. Ansonsten bin ich leider nicht sehr oft hier gefahren.

Du konntest in diesem Jahr noch keine Punkte holen. Denkst du, dass in Zandvoort der Knoten platzen wird?
Das wird sehr schwierig. Zu Beginn der Saison hätten wir mit den 2001er Mercedes-Benz CLK-DTM vielleicht die Möglichkeit gehabt, Punkte zu holen. Christijan Albers hat es ja in Zolder und Donington gezeigt. Jetzt ist es fast unmöglich, denn der Unterschied zwischen dem Vorjahresauto und dem neuen CLK-DTM ist größer geworden. Zudem ist die Meisterschaft in ihrer heißen Phase und da ist es an der Spitze immer richtig eng. Wenn es regnet, habe ich vielleicht mit viel Glück eine Chance auf Punkte.

Ist es ein Nachteil, mit dem 2001er Mercedes-Benz CLK-DTM zu fahren?
Die neuen Autos haben von der Basis her mehr Abtrieb. Man kann mit weniger Flügel fahren und hat daher mehr Topspeed. Zudem haben wir bei unseren Fahrzeugen etwas weniger Leistung. Der Unterschied macht sich vor allem im Qualifying bemerkbar. Es gab in dieser Saison häufig die Situation, dass alle Fahrzeuge innerhalb von einer Sekunde waren. Da sind auch Kleinigkeiten entscheidend.

Du wirkst aber dennoch hochmotiviert...
Man darf das nicht falsch verstehen. Wir sind selbst mit "Gebrauchtwagen" viel schneller als im letzten Jahr. Es steckt halt nicht mehr so viel Potenzial drin. Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden und das Manthey-Team hat in der gesamten Saison einen tollen Job gemacht.

Hast du am Rennwochenende Zeit für deine Fans - speziell jetzt in Holland?
Ich hoffe, dass ich viel Zeit mit den Fans verbringen kann. Die Motorsportbegeisterten in Holland interessieren sich sehr für Christijan Albers und mich. Die stehen voll hinter uns, und dafür möchte ich mich bei den Fans selbstverständlich bedanken. Aber es gibt auch eine Reihe von Terminen. Mercedes-Benz Holland hat rund 3.000 Gäste eingeladen und da muss ich natürlich auch präsent sein.

Du zählst ohne Zweifel zu den spektakulären Fahrern. Kommt dir das Streckenlayout in Zandvoort entgegen?
Ich denke schon, dass mir die Strecke liegt. Es ist eine Fahrerstrecke mit vielen schnellen Passagen und blinden Kurven. Im Gegensatz zu den meisten modernen Rennstrecken, kommt es in Zandvoort mehr auf den Fahrer an. Ich hätte hier im letzten Jahr mein bestes Ergebnis erzielt, wenn der Boxenstopp besser gelaufen wäre. Auch das Umfeld stimmt. Durch die idyllische Lage inmitten der Dünen und die Nähe zum Meer ist die Atmosphäre hier immer besonders toll.

Welche Streckenabschnitte kannst du den Zuschauern empfehlen?
Es gibt viele spektakuläre Stellen in Zandvoort. Eine davon ist die erste Kurve, die Tarzanbocht. Beim Start wird es immer sehr eng und auch im Rennen gibt es hier sehr gute Überholmöglichkeiten. Meine Lieblingspassage ist die "Scheivlak"-Kurve. Hier kommt man im vierten oder fünften Gang angeflogen, und es geht blind in eine Rechtskurve. Vom Eingang bis zum Ausgang sind rund 20 Meter Höhenunterschied. Hier steht auch eine neue Tribüne. Interessant ist natürlich auch die Nissanbocht, wo im letzten Jahr in der Schlussphase das sensationelle Duell zwischen Uwe Alzen und Christian Abt angefangen hat.

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